Der Film unserer Ernennung ( Super 8 )
liegt digital vor. ( Norbert )
Film : Norbert
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sollte unser Treffen stattfinden ?
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// oder Berlin Gatow Besuch Lw Museum
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Standort Kamenz
Lausitzer Rundschau vom 25.08.2008
Späte Ehrung für eine
große Lebensleistung
„Wir feiern heute nicht nur die Konversion einer Liegenschaft, sondern auch eine
Konversion
der Vorurteile.“ Der Kamenzer Bürgermeister Roland Dantz (parteilos) brachte
wohl am Besten
die Bedeutung des Freitags voriger Woche für seine Stadt zum Ausdruck.
Großer Bahnhof vor dem Statistischen Landesamt - diesmal weniger für
Ministerpräsident Georg
Milbradt, sondern für Siegmund Jähn, den ersten Deutschen, der ins Weltall flog.
Nicht nur, dass man die abgeschlossene Konversion (auf gut deutsch Umwandlung)
der früheren
Offiziershochschule zum Verwaltungszentrum feiern konnte; insbesondere der
Rahmen dafür und
die eingeladenen Personen symbolisierten das Besondere des Festaktes.
Erstmals seit 1991 nämlich standen diejenigen im Mittelpunkt, die über
Jahrzehnte das Werden
und Wachsen des Areals im Norden der Lessingstadt gestaltet hatten: Die
Bediensteten der
früheren Offiziershochschule der DDR-Luftstreitkräfte. Und einem von ihnen galt
ganz
besondere Aufmerksamkeit: Siegmund Jähn, dem ersten Deutschen im Weltraum, der
seine
fliegerische Ausbildung in Kamenz absolviert hatte. Ihm wurde mit der
Wiederaufstellung der
1990 abgebauten Büste im Foyer des Statistischen Landesamtes eine ganz besondere
Ehre
zuteil.
„Das damalige Schwarz-Weiß weicht langsam einer differenzierten Betrachtung der
DDR-Geschichte, ohne in Ostalgie auszuarten“, fand wiederum Roland Dantz die
richtigen Worte
zur Einordnung dieses Ereignisses.
Für den mittlerweile 71-jährigen Siegmund Jähn war die Enthüllung der Skulptur
in mehrerer
Hinsicht ein bewegender Moment: Zum einen als späte Ehrung seiner
Lebensleistung, die in
Kamenz ihren Anfang genommen hatte; zum anderen aber auch im Gedenken an seine
damaligen
Weggefährten, von denen nur noch ein Teil am Leben ist.
„Wir haben ebenso wie die Kameraden in der BRD in Ehren gedient und zum Erhalt
des Friedens
beigetragen“, erklärte der Generalmajor a.D. in seinen Dankesworten.
„Es wäre schlimm gewesen, wenn wir uns als Deutsche gegenseitig hätten vom
Himmel schießen
müssen.“ Angesichts der Ehrung für den prominentesten Absolventen der
Offiziershochschule
trat der eigentliche Festanlass - die abgeschlossene Umwandlung zum
Behördenzentrum - ein
wenig in den Hintergrund.
Doch gab es auch hier eine Menge zu würdigen: „Seit 1991 hat der Freistaat
Sachsen 30
Millionen Euro in dieses Areal investiert“, so Ministerpräsident Georg Milbradt.
Kamenz, so
versicherte er, solle auch in Zukunft ein bedeutender Behördenstandort bleiben.
Landrätin
Petra Kockert verwies auf die durch den Ausbau des Verwaltungszentrums
geschaffenen
zeitgemäßen Bedingungen, die auch dem Landratsamt zugute kämen. Bürgermeister
Roland Dantz
wies darauf hin, was Kamenz dem früheren Armeestandort alles verdanke - neben
dem Flugplatz,
der Schwimmhalle und dem Stadion der Jugend auch einen „intellektuellen Schub“.
Und Generalmajor a.D. Hans Süß, langjähriger Kommandant der Offiziershochschule,
strich
Balsam auf gebeutelte Kamenzer Seelen: „Bei uns war Kamenz das Zentrum und
Bautzen nur ein
untergeordneter Standort.“