4133
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 4133

              

 

               FRA 4133       41. Fla Raketenbrigade     bei Nauen am Ort  Zachow  

                                                                               taktischer Tarnname :   Fernsehprogramm 77  

                                                                               Postfach     86179              

 

                         

                                                        FRA 4133      im Jahr  2000                                                                             

Bild : Google :

Rechte am Bild :
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Die 41. Fla Raketenbrigade "Herman Dunker" wurde 1959 in Pinow aufgestellt und existierte bist zum 2. Oktober 1990   24  Uhr.  Diese  Brigade wurde 1959 als Fla Regiment 16 aufgestellt .

Ab dem 3. Oktober 1990 bis 1995 gab es das  52 Fla RakG .

 

 1. Oktober 1959      Aufstellung als Flakregiment 16     in Pinow  

                  1962                        FR - 16        in Pinow

 2. Oktober 1990      Auflösung der 41. FRB in Ladeburg

                      

                   Die 41. FRB Ladeburg

                                

Die Fla Raketenabteilung 4133 gab es von Frühjahr 1985 bis zum 31. Dezember 1991 .

                                         

                               

                                                    

                    Aufgabe der 41. Fla Raketenbrigade :   

Die 41.  Fla Raketenbrigade Berlin führte Luftraumaufklärung mit RADAR durch und stellte diese Luftlage automatisiert dar.

Abwehr von Luftangriffsmitteln  aus westlicher Richtung in tieffluggefährdeten Richtungen über das Havelland nach Berlin.

Die Fla Raketenabteilung  4133 war vorbereitet auf  tief anfliegende Ziele ab 20 m Höhe über Grund zu kämpfen.

Nach dem Beschluss der NATO im Jahr 1983 in der Bundesrepublik Marschflugkörper aufzustellen, -  wurden 4 zusätzliche Fla Raketenabteilungen innerhalb eines Jahres bis zum Jahr 1986 einsatzbereit gemacht. Die neuen Stellungen wurden mit dem Luftabwehrraketensystem S 125 NEVA M1A ausgerüstet. Den Namen " S 125 Pechora " gab es in der DDR / NVA nicht, die taktischen Unterlagen , z.B. Schiessregeln etc. waren immer mit SNR 125 Neva ausgeschrieben.

Diese 4 neuen Fla Raketeneinheiten waren gekadert. Der Personalbestand konnte LV Aufgaben zeitlich begrenzt  durchführen.

96 atomare Marschflugkörper waren innerhalb 15 Minuten bereit, gegen Ziele in der Tiefe der DDR zu handeln. Marschflugkörper mit Anflug und Höhen um 300 bis 100 m waren nur durch den S 125 Neva Luftabwehrkomplex zu bekämpfen. Die Systeme "S 75 Wolchow" der NVA konnten  auf solche  Ziele nur mit eingeschränkter Vernichtungswahrscheinlichkeit handeln .

Der Sektor gegen Südwest und Süd sollte mit Mob Einheiten geschützt werden. 3 Fla Raketensysteme S 75 DWINA wurden  in der Fla Raketenabteilung  Beetz / Sommerfeld langzeitkonserviert und gelagert.

 

             

                                              

                                  Feuerzonen  / Vernichtungszonen  41. Fla Raketenbrigade Berlin 

                   Siegfried Horst  Oberst    a.D.
                   http://www.lv-wv.de/    lesen Sie mehr über die NVA LSK / LV , GSSD und Jagdfliegerkräfte

                                                         Oberteil der Luftlagekarte im Gefechtsstand der FRA 4133

     http://www.bunker-ladeburg.de/    41. Fla Raketenbrigade Berlin .

     Mit freundlicher Genehmigung Herr Stein .   Bilder :  Heinz Hesse 4333/Fük  für Peters.

 

 

 

        Die 41. Fla Raketenbrigade im Falle des Krieges  

 

Für die Ausgangslage "Abwehr" und "Schienenstoß 750" der Fla Raketentruppen wäre die 41. FRB aus der Frieden in die Kriegsstruktur überführt worden. Dauer und Abläufe können nur vermutet werden. 10 Tage sind eine gute Annahme. Es wären 4 zusätzliche Fla Raketeneinheiten aus dem Personalbestand (!) der 41. gebildet worden. Zusätzliche Fla Einheiten wären nicht zugeführt worden.... es gab keine.

Die Kriegsstruktur war  ausgeplant . Übungen erfolgten in Teilsegmenten. Niemals wurden die Ausweichstellungen   bezogen oder fernmeldetechnisch angeschlossen.

In den einzelnen FRA war bekannt, dass Personal in neu aufzustellende FRA abgegeben werden würden . Wer es genau war, konnte nur vermutet werden .

Die fernmeldetechnische Anbindung für den Krieg war ausgeplant. Aus erhaltenen Unterlagen lässt sich 25 Jahre nach dem Fall der Mauer und Auflösung der NVA  auf die  Kriegsstruktur schließen .

Typisches Training der FRA 4133 beinhaltetet kurzfristige Verlegungen, Training der Verlegung bei Nacht und Verlegen im Kfz Marsch über kurze Entfernungen.

 

Gruppierung Berlin      Anteil der LSK/LV NVA:  ( die Hauptkräfte kamen von den russ. Streitkräften )



Jagdfliegergeschwader 8     (Marxwalde )

Zusammenarbeit und gemeinsame Führung im Frieden mit der 41. FRB  :   Nein

Funktechnische Bataillon 61 (FuTB-61) Müncheberg zur Luftraumaufklärung und Jägerleitung ( insbesondere FuTK-611 Müncheberg und FuTK-612 Wusterwitz).         

Zusammenarbeit und gemeinsame Führung im Frieden mit der 41. FRB  : JA


Transporthubschraubergeschwader 34 (THG-34) Brandenburg-Briest.

Zusammenarbeit und gemeinsame Führung im Frieden mit der 41. FRB  : Nein


Der bisherige Gefechtsstand der 41. FRBr in Ladeburg  wäre gemeinsamer Gefechtsstand 41. FRBr/JG-8/FuTB-61

Zusammenarbeit und gemeinsame Führung im Frieden mit der 41. FRB  : Nein ( JG 8 )


Der bisherige Gefechtsstand 8/61 in Müncheberg wäre der gemeinsame Wechsel-Gefechtsstand 41/8/61

Zusammenarbeit und gemeinsame Führung im Frieden mit der 41. FRB  : JA


Es war durch nachrichtentechnische Maßnahmen vorbereitet, die 41. FRBr direkt aus dem ZGS LSK/LV zu führen und damit zeitweilig aus der Führung der 1. LVD  zu nehmen.

Bei Anforderung, Überforderung der Luftlage bei Massenanflug oder speziellen Luftverteidigungsoperationen wäre die 41. FRB mit Überspringung einer Führungsebene direkt aus der 1. LvD geführt worden. Eine Zusammenarbeit  mit den russ. Truppen wäre damit direkt möglich gewesen.



 
Saarmund 

Richtfunknetz der Kriegstruktur   Bild . mit freundlicher Genehmigung :   http://nachrichtenbetriebsamt.de/

Fla Einheiten , die innerhalb der 41. FRB aufgebaut werden sollten . Die Stellung Saarmund wurde von Angehörigen der 4133 im Jahr 1988 besichtigt und als Fla Raketenstellung als nicht brauchbar eingeschätzt. Saarmund war  als Rifu und Funksendestelle für die  Berliner Gruppierung gedacht. Der Autor war selbst bei der Erkundung dieser Stellung beteiligt.

 

Die taktischen  Feuermöglichkeiten der 4133   für die Abwehr von Luftangriffsmitteln im Krieg

Die 41. FRB führte  im Frieden mit dem automatischen Führungssystem ihre 9 Fla Raketeneinheiten. Im Frieden war die Zusammenarbeit mit den Jagdfliegerkräften der Luftverteidigung vorbereitet. Die Arbeitsplätze der Jägerleitung der 41. FRB waren nicht besetzt. Die Fernmeldeverbindungen zu den Jagdfliegern und Funktechnischen Truppen unterschieden sich deutlich von der Kriegsstruktur . Die einzunehmende Struktur war geheim.

 

Aus der Friedensstruktur ist erkennbar :

Auffällig ist, dass die 41. FRB ihr Schutzobjekt Berlin gegen Nord-West  verteidigt. Die Fla Raketenabteilung FRAG 411 großer Reichweite verteidigt nicht das Schutzobjekt Berlin. Der FRAG werden Ziele bei 220 Km zugewiesen. Typische Ziele für den S 200 sind : AWACS , Aufklärer , Hoch und schnell fliegend, KW Träger.

Die Fla Raketenabteilungen mittlerer Reichweite "S 75 Wolchow"  sind verlegebar / stationär. Die aus der Reserve aufzubauenden 3 neuen Fla Raketenabteilungen waren technisch veraltet und hatten  nur moralischen Bedeutung ( S 75 Dwina ) . Diese  3 Fla-Raketenabteilungen  im Süden von Berlin wären nicht  in der Lage gewesen massive Luftschläge abzuwehren .

3 Fla-Raketenabteilungen   "S 125 Neva" waren  im Vorfeld und westlich Potsdam auf  Abwehr tief fliegender Luftangriffsmittel spezialisiert. Die Abdeckung der Abstände zu den S 75  Systemen war nicht vorgesehen. Vielmehr werden  S 125 Neva Systeme an optimierten Standorten  aufgebaut . Ein System "S125" bei Reichenwalde deckte die Einflugrichtung Nord-West Nach Berlin.

