Noch hält die Nacht den Tag gefangen , und nur der
Leitstrahl bricht sich Bahn.
Auf jedes Ziel weit vor der Grenze , da sprechen die Geräte an.
Ziel aufgefasst und schnell begleitet, und wenig später kommt Alarm.
Raketen werden ausgerichtet auf des Zieles ferne Bahn .
11. August 2010.
25 Jahre Leutnant
Der Film unserer Ernennung ( Super 8 )
liegt digital vor. ( Norbert )
In diesem Jahr sind es 25 Jahre her. 3
harte und endlose Jahre Ausbildung und Studium näherten sich dem Ende. Vom
Offiziersschüler des 3. Studienjahres zum Leutnant . Am 11. August 1985
marschierten wir nach dem Frühstück durch das kleine Tor Richtung Stadion .
Die Offizierschülerschulterklappen waren auf den neuen Leutnantschulterstücken
mit Schnipsgummi festgemacht .Nach dem Antreten und Ausrichten warteten wir auf
unseren Auftritt, geübt hatten wir es Tage vorher schon. Reihenweise vortreten.
Namen werden vorgelesen, jetzt einen Schritt nach vorn. Hurra , geschafft. Auf
der Bühne warten die Ehefrauen, Freundinnen und Eltern. Zurück in der Kompanie.
Sogar der Spieß grüsst uns jetzt als erster. Grins. Am Montag darauf sind die
ersten in ihren Fla Raketenabteilungen und melden sich zum Dienst .
Autor :
Nach 3 Wochen Urlaub traf sich der 2 .
NEVA Zug wieder in Kamenz. Die Ausbildung am NEVA wurde fortgesetzt. Im November
1985 waren wir Neuen das erste mal richtig zu Hause in der Fla Raketenabteilung
4131 - 34 In Zachow, Fehrbelin , Reichewalde und Schönermark.
AM 5. Dezember holten wir "unseren "
nagelneuen Fla Raketenkomplex S 125 Neva M1A aus Fehrbelin ab. Nun begann der
Ernst des Lebens in der Fla Raketenabteilung. Im Mai 1986 galt es auf dem
russischen Schiessplatz Ashuluk ein Luftabwehrschiessen zu bestehen.
1987 , ein Jahr später brannte in Ashuluk die Luft. Erneut waren wir auf dem
Schiessplatz. Die Erlebnisse hat der Autor aufgeschrieben. Das
Schiessen der FRA 4133 :
http://peters-ada.de/takt__schiessen1.htm
Am 5. Dezember ( ! ) 1991 sah ich " meine
" Kabine UNK auf der Strasse nach Tremmen ihren letzten Weg fahren... Ade Neva.
Der Fla Raketenkomplex steht heute in den
USA ( Nellis ) und wird nicht mehr genutzt oder gar eingeschaltet . NEVA
begegnete ich später mehrmals wieder . Im Jahr 2007 durfte ich als Spezialist in
Kanada 4 Wochen lang an einem NEVA ( ähnlichem ) Gerät arbeiten . Neva ist nicht
aus der Welt , mehrmals im Jahr darf ich Einweisungen für das System S125 NEVA
halten. 1999 wurde ich " überraschend " gefunden und hielt Vorträge. Warum ,
dass verstand ich erst später , als ich im TV die startenden deutschen
Jagdbomber sah.
Die Welt der Fla Raketentruppe ist nicht
mehr wichtig. Ich verdiene mein Gehalt in der Computerwelt mit der Ausbildung
junger Menschen. Das Fernstudium zum Master der Informatik ( noch 1,5 Jahre )
verschlingt alle freie Zeit .
Ein Treffen der 63. Kp wäre schön. Wer
schreibt einen Artikel , wer macht mit am Treffen der 63.Kp ?
Peter Skarus August 2010
11-
August 1985 . Kamenz ,Stadion. Der letzte Vorbeimarsch.
Major Theiner ganz vorn .
Besichtigung der ehemaligen Garnisonsstadt Kamenz
// oder Berlin Gatow Besuch Lw Museum
Möglich wäre auch die Besichtigung der Schutzbauwerke und GS Ladeburg (
Anmeldung
erforderlich . )
Abschlüsse und Anerkennung in der Sektion 6 Fla Raketentruppe bis
1985 durch die Bundesrepublik Deutschland
1. Zug Leitoffiziere
Dipl. Ing ( FH )
2. Zug Sende Empfangsanlagen .
Dipl. Ing ( FH )
2. Zug S 125 NEVA
Dipl. Ing ( FH ) , aber nicht Startbatterie
3. Zug KIPS und
Flugkörper
Dipl. Ing ( FH )
4. Zug Startbatterie
keine Anerkennung möglich .
Auf Antrag beim Kultusministerium erhält man 2
Urkunden . Feststellung der Gleichwertigkeit und Tragerlaubnis ak. Grad.
Der Abschluss an der Offz-Hochschule lautete :
Hochschul- Ingenieur für elektronische Anlagen .( zivil , innerhalb der
DDR ) Dieser Abschluss wurde nach 9 Trimestern Studium erreicht.
Durch die Mathematikanteile und massiven
Elektrotechnik, Nachrichtentechnik , Regelungstechnik gab es bei den Fla
Raketentruppen keine Probleme bei der Anerkennung .