 

Bei der Einnahme von Berlin West im Krieg war der 41. FRB Berlin eine Rolle zur Deckung gegen Luftangriffe vorgesehen. Genaueres wird erforscht, wer hat Zugriff auf Dokumente

 

Taktisch-technische Betrachtungen

Die typische Vernichtungswahrscheinlichkeit bei Schiessen mit Fla Raketen beträgt unter einfachen taktischen Bedingungen 0,4  ( Marschflugkörper ) bis 0,8 auf taktische Flugzeuge. Manövrierende Ziele im Endanflug der Fla Rakete, oder jamming gegen die Raketenleitstation (elektronische Niederhaltung) lassen die Vernichtungswahrscheinlichkeit auf 0,4 - 0,1 sinken. Bei Verdopplung der Anzahl der Fla Raketensysteme ( oder gar Verdreifachung ) steigt  die Vernichtungswahrscheinlichkeit   leider   nicht um den Faktor 2  bis  3.

Trotzdem werden bei zu schützenden Hochwertobjekten eine größere Anzahl Fla Raketensysteme eingesetzt. die Begründung liegt in der zu erwartenden großen Anzahl von angreifender Flugzeugen gegen diese Objekte. Außerdem sind die Fla Mittel selbst Objekte , die angegriffen werden. 

Entgegen weitläufiger Meinungen decken sich Fla Raketensysteme nicht gegenseitig. So könnte man annehmen, Systeme geringer Reichweite würden im Nahbereich die "großen " Systeme gegen Luftangriffsmittel decken. Alle  Typen der Luftverteidigungssysteme haben Vor und Nachteile. So ist das System S 125 neva auf Anflüge in geringen Höhen    (Untergrenze 20 m bis ca. 10 Km im Anflug ) technisch optimiert. Solche Systeme werden im Layout an tieffluggefährdeten Einflugschneisen positioniert. Die Eigenschaft "geringe Reichweite"  und damit Deckung im Nahbereich für ein anderes LV Mittel ist nicht entscheidend.

Es handelt sich um einkanalige Systeme. Ein Ziel wird an der Startzone aufgefasst und bekämpft. Die fliegenden gelenkten Raketen treffen das sich annähernde Ziel im Idealfall an der äußeren Grenze der Vernichtungszone . Jetzt kann ein nachfolgendes Ziel bekämpft werden. Das Ziel wird in der Tiefe der Vernichtungszone getroffen. Ein weiteres     ( 3. ) Ziel wird bei einkanaligen Systemen nicht bekämpft , es kommt zum Überflug und Durchflug zum Schutzobjekt. Typischerweise werden solche Luftabwehrsysteme weit vor dem Schutzobjekt in der angenommenen Hauptanflugrichtung positioniert. Hinterher schießen wäre technisch möglich ( S 125 , S 75 , S 300 ) wird aber wegen Gefährdung des zu schützenden Objektes nicht angewendet.

Um anfliegende Luftziele mit hoher Anflugdichte ( zeitlich  und zahlenmäßig ) zu bekämpfen, werden Fla Raketensysteme in großer Anzahl ( 4 - 6 ) für den jeweiligen Anflugsektor positioniert. Über Zielverteilung über ein automatisches Führungssystem werden einzelne Ziele den jeweiligen Feuereinheiten zur Vernichtung zugewiesen. Hierbei wird nicht nach den technisch günstigsten Bedingungen ( an der fernen Grenze der Startzone ) , sondern nach der optimierten Zielverteilung das Feuer eröffnet. Nachschüsse sind bei dieser Methode des Feuerkampfes nicht möglich. Das automatische Führungssystem leitet auch Jagdfliegerkräfte an die Luftziele und führt die fliegende LV mit der bodengebundenen LV.

Bis ca. 1995 wurden Hochwertziele tief in Russland (Kernwaffeneinsatzmittel)  je Sektor mit 20 Fla Raketensystemen (!) und Tiefenstaffelung  durch gemischte Luftverteidigung und zusätzlich mit Jagdfliegerkräften gedeckt. Der Begriff Deckung nach Sektor war in den russischen LV Streitkräften gängig, in der DDR / NVA bis zum Jahr 1990 unbekannt. Wie heute bekannt geworden ist, sollte ab 1995 die Luftverteidigung der NVA / russische Streitkräfte nach Sektoren verteilt werden. Zusätzlich gab es die Tendenz ( ab ca. 1989 ) für die russischen Streitkräfte  die Luftverteidigung durch Heeres LV zu übernehmen und zu führen. Über die Rolle der deutschen stationären LV gibt es keine Aussagen.

 

Aus den Erfahrungen lokaler Kriege war anzunehmen :

Innerhalb 24 Stunden bei Kriegsbeginn war die NATO in der Lage 3-5  massive Luftschläge mit jeweils 500 Flugzeugen gegen Räume innerhalb der DDR und  Richtung Polen zu führen . Diese Luftschläge selbst wären in einzelnen  Schlägen  a`  aller 20 min in Geschwaderstärke möglich gewesen. Die Luftverteidigung des Warschauer Paktes hatte eine maximale Abnutzung des Luftgegners herbeizuführen.

Unabhängig von den Flugzeugen wären Marschflugkörper in Gruppen von bis zu 40 Marschflugkörpern gegen einzelne Hochwertziele der Truppen- und Luftverteidigung eingesetzt worden. Diese Mittel waren  im Frieden vorhanden und ständig einsatzbereit.

Die Luftverteidigung ging von eigenen Verlusten bis zu 30 % innerhalb der ersten 3 Tage Luftkrieg aus. Die Gefechtsausbildung ging von diesen Annahmen aus, die Ansprüche und Überprüfungen waren diesem Level geschuldet .

Probleme waren   bekannt :

Die deutsche Luftverteidigung wäre unter russ. Führung gestellt worden. Beim Vormarsch der Truppen wären die Luftverteidigungstruppen  des Heeres mitgegangen. Wer hätte das Hinterland gegen Luftangriffe verteidigt. Die LV Truppen der NVA waren quantitativ nicht in der Lage gewesen.

Eine wesentliche Frage , die im Frieden nicht geklärt war, war die Kriegsstruktur der russ. Streitkräfte . Planungen für die deutsche LV waren damit nutzlos, da im Krieg die deutschen ( NVA ) Truppen der LV (wahrscheinlich) unter die Führung der Russen gegangen wären .

 

Für die FRA 4133 bedeutete das :

Im Anflug von 8 -10 Marschflugkörpern werden 3 vernichtet . Bei Vorbeiflug ( 12 Km und mehr ) ist Zielbekämpfung nicht möglich .

Die zusätzliche Stationierung von Luftabwehrmitteln vom Typ "S 125 Neva"  konnte niemals eine vollständige Vernichtung eines Luftgegners gewährleisten. Die Stationierungen in den 80er Jahren dienten der weiteren  "Verdichtung "  bereits vorhandener Vernichtungszonen . Die russ. Truppen in Deutschland hatten innerhalb der Berliner Gruppierung       ( 20. Gardearmee ) Luftabwehrmittel vom Typ S 300W Gladiator . ( SA12 )  , sowie SA11 und  SA 15 . (  BUK    und TOR ) . Die russ. Streitkräfte hatten in Deutschland ca. 200 ( ! ) Fla Raketensysteme im Bestand . Innerhalb der 41. FRB Berlin gab es auf deutscher Seite 9 Systeme .

Die Luftverteidigungszone der Berliner Gruppierung als Ganzes ( russ. und deutsch ) war eine der massivsten in Europa.

 

                                          Vernichtungszone Fla Raketen

 

S 125 NEVA // SA 3 .   Vernichtungszone ca. 25 Km nach vorn , ca. 12 nach den Seiten . Untere Grenze der Vernichtungszone 25 m Höhe  für den Nahbereich   und bis  50 - 500  Höhe  im Entfernungsbereich  bis ca. 17 Km Entfernung

Das System war  einkanalig , dh . es kann jeweils nur ein Ziel mit 2 Raketen gleichzeitig bekämpft werden. Killwahrscheinlichkeit : 0,2 - 0,9  ,  je nach Schiessbedingungen

S 75 WOLCHOW // SA 2 .   VZ bis ca. . 55 Km , untere Grenze bei 300 m in der Höhe ,  obere Grenze bei 20 Km , seitliche Grenzen der Vernichtungszonen ca. 30  Km .
Einkanalig , dh . es kann jeweils nur ein Ziel mit 3 Raketen gleichzeitig bekämpft werden. Killwahrscheinlichkeit : 0,2 - 0,6  je nach Schiessbedingungen

S 200 WEGA // SA 5  . VZ  bis 240 Km , nach oben ca. 35 Km , untere Grenze bei 1000 m .
Einkanalig , dh . es kann jeweils nur ein Ziel mit 1 Rakete gleichzeitig bekämpft werden. Killwahrscheinlichkeit : 0,4 - 0,8 je nach Schiessbedingungen. Unter speziellen Schiessbedingungen 2 Ziele gleichzeitig mit 2 oder mehreren Flugkörpern .
 

                 


                                                             

           S -125 Neva             Rüstzustand: S- 125 M1A Neva     

                                                Exportversion:   Ser.#   40301 , Baujahr 1985. Im Jahr 1991 ca. 3000 Betriebsstunden  alt.

 

                       

Der Fla Raketenkomplex S 125 NEVA war im Jahr des Kaufes (1985) das modernste Fla System der NVA.  Die taktische Bedienung war schwierig und setzte Kenntnis der Taktik, der Schiesslehre und Theorie der Fla Raketentechnik voraus. Heutige Bediener an automatisierten Systemen habe es einfacher. Was wir im Jahr1986 nicht wussten: bereits seit 15 Jahren gab es bei den russischen Streitkräften etwas , was wir heute als PATRIOT  bezeichnen. Ein modernes Waffensystem.  4 Jahre später wurde ein noch moderneres russ. System in Deutschland aufgestellt: mindestens 8 Systeme S 300W Gladiator. Ein einzelnes System ersetzte eine gesamte Fla Raketenbrigade mit 10 altmodischen Systemen.

Die Fla Raketenabteilung 4133 wurde innerhalb von 12 Monaten gebaut und kostete den Staatshaushalt 1 Million Mark. Das Waffensystem kostete ebenfalls eine Million Mark der DDR. Was hätte man mit dem Geld alles machen können... Im Jahr 1985 beschloss die NATO , USA und Bundesrepublik Deutschland in der Bundesrepublik nukleare Marschflugkörper aufzustellen. Diese Flugkörper flogen mit 800 Km/h bis zu 2000 Km weit.

Zum damaligen Zeitpunkt gab es nur eine technische Möglichkeit darauf zu reagieren :   der legendäre Fla Raketenkomplex "S 125"  ( NATO SA 3 ) kann  Marschflugkörper abwehren. Dieses Luftabwehrsystem konnte Ziele 20 m über Grund bekämpfen und vernichten.

Im Mai 1984 wurde an der Offiziersschule LSK/LV ein neuer Ausbildungszweig und Zug aufgestellt. Aus dem NEVA Zug sollten die künftigen Bediener , Techniker und Vorgesetzten für das Luftabwehrsystem S125 / SA 4 hervorgehen.   Siehe auch  : 63. Kompanie

Gleichzeitig mit den 2 Objekten in Zachow ( Kaserne und Stellung ) wurden in Fehrbelin und Schönermark die gleichen Objekte ( auf den cm identisch ) fertig gestellt.  Das Objekt Reichenwalde lag nah an einer S 75 Fla Raketenstellung. Deswegen wurde nur ein Stellungsobjekt  gebaut.

Zum Schutz der Hauptstadt Berlin wurden im Vorfeld in den tieffluggefährdeten Anflugrichtungen 3 Systeme S 125 aufgebaut. Im Jahr 1986 wurden in den Standorten Zachow, Fehrbelin und Schönermark das Fla System S 125 in Betrieb genommen. Die ersten beiden Jahre waren geprägt durch tägliche Ausbildung und Training. Ab 1987 waren die Systeme gefechtsbereit. Der Personalbestand war in den ersten 5 Jahren 3 mal auf dem Raketenschiessplatz in Russland. Link zum Schiessen der 4133 in Russland  Taktisches Schiessen  .

Ab Juni , Juli,  August 1990 wollte niemand mehr  die NVA haben. Die meisten Vorgesetzten haben es hingenommen. Wir kamen aus dem Volk, wir waren das Volk. Wir haben einen wichtigen Job erfüllt.  Es gab keinen Krieg in Mitteleuropa. Die FRA  4133 hat etwas dazu getan.

Im Herbst 1990 war es eine Dienststelle der Bundeswehr.
 

 

Welche Systeme gab es in der 41. Fla Raketenbrigade

  S 75 Wolchow    S 125 NEVA     S 200 WEGA  

  Die Spezialseite         NEVA S 125  

  Grundbegriffe der Taktik der FRT   :    was ist

 Raketenleitstation , Kabine UW

  AFS    Planzeichner 

  Luftlagedarstellung mit Luftlagekarte 

  AZM Aufklärungs- und Zielzuweisungsmittel

  Leitoffizier , Schiessender

 

   Spezial :  Taktisches Schiessen   ,   9. Juli 1987  in Russland

 


                     

                                              Stellung auf dem Berg             

                                         

                                 Mittelpunkt  |           Weg zur Stellung  |       Stellung      

Mittelpunkt .   Wohnstätte für 10 lange Tage im Diensthabenden System. Einige Kameraden kamen über Wochen nicht raus ...

Bei Alarmierung war auf diesem engen Gang die SB  Startbatterie unterwegs. Halb angezogen , Waffe und Maskentasche .

 

                                         

                          Blick auf den Zachower Berg  |                Tor zur Stellung   |   P15 Deckung      |  Stabs und Unterkunftsgebäude  

                                  kumpels_3.jpg (299186 Byte)         

                                 Antennendeckung auf dem Mittelpunkt . Antennen UNW  , FRA 4333                                  

                                   Ashuluk ,   link zu   takt. Schiessen    S 125 NEVA am 9. Juli 1987

                                  Bilder : mit freundlicher Genehmigung       Heinz Hesse 4333/Fük       für Peters.

          


                    

                                Auftrag der Fla Raketenabteilung

 

                                 

                                                         Stabsgebäude , 1. Stock

 

                                          

                                    Stabsgebäude              OvD                   links OvD       Verbindung zum Diensthabenden der Brigade

                                          

                                 Treppe hoch zu den Stuben Uffze und Wehrpflichtigen           Tor zur Freiheit

                                 Bilder : mit freundlicher Genehmigung      Heinz Hesse 4333/Fük       für Peters. 

        


 

                                                

                        taktische Führung |   RADAR und Luftlage   |    Automatisiertes Führungssystem |  Einbindung der 41.

  

Den Fla Raketenbrigaden der Luftverteidigung   waren Funktechnische Bataillone zugeordnet . Diese stellten mit RADAR Systemen die Luftlage dar . Die Diese Luftlage wurde automatisiert ausgewertet und in die Brigade gesendet . Innerhalb der Brigade wurde mit eigenen Luftraumaufklärungsmitteln        ( RADAR P18, PRW 17 und Oberona P14 )   die Luftlage zusätzlich dargestellt.

Die Fla Raketenabteilungen stellten ebenfalls mit ihren Mittel Luftraumaufklärung durch . Die S 125 Abteilungen hatten RADAR Systeme P 12 und P 15 im Bestand, die S 75 Abteilungen hatten P 18 und PRW 11, 17 im Bestand. Unabhängig davon stellten die Funktechnischen Truppen der Luftstreitkräfte / Luftverteidigung Luftlage zentral dar .   Die Funktechnischen Truppen stellten die Luftlage dar. Diese Einheiten  führten taktisch  keine Jagdflugzeuge oder Fla Raketenbrigaden im Einsatz bzw. Friedensbetrieb.                                               

                          

           

                Mit freundlicher Genehmigung Chr. Wolff                                             P12  RADAR mit   Fahrzeug und Kabine

                    

Die beiden  Radarstationen P12 und P15   hatten abgesetzte Sichtgeräte   (Tochtersichtgeräte ) innerhalb  der Kabine der Raketenleitstation .

Das Sichtgerät  bildete den Arbeitsplatz des „Schießenden”, also des Abteilungskommandeurs oder ein seiner laut Befehl Nr. 90 zugelassenen Stellvertreter.

 

Planzeichner

Die Planzeichner der Fla - Raketenabteilung rekrutierten sich aus wehrpflichtigen Soldaten.
Der Gruppenführer war ein Unteroffizier mit einer verpflichteten Dienstzeit von drei Jahren, von denen er ein halbes Jahr zur fachlichen Ausbildung an der Unteroffiziersschule verbrachte.

   

Die Planzeichner der FLA- Raketenabteilung rekrutierten sich aus wehrpflichtigen Soldaten.
Der Gruppenführer war ein Unteroffizier mit einer verpflichteten Dienstzeit von drei Jahren, von denen er ein halbes Jahr zur fachlichen Ausbildung an der Unteroffiziersschule verbrachte.

In den allerersten Anfängen wurde noch ein Planschet auf einem Tisch genutzt, auf dem der Planzeichner sich zwischen dem Stabschef und dem Operativen Offizier durchdrängelnd mit Fettstiften auf einer Plexiglasplatte, die auf einer normalen Generalsstabskarte lag, den gemeldeten Standort von Flugzeugen zeichnete. Nach dieser Zeit wurde oft noch obwohl unkorrekt der Name „Planschet” für die Luftlagekarte genutzt.

Die Luftlagekarte war eine senkrecht montierte durchsichtige Piacryl- Karte, auf die ein Koordinatennetz, das Flugmeldenetz 64, Staatsgrenzen, Vernichtungs- und Startzone aufgetragen war. Sie besaß einen Rahmen mit eingebauten Leuchtstoffröhren, dass die aufgetragenen Informationen aufleuchteten.
Der Planzeichner stand vor einem dunklen Hintergrund hinter dieser Karte und musste die über einen Kopfhörer gemeldeten Standorte der Ziele mit einem weißen oder gelben Fettstift in Spiegelschrift auftragen. Gute Planzeichner schafften dabei ein Tempo von bis zu 12 Zielen pro Minute. Vor dieser
Karte saßen der Stabschef oder einer der Gefechtsstandsoffiziere, lasen die Zielstandorte in Polarkoordinaten ab und riefen sie dem Schießenden zu.
         

 

 

  Ziel 2511    Index 31  16 :00 Uhr  Höhe 18 Hektometer  (1,8 Km )

Ablesen der Luftlage vom Bildschirm , Darstellung am Luftlagekarte und Einlesen der Luftlage in das Netz der Luftlage der 41. Fla Raketenbrigade.

 

                                                               Luftlagekarte

 

Die über Kopfhörer übermittelten Informationen hatten einen bestimmten Rhythmus von einstelligen und
zweistelligen Ziffernfolgen (Beispielansage: „Vier null zwo, siebenundvierzig sieben drei neun acht, null fünfzig, einundzwanzig, vierzig”), so dass durch den Planzeichner jeder Zahl die Bedeutung zugeordnet  werden konnte. Das Muster der Standortcodierung (47 7 3 9 8) kennzeichnete einen Standort im  Flugmeldenetz, zwei dreistellige Zahlen würden einen Standort in Polarkoordinaten definieren.

Der übermittelte Standort wurde durch einen Punkt gekennzeichnet und mit einem kurzen Strich die Zuordnung zu den vorherigen Werten markiert. Die Höhenangabe (050) wurde unter dem Strich des Zieles, darüber die Uhrzeit (12:36) der Zielanmeldung gezeichnet. Der Index im Beispiel 21 (Einzelziel mit Kennung) und 92 (zwei Ziele ohne Kennung) stand über der Zielnummer (402). Der Wertevorrat der Zielnummern in der
Abteilung lag bei 01...99, die Vier davor kennzeichnete die vierte Abteilung.
Die Kodierung der Luftlagekarte (die grünen Zahlen im Bild) wurden in regelmäßigen Abständen geändert.