Bis ca. 1992 konnte die Anerkennung bei
Problemfällen durch Nachstudium an Universitäten im Fernstudium ( 12 Monate )
erreicht werden.
Bei Weiterbildung und Studium in der heutigen
Zeit ( Stand 2005 ) für IT Studiengänge können die geforderten Studienleistungen
für Informatik nicht erbracht werden. Dh. es müssen zusätzlich 2 Semester
Informatik belegt werden. Dafür ist das Studium sofort als Masterstudiengang
möglich. ( Bachelor wird durch nachgewiesenes Studium an der OHS Kamenz ,
Sektion 6 angerechnet * )
* Autor studiert im 4. Semester Informatik /
Masterstudiengang
Lehrer und Vorgesetzte 1982 bis 85
KC Major Theiner
Spieß Oberfähnrich Seidenfaden
Zugführer : Leutnant Prager
Lehrer Taktik und Schiessen mit Fla Raketen
: Oberstleutnant Kirchner
wer kennt sie noch , wer schreibt ...
Es gibt ein Forum für
Absolventen Sektion 6 in Kamenz .
Du bist durch die OHS
Kamenz Sektion6 FRT gegangen ... Melde Dich.
Standort Kamenz
Lausitzer Rundschau vom 25.08.2008
Späte Ehrung für eine
große Lebensleistung
„Wir feiern heute nicht nur die Konversion einer Liegenschaft, sondern auch eine
Konversion
der Vorurteile.“ Der Kamenzer Bürgermeister Roland Dantz (parteilos) brachte
wohl am Besten
die Bedeutung des Freitags voriger Woche für seine Stadt zum Ausdruck.
Großer Bahnhof vor dem Statistischen Landesamt - diesmal weniger für
Ministerpräsident Georg
Milbradt, sondern für Siegmund Jähn, den ersten Deutschen, der ins Weltall flog.
Nicht nur, dass man die abgeschlossene Konversion (auf gut deutsch Umwandlung)
der früheren
Offiziershochschule zum Verwaltungszentrum feiern konnte; insbesondere der
Rahmen dafür und
die eingeladenen Personen symbolisierten das Besondere des Festaktes.
Erstmals seit 1991 nämlich standen diejenigen im Mittelpunkt, die über
Jahrzehnte das Werden
und Wachsen des Areals im Norden der Lessingstadt gestaltet hatten: Die
Bediensteten der
früheren Offiziershochschule der DDR-Luftstreitkräfte. Und einem von ihnen galt
ganz
besondere Aufmerksamkeit: Siegmund Jähn, dem ersten Deutschen im Weltraum, der
seine
fliegerische Ausbildung in Kamenz absolviert hatte. Ihm wurde mit der
Wiederaufstellung der
1990 abgebauten Büste im Foyer des Statistischen Landesamtes eine ganz besondere
Ehre
zuteil.
„Das damalige Schwarz-Weiß weicht langsam einer differenzierten Betrachtung der
DDR-Geschichte, ohne in Ostalgie auszuarten“, fand wiederum Roland Dantz die
richtigen Worte
zur Einordnung dieses Ereignisses.
Für den mittlerweile 71-jährigen Siegmund Jähn war die Enthüllung der Skulptur
in mehrerer
Hinsicht ein bewegender Moment: Zum einen als späte Ehrung seiner
Lebensleistung, die in
Kamenz ihren Anfang genommen hatte; zum anderen aber auch im Gedenken an seine
damaligen
Weggefährten, von denen nur noch ein Teil am Leben ist.
„Wir haben ebenso wie die Kameraden in der BRD in Ehren gedient und zum Erhalt
des Friedens
beigetragen“, erklärte der Generalmajor a.D. in seinen Dankesworten.
„Es wäre schlimm gewesen, wenn wir uns als Deutsche gegenseitig hätten vom
Himmel schießen
müssen.“ Angesichts der Ehrung für den prominentesten Absolventen der
Offiziershochschule
trat der eigentliche Festanlass - die abgeschlossene Umwandlung zum
Behördenzentrum - ein
wenig in den Hintergrund.
Doch gab es auch hier eine Menge zu würdigen: „Seit 1991 hat der Freistaat
Sachsen 30
Millionen Euro in dieses Areal investiert“, so Ministerpräsident Georg Milbradt.
Kamenz, so
versicherte er, solle auch in Zukunft ein bedeutender Behördenstandort bleiben.
Landrätin
Petra Kockert verwies auf die durch den Ausbau des Verwaltungszentrums
geschaffenen
zeitgemäßen Bedingungen, die auch dem Landratsamt zugute kämen. Bürgermeister
Roland Dantz
wies darauf hin, was Kamenz dem früheren Armeestandort alles verdanke - neben
dem Flugplatz,
der Schwimmhalle und dem Stadion der Jugend auch einen „intellektuellen Schub“.
Und Generalmajor a.D. Hans Süß, langjähriger Kommandant der Offiziershochschule,
strich
Balsam auf gebeutelte Kamenzer Seelen: „Bei uns war Kamenz das Zentrum und
Bautzen nur ein
untergeordneter Standort.“