01 - Störträger
21 - Eigener
31 - Kontrollziel
41 - Ballon
51 - Luftraumverletzer
61 - Verletzt  die Flugordnung
71 - Übungsziel
81 - Luftgegner
91 - Ziel ohne Kennung

        

               Führungskompanie  

            

                       Rechnerkabine  5F24  ( NEVA 5F20 )

 

                

AFS Pult am Platz beim  Schiessenden der FRA      ( wir nannten es das        " RADIO "   )  im Charme der 70er Jahre .

Das Pult befand sich auf einem Tisch in der Nähe des Schiessenden. Es wurden mit Schaltern und Knöpfen eingestellt ( und damit rück gemeldet ):

"Anzahl von Fla Raketen auf Rampe" , "Feuer eröffnet auf Ziel" ," autm. Zielzuweisung empfangen " . Die gleichen Meldungen erfolgten bei Arbeit ohne AFS über den Richtungsoffizier mündlich via Telefon. Diese Meldungen wurden im Gefechtstand der Brigade wieder visualisiert und am  Planschet angezeichnet .

Es wurden an dem Pult Zielzuweisungen angezeigt, sowie Zielangaben . Die Anzeige erfolgte mit Leuchtröhren ( Zahlen wurden als leuchtende Draht in der Röhre angezeigt. ) Zusätzlich erfolgte über das Pult der taktische Sprechverkehr der  Brigade ( Schiessender ) mit dem Schiessenden der Fla Raketenabteilung.           

   

 

Die Gefechtsarbeit und DHS wurden automatisiert , halbautomatisch oder vollautomatische Zielzuweisung durch die Rechenmaschine via Sprache , Sektor, Höhenband oder Zeitfenster durchgeführt. Lokale  und selbständige Abarbeitung der Luftlage mit Zielvernichtung war möglich.

Die 41. FRBr waren mit dem AFS Senesch 1MÄ  ausgerüstet und in den Führungsräumen waren Jägerleiststellen untergebracht, die ihre Aufgaben ebenfalls automatisiert erfüllen konnten. In der FRBr wurden nur auf besonderen Befehl die Jägerleiststelle eingerichtet.

"Senesch" kann 17 FRA gleichzeitig führen:  S75, S125,   S 200  und    S300   mit insgesamt    24 Zielen  gleichzeitig. 50 Ziele können gleichzeitig in einem LV Verbund mit den Fla- Raketentruppen  für MIG 21,  MIG 23    und MIG 25 Abfangjäger führen .

In der Brigade war das AFS in 3 Kabinen untergebracht. Die Fernmelde- und Datenanbindung erfolgte über Richtfunk und Ringsystem zu den einzelnen Feuerabteilungen.

In der Brigade wurden die Daten der FuTT Truppen ( RADAR ) empfangen und am Arbeitsplatz des Schiessenden am Sichtgerät dargestellt. Diese Funktechnischen Bataillone waren der  Brigade fest zugeordnet . Typische RADAR Systeme waren Kabina 66 , PRW 17, P18 .

Die Vernichtungszonen der einzelnen FRA waren  ebenfalls auf dem Sichtgerät des Schiessenden dargestellt .

Das AFS empfing Daten der Fla Raketenabteilungen,  Anzahl von Fla Raketen und Abarbeitung der Zielzuweisung etc.

Einsatzbereitschaft  der einzelnen FRA , Handlungen der FRA etc. wurden maschinell an den Gefechtstand der Luftverteidigungsdivision durchgereicht. Die LV Div. konnte keine Zielzuweisungen über AFS nach unten geben. Dh., das AFS arbeitet lokal ( ! ) und war nicht mit Führungssystemen  der Division gekoppelt . Sehr wohl wurden auf dem Level der LV Division Luftlageinformationen empfangen und bearbeitet.

Die eigene Luftlage wurde mit eigenen RADAR Mitteln am Standort dargestellt und ausgewertet sowie im Gefechtstand der Brigade dargestellt und ausgewertet.

 

 

 

     

 

 

 

Automatisches Führungssystem für die Fla- Raketenabteilung

Bestand: Richtfunkkabine 5Ja63 , Mast mit 3 Spiegeln . Die Hohlleiter sind in Betongräben verlegt und abgedeckt.  .Verantwortlichkeit und ständiger Dienstbetrieb  durch die Führungskompanie in der B - Stellung.


                  
  wpeB.jpg (84682 Byte) 

28 Kanäle ,  Zeitmultiplex.  PPM   Puls Phasen Modulation, 24 Nutzkanäle .

 

Das automatische Führungssystem AFS ist ein Netzwerk von Radarsystemen im weiten Vorfeld der Luftverteidigung. Rechnergestützt erfolgt die Zielzuweisung an einzelne Feuerabteilungen. Das System dreht einzelne Antennen des Feuerleitradar auf den Seiten und Höhenwinkel und stellt die Entfernungsmarke auf die richtige Stelle am Sichtgerät. Nach Zuschalten des RADAR ist das Ziel in der Regel sofort ohne Zielsuche sichtbar  und kann bekämpft werden.

Die Koordinaten der Antenne UNW sind auf 10 cm genau einzunehmen. Nach jeder Verlegung muss die  eingemessene Markierung wieder eingenommen werden. Danach wird im teleoptischen Kanal das Kontrollziel   ( Kirchturm, etc. ) abgedeckt und an den Drehmeldern werden die Werte eingestellt. Erst jetzt ist die RLS Raketenleitstation wieder für die automatische Zielzuweisung vorbereitet.

Die Rechnerkabine in der Brigade kennt alle Koordinaten der Raketenleitstationen . Die Ziele werden durch die Funktechnischen Truppen erfasst , bearbeitet und digital an die Brigade gesendet. Unter Berücksichtigung der Koordinaten der Luftziele ( 3 D ) werden diese aus der Sicht der Fla-Raketenabteilung umgerechnet und Steuerkommandos an die Leitantennen gesendet. Die Steuerkommandos sind Kodeworte von wenigen Bit. Diese Informationen werden über Kabel             ( angemietete Standleitungen der deutschen Post )  oder Richtfunk ( 5Ja63 System der Fla- Raketenabteilung ) gesendet.

Das AFS arbeitet lokal. Das ist zum Verständnis wesentlich . Die für die Brigade / Division arbeitenden Bataillone  mit ihren RADAR Posten geben ihre Luftlage Informationen zur Brigade.    ( zur Division ) Während  die Division die Zieldaten mit anderen Gefechtständen austauscht ( es werden keine Zielzueisungen ausgetauscht  ) erstellt die Brigade lokal für ihre Fla Raketenabteilungen Zielzuweisungen .  Jede Brigade hat ihr eigenes AFS. Das AFS der Berliner Gruppierung (41. FRB) konnte  technisch  zusätzlich auch Jagdfliegerkräfte der LV zu den Zielen führen. In der Praxis erfolgte keine Zusammenarbeit der JFK und der FRT ( Autor. Jedenfalls nicht in den Jahren 1985 - 1990 )

Zum Algorithmus der Berechnung der Bedrohung ist nichts bekannt. Wesentlich    für das Verständnis der Arbeit des AFS ist folgender Sachverhalt :

Die Fla Raketenabteilungen der LV ( alle Ostblockstaaten) kennen den Begriff der lokalen und Orts- Verteidigung nicht.  (Objektschutz) Gehandelt wurde auf Ziele, die die technischen    ( ! ) Voraussetzungen zur Vernichtung erfüllten  ( fliegt in die Vernichtungszone ein ) Die Fla Raketenabteilungen wurden taktisch günstig vor die Schutzobjekte gestellt. Das AFS betrachtet beim Anflug von Zielen: Welche Fla Raketenabteilung liegt günstig zum Ziel und kann mit seinen Parametern ( Richtung , Kurs , Höhe , Anzahl von vorhandenen Fla Raketen , Typ der Fla Raketenabteilung etc ) das Ziel optimal vernichten. Die Bedrohungslage wird berechnet, welches Ziel muss als erstes (Kernwaffenträger, Hoch und schnell fliegend , jammer etc. Geschwindigkeit ...) die darunter liegenden Schutzobjekte werden nicht beachtet .

Die Startzonen der Systeme S125 NEVA, S 75 Wolchow und S 200 WEGA wurden am Arbeitsplatz der Brigade  angezeigt . Zusätzlich zu den Sichtgerätearbeitsplätzen wurde die Luftlage ( altmodisch ) am Planschet mit Fettstift angezeichnet.

Nach einem akustischen Signal in der RLS ( Raketenleitstation ) und dem Kommando durch den Schiessenden der RLS schaltet der Leitoffizier den Schalter " autm. Zuweisung " ) . Jetzt greift die Zuweisung parallel auf die Drehmelder ( an den Handrädern des Leitoffiziers) zu und dreht die Antenne .Nach Zuschalten von  "Hochspannung"  und "Antenne" ist das Ziel sichtbar. Nach Abschalten der Zuweisung wird das Ziel fein abgedeckt und an die 3 Funkorter übergeben .

           

                Bedienung des AFS beim Leitoffizier

Rechts der Schalter . Mit den beiden schwarzen Reglern lässt sich bei autm. Zuweisung das Ziel fein Abdecken. Kompensation des Fehlers . Hier Fla System S 125 Neva .

       Betriebsarten für die Raketenleitstation

         manuelle Zuweisung an die FRA  

Ohne Beachtung der Empfehlung durch das System weist der Schiessende einer FRA ein Ziel über AFS zu. Die Raketenleitstation dreht im Seiten und Höhenwinkel auf das Ziel . Nach Zuschalten der Hochspannung am Sender ist das Ziel auf dem Leitsichtgerät des Leitoffiziers zu sehen. Nach Feinabdeckung wird das Ziel an die 3 Funkorter übergeben.

Vorteil : keine Zielsuche notwendig , Ziel erscheint sofort auf den Bildschirmen. Hoch und schnell fliegende Ziele werden leichter als mit Suche von Hand aufgefasst .Sofortige Feuereröffnung möglich .

Keine Abstrahlung notwendig. Mit dieser Betriebsart kann das Ziel im teleoptischen Kanal gefunden werden .

Diese Art der Zuweisung war die typische von der Brigade zur Fla Raketenabteilung. Mangels Zielaufkommen war das AFS heuer eher unterlastet . Die optimale Zuweisung konnte bei einer Anzahl von bis zu  5 - 8 Zielen genauso optimal wie die Maschine durch den Schiessenden abgearbeitet werden . Die Funkorter der FUTT Truppen arbeiteten gründlich und genau. Gefordert wurde als mündliche Rückmeldung an die Brigade, wie genau die Zuweisungen an der RLS ankamen. Ob es "Anschisse" an die FUTT gab ist nicht bekannt.

        optimale  Empfehlung der Zielzuweisung durch die Rechenmaschine

Bei Massenanflug gegen eine Fla Gruppierung mit deren Schutzobjekten  erfolgte durch das AFS die Empfehlung der Maschine an den Schiessenden. Dieser wies nun den einzelnen Einheiten Ziele zu.

           automatische Zielzuweisung an die Fla Raketenabteilungen

Das AFS arbeitet die Luftlage beim Angriff gegen die Gruppierung vollautomatisch ab . Ziele werden den einzelnen FRA zugewiesen. Beim Massenanflug  wird hier das technische Maximum für Zielzuweisungen und Feuereröffnungen erreicht. Die einzelnen Eigenschaften unterschiedlicher Fla Raketenkomplexe werden beachtet und ausgenutzt .

             "Durchreichen"  einzelner Ziele an andere FRA

Zugewiesene und aufgefasste Ziele werden durch die Raketenleitstation begleitet. Die Angaben der Entfernung und Winkelangaben durch die Drehmelder der Antenne werden durch die FRA an den Rechner der Brigade gegeben . Das Ziel kann nun durch den Schiessenden der Brigade an eine andere Fla Raketenabteilung durchgereicht werden. Der Rechner berechnet die neuen Angaben der anderen Feuerabteilung und richtet deren Antenne auf das Ziel. Überraschende Feuereröffnung mit sehr kurzer Zeit für Abstrahlung und Zielsuche ist damit möglich. Das Ziel lässt sich auch mit dem teleoptischen Kanal finden.

 

                                     Der Schiessende

 

                                          Luftraum - RADAR   P15

                   Arbeitsplatz des Schiessenden mit Tochtersichtgerät von P15 / P12 RADAR  

 

Der „Schießende” fasste den Entschluss das Ziel zu vernichten, befahl die Leitmethode und die Anzahl der zu verschießenden Raketen. Er beurteilte die Luftlage und fasste den Entschluss zur Zielvernichtung .  ( schiesstaktischer Entscheider )

Mit der Ausbildung , Erfahrung , räumlichen und taktischen Vorstellungsvermögen steht und fällt die Feuerabteilung innerhalb der ersten Minuten des Luftabwehrschlages gegen die anfliegenden Luftgegner.  Der Schiessende und Kommandeur der Feuerabteilung führt den taktischen Feuerkampf . Alle schauen auf ihn. Ist er unsicher, sinkt der Glaube an den Erfolg im Feuergefecht bei schwierigen Luftlagen. Besonders und Schiessbedingungen der elektronischen Niederhaltung ( jamming ) , Einsatz von Anti- Funkmess Raketen ( HARM ) hängt von seinem Wissen und Erfahrung das Überleben der Feuereinheit ab. Die Beurteilung der taktischen Luftlage und Erkennen der taktischen Idee des Luftangriffes bestimmen den Erfolg beim Schiessen mit Fla Raketen. Der Schiessende musste beherrscht führen und  das Wesentliche erkennen . Eine 2. Chance gegen den Luftgegner  gab es nie. Oft musste in den entscheidenden Momenten laut und energisch geführt werden.

Die besten Schiessenden kamen immer aus der FUTK. Handelte es sich gar um einen altgedienten Leitoffizier - so war die Fla Raketenabteilung unschlagbar.

Typische Arbeit innerhalb der Raketenleitstation: 

Die mündliche Zielzuweisung der Brigade wird am Luftlage- Planschet gegen geprüft .Der Planzeichner klopft üblicherweise gegen die Plastikscheibe ( Stift ) bzw. der Ableser ruft dem Schiessenden die    präzisen Zieldaten   zu .  ( Winkel , Höhe , Entfernung ). Diese Luftlage ist zentral ( über Funk ) und zeitverzögert. Der Schiessende sucht nun am eigenen Sichtgerät  ( Tochtersichtgerät ) das Ziel aus . Da die Fla Raketenabteilung bis zu 50 km und mehr vom Sichtgerät des Schiessenden der Brigade entfernt ist ,- stimmen die Zielzuweisungen nur sehr grob. Die Zielzuweisungen werden natürlich aus der Sicht der Brigade gegeben.  Ggfs wird die Zuweisung wird mit dem Ziel aus der zentralen Luftlage mit der dortigen Zielnummer verknüpft .

Der Schiessende der Fla Raketenabteilung weist den Schisssenden der Brigade auf eigene Ziele innerhalb der örtlichen Luftlage hin .  Abstrahlung der RLS wird vom Schiessenden der Fla Raketenabteilung befohlen.

Zielzuweisung der Brigade haben immer Vorrang vor eigenen Zielauffassungen. Der Schiessende meldet die Feuereröffnung an die Brigade.  Der Leitoffizier empfängt sein  Ziel vom Schiessenden der FRA. Er hört aber sehr wohl den taktischen Sprechverkehr der Abteilung      und Brigade .     ( Lautsprecher innerhalb der Kabine UNK )

Bei automatisierter Arbeit läuft die Zielzuweisung beim Leitoffizier auf. Der Schiessende der FRA empfängt akustisch ( Klingel und Lampe an seinem AFS Pult ) die Zuweisung . Diese Zuweisung kann mündlich durch den Schiessenden der Brigade angekündigt werden. Bei einzelnen Zielen kann die Brigade das Ziel mündlich zuweisen ( Entfernung , Höhe , Seite ) und darauf hin über das  AFS zuweisen. Der Schiessende weis um welches Ziel es sich handelt und sucht es auf dem Tochtersichtgerät. Bei Nichtauffassen mit AFS kann er dem Leitoffizier die Zielangaben über die eigenen RADAR Mittel zuweisen.

Im ungünstigsten Fall wird der FRA über das AFS ein Ziel zugewiesen , ohne dass der Schiessende die Zieldaten erhält. Der Durchgriff erfolgt sofort auf den Schrank des Leitoffiziers. Der Leitoffizier schaltet auf "Zuweisung". Jetzt wird die Antenne der Raketenleitstation auf Seite und Höhe gedreht. ( max. 3-6 sec ) Nach Zuschalten der "Hochspannung" und "Antenne" ist das Ziel auf den Leitsichtgeräten zu sehen. Nach abschalten von "Zuweisung" wird das Ziel fein abgedeckt und an   die  2 Funkorter     ( Operator Seite  und  Höhe ) übergeben.

 

 

                                                Startbatterie , die  Batzen  

                                                          600W

 

                                                    

               Vierling  5P73 |    4 Rampen mit jeweils 4 Flugkörpern       |  Nachladefahrzeug  PR11

                    Bild : Ashuluk    Quelle :    istoschnik raketi fakela     1994, Nevski Bastion , russ. und  www.tetraeder.com                              

           

          Raketenlager 4133  ,  Oktober 2010.

 

       

                                             Arbeitsplatz BC

 

                                                  

                                    Trevoga                            

                                               

1  - 4  Rampe 1, 2 ,  3 , 4        5  Verbot : keine fertige Rakete auf Rampe oder   Rampe zeigt auf Antenne UNW  oder Rampe hat sich nicht fertig  ausgerichtet .Bedingung für  Synchronisation auf Antennen : Regime Zielbegleitung. Ziel wird in RS ; AS-  ASAP begleitet durch Funkorter . In diesem Regime liegt der Feinkanal an, dh. Rampe wird synchron zur Antenne unter Berücksichtigung der Parallaxe zur Antenne geführt. Nach Zielsuche nach Zielbegleitung dauert es  bis zu 2-3 sec. bis sich die Rampe auf die Antennenlage der Antenne gedreht hat . Bei Zielsuche durch den Leitoffizier bewegt sich die Rampe nicht mit der Veränderungen der ( oft ruckartigen und schnellen ) der Antenne UNW . Ab 6 ° Differenz im Seiten und Höhenwinkel dreht die Rampe nach . ( Grobkanal )    6  - 9   Rakete auf Rampe . Gezählt wird von ( in Schussrichtung ) links nach rechts : Balken 1,2,3,4,       10  Kanal I  bereit zum Vorschuss. 2 Flugkörper fertig zum Vorschuss            nach  Salvo oder Einzelfeuer.  11   Kanal II  bereit zum Vorschuss. 2 Flugkörper fertig zum Vorschuss            nach  Salvo oder Einzelfeuer.    1 2    Anzeige der Abschussbereiten   Flugkörper                   ( " Ressource  "  )  13   Regime 30 sec . für Anlaufen der Kreisel im Flugkörper. Erst danach ist der Flugkörper gestartet werden .

 

                          Hier fehlt noch der Beitrag der Batzen.

 

                                                                              FUTK

 

                                              

                                                                          http://www.defensys.ru/photogal.html

 

                                                                               Antennenposten UNW

                                                                                                                        

                                     Abbau UNW Antennenposten. Dauer : ca 1 Stunde. Ablage auf Hänger.  Bild : polnische Armee.

     

 

                                                                              Sichtgeräte

 

              

 

                                                                              Kabinen

 

               wpeB.jpg (84682 Byte)  

                  Kabine UNK        |            RKU                  Bild: Büttner www.flugschrift.net     für Peters -ada-

 

                                                                                                       Leitoffizier

 

              

 

                      

Der Leitoffizier sucht das Ziel  und startet  die Fla Raketen  ( schiesstechnischer Entscheider )

Die Funkorter hielten das „Fadenkreuz” auf ihren Ausschnittssichtgeräten immer auf das Zielzeichen gerichtet. Wenn die Raketen in ihren Ausschnitt erschienen, meldeten sie, ob das Ziel vernichtet wurde und begleiteten bei einem Treffer das größte Trümmerstück als Ziel für die nachfolgenden Raketen weiter.

                                                                                                                                                        örtliche Rose

                                               neva.h1.jpg (18804 Byte)    

                                                     Bild : http://www.defensys.ru/photogal.html

                                  Platz  Funkorter mit TV  Bildschirm . Platz des Leitoffizier und Batteriechef ( Startbatterie)

 

 

          

                                                                    Funkorter  

 

Aus Wörterbuch der EK Bewegung , Jargon 

 

Funkorter:

Funkorter: wie ein Frettchen abgerichteter Videojunkie, der versucht,
mit seinem Hebel (ähnlich einem Joystick) bzw. Rädchen, 
auf dem Bildschirm flackernde Signale einzufangen und sie 
allen Widrigkeiten zum Trotz in der Mitte seines Schirmes zu halten ...

 

Die beiden Funkorter waren die wichtigsten Leute: sie deckten das Visier auf das Flugziel ,  die Raketen waren auf dem Weg   ...

        In Memoriam :  Wilke , Posselt , Kriegel , Budde

 

                                     TV Bildschirm Funkorter F1

 

                           http://www.tetraedr.com/

                                     Arbeitsplatz F1 Funkorter ( hinter Leitoffizier )

 


 

                               Wo und wie waren die Menschen untergebracht ?

 

Im Stellungsobjekt auf dem Berg  befand sich die Kampftechnik, Kabinen und Rampen. Die Feuerabteilung war fernmeldetechnisch an den Diensthabenden und Schiessenden der Brigade angebunden. Auf dem Berg  spielte sich Gefechtsdienst , praktischer Dienst und Ausbildung ab. Essen und schlafen . Der Diensthabende der FRA saß am Pult mit den Telefonen und arbeitete die Meldungen und Abfragen der Brigade ab. Er führte die Alarmierung der Gefechtsstandbesatzung durch  ( Hupe ) .

link zu      DHS

 

                                

                                 Mittelpunkt  |    Weg zur Stellung  |       Stellung      

Mittelpunkt .   Wohnstätte für 10 lange Tage im Diensthabenden System. Einige Kameraden kamen über Wochen nicht raus ...

Bei Alarmierung war auf diesem engen Gang die SB  Startbatterie unterwegs. Halb angezogen, Waffe und Maskentasche.

In den Tisch eingebautes Gerät zum Sprechen mit dem Diensthabenden des Gefechtsstandes der Brigade. Hier liefen die Alarmsprüche , Leitungsüberprüfungen und Meldetrainings auf.  

                         

                   Unterbringung Kabine UNK , SIP , RKU , 5F20 und Antennenhänger


 

 

                              Die letzten Tage in der NVA ,  Herbst 1989  - Oktober 1990  bis zum Dezember  1991                      

Die mit dem Übergang zur "Perestroika" verbundenen Orientierungsschwierigkeiten und die Ereignisse im Herbst 1989 gingen unberührt am Leben in der Fla Abteilung 4133 vorbei. Wie beim Militär üblich, wurde Schwerpunkt auf Disziplin, Ordnung, Sauberkeit  und Ausbildung gelegt. Alle Soldaten versahen weiterhin ihren Dienst. Schwerpunkt war der hohe Ausbildungsstand. In der FRA 4133 kam es zu keinen  Arbeitsverweigerungen durch Offiziere, BU , Fw und wehrpflichtigen Soldaten .

Die Demonstrationen in Dresden und Leipzig im Fernsehen waren weit weg. Es bestand kein Grund zur Beunruhigung. Es gab Versammlungen  und Gespräche in der FRA. Diese wurden von der Obrigkeit gesteuert.  Alle verhielten sich ruhig, die "Macht" würde es aussitzen und danach wäre man" fällig ".

Als am 9.November 1989 die Grenze zu Westberlin auf  war, begann es den Berufssoldaten zu dämmern..., so wie bisher würde es bald nicht mehr sein. Nun gab es Versammlungen mit Diskussionen mit Unteroffizieren und Wehrpflichtigen. Die ersten traten auch der Jugendorganisation FDJ aus. Wehrpflichtige besuchten Berlin West, es lag nur 30 Km entfernt .

Die sonst so forsche politische Beeinflussung der Obrigkeit schwieg. Nichts. Keine Anweisungen, Schweigen über 3 Monate . Weder aus der Brigade, noch sonst wo her ...

Ab März 1990 begannen die Austritte aus der SED Partei. Die FDJ Organisation gab es nicht mehr. Es nun Erleichterungen im Dienst. Wehrpflichtige konnten täglich in en Ausgang, am Samstag war kein Dienst. Jahrlang war am Samstag Dienst bis 12 Uhr.

Im Spätsommer begann die Einkleidung auf Bundswehr .

Im Oktober kamen 3 Angehörige der Bundeswehr  in die FRA 4133.

Ein Spieß ( Hauptfeldwebel ) , ein Oberfeldwebel und ein Oberleutnant kamen in die 4133. Die FRA war nun für ein Jahr eine Dienststelle der Luftwaffe und Bundeswehr.

Von  November bis zum Dezember 1991 verließen viele Berufsunteroffiziere und Offiziere die 4133. Die Verbleibenden hielten den Dienstbetrieb aufrecht. Die Technik auf dem Berg wurde schon lange nicht mehr eingeschaltet. Außer Wache und Sport gab es nichts zu tun. Einige Vorgesetzte glaubten noch immer an 2 deutsche Armeen in einer deutschen Föderation. Die Auflösung der 41.FRB war  aber beschlossen. Die S 75 FRA wurden sofort aufgelöst, die S 125 NEVA  Abteilungen lebten noch 1 Jahr.

Im Herbst 1990 , nach einem Jahr Ungewissheit, wurde die  Auflösung der Abteilung befohlen. Die Fla Raketenabteilung wurde in 14 ( ! ) Tagen von allem militärischen befreit.

Das Waffensystem, einschließlich Flugkörper, wurde am 5. Dezember 1990 nach Ladeburg überführt. In der technischen Zone  der 41. FRB  Ladeburg  wurden die Flugkörper in den nächsten 2 Jahren demontiert und verpackt .

 

                                          Ende der    FRA 4133

 


 

Artikel zur FRA 4133

 

 

Peters-ada beschreibt einen ( engen ) Bereich der Luftverteidigung :     Fla Raketentruppen.

Im Dienstbetrieb in der Fla Raketenabteilung war nur für eines Platz im Kopf : die Technik muss laufen, alle ziehen am selben Strang. Der Luftgegner wird durch Präsenz abgehalten. Das Schwert Fla Rakete ist scharf , muss aber scharf gehalten werden. Täglicher Kampf mit sich selbst , mit der Technik ( und der Obrigkeit ) zehren an Nerven , Seele und Körper.  "Steinalte"  Techniker mit alten Gesichtern und grauen Haaren  , BU und Offze ( dabei gerade mal 35 - 40   Jahre ) , verschlissen bei den FUTT und FRT  machen 10 Tage Dienst am Stück im DHS.   Täglich   Index 81  mit Klopfen  mit dem Fettstift am Planschet ....

Dienst in der Luftverteidigung , Die RLS Raketenleitstation  wird innerhalb Minuten ( 4: 30 ) aus dem Stand heraus in Bereitschaft zum sofortigen Start von Fla Raketen überführt...

Für Propaganda ist kein Platz ,  der Job ist das Leben.

Wer nur einmal im DHS  das B1 erlebt hat vergisst es nie wieder. Möb - Möb , die Hupe geht. Die Startbatterie bricht los. Im Mittelpunkt über den Gang raus zur Rampe. Auch nur mit Unterhose, so wie man erwischt wird.

Der "EK" , wie der "Sprutz" ... alle rennen sie. An der Rampe wird Strom zugeschaltet, auf Befehl wird der Oscha in die Rakete gedrückt ( zum Glück war vor dieser Stelle bei Überprüfungen   Schluss ). Den Knochen auf BR ( Gefechtsarbeit ) gedreht . Nun brüllt der Rampenführer Unteroffizier die Herstellung der Gefechtsbereitschaft ins Telefon. Der BC in der Leitkabine  befielt   " in die Deckung ".     Ab im Galopp zurück  in den Bunker.

Die Rampe dreht und die Rakete zeigt irgendwohin in den Himmel .

In der Kabine der Raketenleitstation ist der Teufel losgelassen worden. Grünes flackerndes Licht der Sichtgeräte ist auf den Gesichtern. Die Funktionskontrolle der RLS wird abgebrochen und sofortige Zielsuche durchgeführt. Die automatische Zielzuweisung ( AFS System ) dreht die Antenne auf ein Ziel....

Kein Hass, aber Respekt vor einem technisch hoch entwickelten Luftgegner. Die Fla Raketentruppe kennt ihre Waffe , kennt die ihre Vergangenheit .  Ruhm , Verluste und Niederlagen .

Ab Juli 1965  bis in die 80er Jahre eröffneten  Raketensoldaten über 1000 mal das Feuer. Über Vietnam und im nahen Osten entstanden Legenden : Fla Raketen stanzten  Flugzeuge aus dem Himmel . Über Nord-Vietnam gingen  31  amerikanische Bomber B52  bei Terrorbombardierungen gegen Großstädte verlustig . 

Die Truppen der NVA Luftverteidigung waren zahlenmäßig gering. So ist diese Seite eigentlich eine spezielle Seite für einen engen Personenkreis. Uns liegt viel daran die Geschichtsschreibung nicht der Bildzeitung zu überlassen .  Geschichte wird von den jeweiligen Herrschern der Zeit   geschrieben . So hat die versuchte Demontage der NVA schon lange begonnen ...

Die Demontage  wird von den eigenen Leuten durchgeführt : dümmliche , besserwisserliche Kommentare                        mit  " Klassenstandpunkt "  , ätsch , und wir waren doch besser...  bis hin zur alten Obrigkeit , die  mit Uniform am 1. März in Berlin in der Öffentlichkeit zum " Veteranentreffen " antritt.

 

 

 

Oktober 2009

S 125 / S 75   Simulator.    Ich sitze am Block UK 62 ....

http://sites.google.com/site/samsimulator1972/home

Ja, es gibt noch einen NEVA.    NEVA lebt in Ungarn. Das System wird eingeschaltet und läuft noch...

 

Mai  2007

Kanada. Ich sitze am S125 NEVA und drehe am Handrad. Die kanadischen Streitkräfte

haben mich eingeladen...

Der Prophet gilt nichts im eigenen Lande.

 

    

 

        4133 heute 

Die Truppenunterkunft dient heute einer kleinen Firma als Produktionsräume. Die Stellung mit Bunkern etc. wurde  von einer Baufirma genutzt und ist heute ein Lagerplatz  .

Die Systeme S 75 wurden sofort abgerüstet. Die Luftabwehrsysteme S 125 wurden verschenkt. S 200 wurde nach den USA verschenkt.

Ein System NEVA steht jedoch heute in den USA, Nähe El Paso und wird für die Ausbildung des fliegenden Personals genutzt. Ein weiteres wird in England zur Ausbildung betrieben. Das System S 200 aus Badingen wurden vollständig nach den USA überführt. 10 Flugkörper wurden aus dem Lager Wolfsruh an die US Streitkräfte vor Ort übergeben . Ein NEVA wurde von einer Dienststelle der Bw in Greding ( WTD 81 ) untersucht.

 

               Autor :   Peter Skarus 03 /2011.

              Angehöriger der 4133  von August 1985 bis 31.12. 1991

                   Abrüstung der   Flugkörper :    Fa. in Pinow : http://www.nammo-buck.com/ 

 

Schreiben Sie Ihre Eindrücke. Wie nahmen Sie das Jahr 1989 in der FRA 4133 war.

Wie verhielten sich Vorgesetzte , was empfand der Wehrpflichtige.

Artikel werden , sofern ein Angehöriger der 4133 schreibt , unzensiert - abgedruckt .

 

 

 

                      

                              Zimmer der Obertechniker FUTK  : Sven , Peter und Mike   . Auch Heino ( verst)   und Ede

                                                         Blick nach Tremmen

 


 

 

Fragen

Die Fla Raketenabteilung 4133 stand genau in einem   Korridor der ständigen Verbindungswege nach Berlin West.

Die Stellung befand sich auf dem Zachower Berg . Der Deckungswinkel  der RADAR Auffassung für das Feuerleitradar betrug 0° und teilweise bis zu - 2°. Der Bereich nach Norden und West war mit Baumbewuchs ungünstig zur Zielbekämpfung ( 2-4 ° im Höhenwinkel ) Die RBS P12 und P15 " sahen  " in " m" und "dm" Bereich  der Wellenlängen  durch den Wald hindurch .

Es bestand kein taktischer Zusammenhang zwischen dem Zachower Berg und den 3 Korridoren nach Berlin .

                                                        

             Zivile Verkehrsmaschinen flogen 1500 m tief über die Fla Raketenabteilung. Der Flughafen Tegel war nur noch 32  Km entfernt .

           

Aufgabe der Fla Raketenabteilung 4133 war :

Die Luftlage zu bestimmen und diese Luftlage in das Luftlagenetz einzulesen.

Ausgewertet wurde die Luftlage  Richtung Bundesrepublik , nach Südwesten und Nordwesten.

Aus der Sicht der 4133wurde die Luftlage   bis zur Grenze nach Frankreich gezeichnet .

 

Aufgabe  im Kriegsfall :

Abwehr von feindlichen Luftzielen , die die FRA anfliegen und sich in der  Vernichtungszone befinden.

Der Luftverkehr in den 3 ständigen Luftverkehrskorridoren von und nach Berlin West wurde in Berlin Tegel von den 4 Siegermächten geregelt. Das waren : USA, Russland , Frankreich und England.  Diese waren für die Sicherheit und Freigabe zuständig. Zusätzlich zu den 4 Korridoren nach Berlin gab es die 30 Km Kontrollzone um Tegel herum. Deutsche hatten kein Recht diesen Luftraum zu kontrollieren und hier Waffeneinsatz anzudrohen. Die 30 Km Zone wurde regelmäßig von den 3 Alliierten  ( Frankreich, USA , GB ) für Kontrollflüge genutzt. Dabei wurden auch  Fla Raketenabteilungen überflogen  . Diese Flüge wurden an den Diensthabenden der Brigade gemeldet bzw.. durch diesen befohlen .

Der DDR und ihren Streitkräften stand es nicht zu diesen Luftraum zu kontrollieren.

Zivile Flugzeuge ( bzw. militärische Flugzeuge in den Korridoren ) wurden nicht gelesen , geführt    oder in die live Luftlage eingelesen . Ebenso wurde der zivile Luftverkehr nicht ausgewertet und auf der Luftlagekarte nicht dargestellt . Sehr wohl war auf den 2 Rundumradar Systemen P12 und P15 der zivile Flugverkehr zu sehen. Zivile Flugzeuge wurden im täglichen Training zur Zielsuche , Zielauffassung und Zielbegleitung durch die Raketenleitstation genutzt. Die Zielzeichen unterschieden sich deutlich von denen  der milit. Ziele. : große und kaum fluktuierende Ziele auf den Leitsichtgeräten der Funkorter .

Wegen der direkten Überflüge über die Stellung hatten diese Übungsziele anspruchsvolle Winkelgeschwindigkeiten im Vorbei und Überflug. Das Genauigkeit der Zielbegleitung der beiden Funkorter konnte im teleoptischen Kanal beurteilt werden. Oft wurden zivile Verkehrsmaschinen bis zum Aufsetzen in Tegel ( ! ) durch die RLS getrackt . Abfliegende Verkehrsmaschinen konnten im teleoptischen Kanal bis zu 75 Km begeleitet werden.

Im Frieden und im Übungsbetrieb gab es Regeln zum Betrieb der Raketenleitstation.    " BR - Gefechtsarbeit " durfte im Frieden  nicht geschaltet werden. Das Zuschalten der Spannung auf die Rampen bei aufgeladenen Flugkörpern wurde bei Überprüfungen durch vorgesetzte Dienststellen und bei Einnahme eine Bereitschaftsstufe ( B1 ) im diensthabenden System befohlen. Überführung der Flugkörper in Starbereitschaft ( Kreisel ) war im Frieden nicht erlaubt.  Beim Übungsbetrieb waren die Startrampen entladen .

Das automatische Führungssystem  der Brigade und den FRA wurde mangels  milit. Ziele mit Verkehrsmaschinen überprüft . Im Krieg hätte es die 3 Verbindungswege nach Berlin West nicht gegeben und es wären keine zivilen Verkehrsmaschinen geflogen .

 

 

 

Typischer Ablauf eines Ausbildungstages

Wecken : 6 Uhr durch den UvD

6:05 Frühsport

Revierreinigen ,  Frühstück

Gegen 7:30  :     Marsch der Batzen , FuTK und FÜK in das Stellungsobjekt .

Gegen 8 Uhr :    Einschalten Radar , Startrampen etc.

Die Raketenleitstation  wurde bereits 6:30 eingeschaltet. 

Nach Durchführung der Funktionskontrolle der Raketenleitstation begann 7 Uhr  die Funktionskontrolle der Fla Raketenbrigade mit dem autom. Führungssystem

Ab 9 Uhr konnte das Training der Funkorter oder der Gefechtstandbesatzung  beginnen.

Die Besatzung trainierte einmal wöchentlich.

Die Einzeltrainings der Funkorter und Leitoffiziere fand mindestens 2 mal wöchentlich statt.

Die technische Wochenkontrolle nahm 4 Stunden in Anspruch  , Monatskontrollen 3 ganze Arbeitstage.

Bei Zuweisung der Trainingskabine AKKORD aller 12 Wochen war für 2 Wochen am Stück täglich Training von früh 8 Uhr bis 17 Uhr angesetzt.

Einmal im Monat fand Nachtausbildung statt. die Gefechtstandbesatzung bemerkte in der Kabine nichts von der Nacht. Nur die Müdigkeit quälte.

Aber der Abschuss, die Batzen an den Rampen und die Bodenrundum- Verteidigung hatte mit der Dunkelheit zu kämpfen .

2 Uhr Nachts war auch diese Ausbildung beendet.

14 Uhr : Mittagessen    . In der Stellung . Der Spieß teilt im Unterkunftsraum aus.

Ab 17 Uhr : Dienstausgabe

Dienstschluss.

17:30 Abendessen

Revierreinigen ab 21 Uhr

22  Uhr  Nachtruhe .

 

 

Zusätzlich mussten alle Wachdienste abgeleistet werden : Kaserne mit Kfz Bereich und Tor . Stellung mit B Objekt und Tor .

Es gab Wehrpflichtige , die  nach 24 Stunden Wachdienst am nächsten Tag  im  Ausbildungsdienst waren,  um 17 Uhr erneut auf Wache zu ziehen. Das war ein grundsätzliches Problem in der Fla Raketenabteilung : die Soldaten  machten Küchendienst , Wachdienst und Kfz Parktag. Die Ausbildung und Trainings mussten auch getan werden. Die 4133 stellte keine Arbeitskräfte für die Wirtschaft  .

 

 

Dienst für Berufssoldaten:

 

Beginn  :  7 Uhr am Morgen ,   Ende 17 Uhr .

Mittagessen    ab 14 Uhr.

Samstags : Dienst von 7 Uhr bis 12 Uhr.

 

OvD :     24 Stundendienste : 4-5 im Monat  :   17 Uhr bis 17 Uhr .

DHS :    Über Tage  in B3 . ( 15 min )  Abmeldung beim KC, ein anderer musste für diese Zeit einspringen.

Alarmierungen : 1 x monatlich , vornehmlich 04 Uhr in der früh.

Feldlager 2 mal jährlich a 2 Wochen.

 


              

                                                             Fla Raketenkomplex    S 125 // SA 3       

        

 

 

                  

                                Antennen UNW ,      ( Bild     FRA 4333 ,Ostsee )       Bildmontage

 


 

Personal -Bestand,    1985 -1991


 Führung

Kdr:                 -     

                                          
Stabschef:     Hptm.  Reinhold , Ralf   ab 1985 - ??
                        Oltn.     Neuhold
                        Hptm.  Gasser , Roland      bis 1990


Stellvertreter für politische Arbeit : Andre Rissman , Major            
RD Andreas Pietsch ,Major                                                    
     

Spieß ,   Hauptfeldwebel Schwarz 
Karsten Stobbe ,  Fw,   Waffenkammer  und Spieß     , einer der " Guten  "      


Funktechnische Komp. 


KC " Heino "    Joachim Heinrich , Major       Januar 2005  verstorben.

Heino war ein guter Mensch , Kamerad und Menschenführer.


Antennenzug       " Ede" Finger , Olt
                              Fw Wöllert    RKU   ( Stromerzeugungskabine )

                               UFw. Ackermann /   Antenne UNW

 

LO  ( Leitoffizier ) Peter Skarus ,Olt         Autor   ,    im 2. Studium zum Dipl./ Master  Informatiker . 

                                           
Systemtechniker 

Sven Amboss ,  Olt  : Raketensender SKS und SBZ Störschutz      

Mike Schulze ,  Ltn :    System K 

Erdmann ,         Ltn     System SKE         *                         

Wissing ,           Ltn      Leitoffizier           **                            

Jörg Fritsch       Uffz       System K  und Richtungsoffizier   Dr. und Mediziner

                                      Bilder aus Zachow

                                       Entlassung der EK und Uffze     Foto Dr .Fritsch

         Uffz   Frank Priemer                  SKS
         UFw  Carsten Stoof
 

Funkorter in der Leitkabine UNK 

UFw)   Daniel  Posselt 
UFw)   Wolfgang  Wilke
Uffz     Jörg  Kriegel

G        Budde

  Startbatterie 

BC          Gunnar  Hübner ,Olt
Zugführer Andres Both, Olt.
Hptm.      Giebler
 


  Nachrichten Kp. 

KC                  Lutz Hildebrandt, Major 

Stationsleiter P12,P15 Jörg Slotta, Olt.

                      Hauptmann Ralf Rall ( ab ca. 1988 )

Nachrichtenzug    Martin Röth ,Hptm und AFS System               http://edvmr.de/                                                                                                

Uffz. Erdmann

Uffz .   Finke

Fw.    Rüdiger  Schreiber      5F20

Gefr.   Reinike         5F20  Kabine                                               



RD

Mj. Seiler 
Evi Finger  Ofw
"Öli" Mike Zeise

KFZ Meister Jörg Nadolny

Küche :       OFw  Luther

MedPunkt : Fähnrich Sonntag

 

Hptm. Erdmann , schied nach 12 j Dienstzeit als Hauptmann der Bundeswehr aus. 

**  Entlassung auf eigenen  Wunsch , 1986

 


 

Heute

Im Oktober  2010  erreichte Peters ADA eine Leserzuschrift aus Zachow. Die jetzigen Eigentümer fragen interessiert :

Was war das mal ? Wer arbeitete hier, welche System war hier stationiert ?

Peters ADA  wurde eingeladen .

 

 

 

          Wie Peter  doch noch auf die MAK Militärakademie in Dresden kam

 

Im Jahre 2009 war es soweit. Ich fuhr nach Dresden . Im Kompetenz - Zentrum IT ( KIT ) erhielt ich eine Weiterbildung auf Computer und Netzwerktechnik .

Der alte Wehrmachtsbau und frühere Stab des Luftkreiskommando III  ( Luftgau 3 , Wehrmacht ) mit Sitz in Dresden wurde in der DDR und für die NVA als höhere Weiterbildungseinrichtung ( Akademie ) für Offiziere genutzt .

Ich laufe über die dunklen Gänge und studiere Türschilder . Heute schaffen  hier Beamte . Einige Teile der Gebäude gehören zu verschiedenen Ämtern oder werden zur Ausbildung von Soldaten auf Computer Grundlagen genutzt . Im Wohnheim erinnert nichts mehr an die NVA . Allerdings wird mit Bettwäsche und Handtüchern auch ein braunes Handtuch  ausgegeben. Ich kann mir ein Schmunzeln nicht verkneifen.  Diese Farben kenne ich doch : braun , orange  und siehe da , es steht drauf :  NVA .

Die Kasernenmauer ist in großen Teilen weg . Wenn man mit den Augen sucht findet man  Kfz Park , Unterkünfte und Küche. Der Speiseraum ist renoviert und hier kann man gut essen. Salzstreuer und Besteck tragen noch die Zeichen : EVP , NVA ...

                                       

                         Hörsäle                           Küche                          Stab

Im Stab findet man noch in Räumen die Holzvertäfelung. Im Wohnheim gibt es kleine Einzelstuben. Unten im Erdgeschoss ein freundliches Wandbild aus Ton und Keramik. Man fühlt sich irgendwie an ein NVA oder FDGB Ferienheim erinnert. Das war es auch schon mit dem Militär. Alles ist zivil. Eine öffentliche Strasse geht mittendurch. Das KDL Wachgebäude steht verloren da.

Peters  2009

 

 

 


 

       Die     FRA 4133 in der Märkischen Allgemeinen  15. 3. 2011

Ritter, Reiter und Raketen - Aus der Militärgeschichte / Zachow und Gutenpaaren wurden vor 840 J

www.maerkischeallgemeine.de

Märkische Allgemeine - Lokales - Havelland - Lokalnachrichten: ZACHOW -

 

 

ARTIKEL VOM 08.04. EHEMALIGE NVA-RAKETENSTELLUNG IN ZACHOW VOR DER WIEDERBELEBUNG
Touristen in die Bunker

JENS WEGENER
ZACHOW Ute Traulsen und Thomas Böttcher haben große Pläne. Sie möchte in einigen Jahren Touristen auf den Zachower Berg locken. Ein kleines Café mit herrlichem Ausblick auf Ketzin und Zachow, auf die Havel und den Trebelsee. Vielleicht können die Touris sogar durch die alten, aber noch erhaltenen NVA-Bunker krabbeln und sich die frühere Kommandozentrale der Raketeneinheit Zachow ansehen, wo einst 54 "Newa"-Kurzstrecken zur Verteidigung Ostberlins stationiert waren. Nach der Wende befand sich dort der Firmensitz von "Terra Bau Zachow ", die inzwischen Konkurs gegangen ist.

Der in Ketzin geborene Thomas Böttcher will den Sitz seiner Tiefbaufirma TB-Service GmbH aus Senftenberg nach Zachow auf das ehemalige NVA-Gelände mit den Mannschaftsunterkünften der Raketeneinheit an der Tremmener Straße verlagern. Das insgesamt etwa drei Hektar große Areal (ein Hektar liegt auf der anderen Straßenseite) steht seit Mitte der 90-er Jahre leer. Die Steinbaracken sind zwar in den Grundzügen erhalten, mehr aber nicht. Selbst die frühere Fahrzeughalle steht noch, auch wenn Vandalen hier schon einiges demoliert haben.

Über Investitionssummen und Zeiträume wollten beide gegenüber den Mitgliedern des Ketziner Bau- und des Wirtschaftsausschusses, die sich am Dienstagabend dort zum Vor-Ort-Termin trafen, noch nicht reden. "Es geht jetzt darum zu erfahren, was wir auf dem Gelände dürfen und was nicht", sagte Thomas Böttcher. Deshalb hat er für seine Flächen ein Büro beauftragt, was eine Vorplanung erstellt hat. Daraus geht hervor, dass neben dem Firmensitz der TB-Service GmbH außerdem noch andere Gewerbe, wie Tischlerei, Autowerkstatt oder Campingbedarf mit Abstellflächen für Wohnmobile dort Unterschlupf finden könnten. Mehr als eine Betriebswohnung, so Bauamtsleiterin Sabine Pönisch, werde dort aber nicht möglich sein, denn im Flächennutzungsplan ist dort reine Gewerbefläche ausgewiesen.

Der Bauausschuss stimmte den Vorhaben auf dem Zachower Berg und an der Tremmener Straße im Grunde zu. Einstimmig empfahlen die Ausschuss-Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung, einen Aufstellungsbeschluss für jeweils einen Bebauungsplan zu fassen. "In der Hoffnung, dass insbesondere der Schandfleck an der Tremmener Straße endlich verschwindet", wie es Hans Jürgen Viele (SPD) formulierte. Die Planung selbst müssen die potenziellen Investoren finanzieren.

 


 

                    Autor , 1986  Fla Raketentruppe

                 

        

       

           41. Fla Raketenbrigade       http://www.bunker-ladeburg.de/

             

 

             Die 41. FRB Ladeburg

 

         Chronik der 41.FRB  ist bei mir erhältlich .