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                                       Fla   Einheiten der  russ. Streitkräfte in Deutschland  ( bis  zum Jahr   1992 )

                                                                      

 

 

Vorwort

Über die russ. Luftverteidigung im Deutschland  ist wenig bekannt. Die westliche Seite stützte ihre Erkenntnisse auf die elektronische Fernmeldeaufklärung . Es wurde versucht aus Abstrahlungen die Standorte und damit die Struktur der Luftverteidigung der russ. Streitkräfte in Deutschland zu erkennen.  Aus Berichten  und Erzählungen ehemaliger Soldaten der Bundeswehr lässt sich erkennen, dass das wesentliche nicht erkannt und das Richtige falsch interpretiert wurde. Bei den anderen Deutschen ( NVA ) gab es überhaupt keine Informationen und keine Zusammenarbeit mit den Russen .

Erschwerend für das Gesamtverständnis kam hinzu : In Russland war die Luftverteidigung des Landes als eigene ( ! ) Waffengattung für Luftraumüberwachung ( RADAR ) und Luftverteidigung ( Flugzeuge und Fla Raketen ) zuständig. Die Truppen des Heeres             ( Truppenluftverteidigung , TLA ) wurde  zur Luftverteidigung herangezogen . Die TLA war für die LV ihrer eigenen Landstreitkräfte zuständig. Mit eigenen RADAR Aufklärungsmitteln stellten sie ebenfalls die Luftlage dar . Geführt wurde die TLA auf Armeeebene. Die Truppen der LV wurden auf Landesebene ( oder in sehr großräumigen Luftverteidigungsbezirken ) geführt .TLA und LA arbeiteten sonst nicht zusammen.

In Deutschland wurde die Luftverteidigung durch die russ . Heeres Fla dargestellt und die LV des Landes war  nur  Anhängsel. Die TLA hatte ihren Truppen auf dem Marsch zu folgen und vor Ort einen Luftverteidigungsschirm zu geben. Die stationären LV Systeme konnten solches naturgemäß nicht .

Ab dem Jahr 2000 wäre die technische Zusammenarbeit durch genormte Schnittstellen zu automatischen Führungseinrichtungen der LV technisch möglich. Im Jahr 2004 wurden die Truppen der LV  in die Luftstreitkräfte eingegliedert. Zusammenarbeit der Heeres Fla mit der LV ist damit noch schwieriger geworden. Wichtige Objekte und Richtungen werden heute in Russland durch LV Kräfte gedeckt. Die TLA des Heeres arbeitet heuer auf Armeeebene der Landstreitkräfte . Einzelne Hochwert-Fla-Systeme der Landstreitkräfte wurden in ein ständiges LV System der Luftstreitkräfte eingebundenen .             ( Systeme SA 15  TOR , BUG und  Gladiator )

Im ehemaligen Deutschland der 80er und 90er Jahre waren 5 Armeen der russ. Streitkräfte stationiert. Diese Armeen hatten ihre eigenen LV Mittel ( TLA ) auf Armeeebene . Geführt wurden die TLA Einheiten auf dem Level Division und vor Ort als eigenständige TLA . Luftraumaufklärung und Darstellung erfolgte nicht zentral wie bei den Truppen der LV. Geführt wurde über den zentralen Gefechtstand der Russen in Wunsdorf. Taktische Führung erfolgte über die Division des Heers vor Ort.

Truppen der LV ( reinrassig ) waren in der Minderheit. Ein System S 200 ( NATO SA5 ) mit sehr großer Vernichtungsreichweite und 23 Systeme S 125  ( NATO SA3 ) mit geringer Reichweite erfüllten spezielle Aufgaben  .  

 


 

Die Luftverteidigung für den Warschauer Pakt an der Nahtgrenze zur NATO wurde durch die Truppenluftabwehr des Heeres ( TLA ) und den Truppen der Luftverteidigung des Landes ( LV ) organisiert. Hauptschlagkraft gegen mögliche Luftschläge waren die russischen Truppen ( GSSD ) in Deutschland mit ca. 600 Raketensystemen und mehr als 1000 RADAR Systemen . Die LV Truppen der NVA ( DDR ) spielten eine untergeordnete Rolle . Die  Die deutschen Truppen wurden in Planungen , Entscheidungsfindungen und praktischen Gefechtsdienst nicht einbezogen. Befehle zur Vernichtungsfeuer wurden vom russ. Vertreter der LV gegeben.

Die Hauptlast trugen die Systeme der TLA . ( Truppen-Luft-Abwehr des Heeres ). Alle diese Systeme befanden sich in verschiedenen Stufen der Gefechtsbereitschaft. Die LV und TLA waren in das System der diensthabenden Kräfte der LV eingebunden .

Die Einheiten der funktechnischen Truppen ( RTW  Radio Technitscheskije Woiska ) der Luftverteidigung waren  den Heerestruppen der TLA ( Heeres Fla ) direkt unterstellt . Diese wiederum stellten zusätzlich eigene  Heeres RADAR -Systeme zur Luftlageaufklärung ein . ( P 40 ) Die RTW Truppen nutzten reinrassige  Systeme der Luftverteidigung des Landes zur Luftraumaufklärung. So lässt sich erklären , warum die Aufklärung der NATO an der Grenze zum Warschauer Pakt die Zusammengehörigkeiten bzw. getrennten Waffengattungen nicht auseinander halten konnte .

Die funktechnischen Truppen ( RTW ) speisten in das zentrale Luftlagenetz der LV ein und wurden vom Gefechtsstand  in Wunsdorf  für die Heeres-Luftabwehr geführt .

Die reinrassigen LV Systeme ( S 200 und S 125 NEVA ) wurden  innerhalb ihrer Brigade durch ein automatisches Führungssystem AFS geführt. Für die Truppen der TLA gab es so etwas nur auf der Ebene Feuereinheit . Für die kleine reinrassige LV gab es wie für die TLA zugeordnete eigene RTW Truppen. ( reinrassig für die LV )

Die TLA war bei den russ. Truppen ( GSSD ) im Bestand der Ebene "Armee"  ( Landstreitkräfte ) eingebunden. Die Aufgabe bestand darin , die eigenen Truppen vor Luftangriffen des Gegners zu schützen und diese abzuwehren. Die GSSD hatte 5 Armeen in Deutschland  in ständiger Gefechtsbereitschaft stehen.

Die TLA konnte ein sehr breites Spektrum bekämpfen  : angefangen von elektronischen Aufklärern , Jagdbombenflugzeugen , Bombern , Hubschraubern bis hin zu Marschflugkörpern. Typisch für die Einheiten der TLA war ( ist ) ein sehr breites Frequenzbereich für unterschiedliche Systeme und viele unterschiedliche Systeme mit unterschiedlichen Reichweiten.

Die Truppen der LV waren stationär und mit Aufwand verlegebar.   Die Fla Systeme der LV hatten dafür  bessere technische Eigenschaften ( Empfängerempfindlichkeit , Störfestigkeit , Reichweite und Killwahrscheinlichkeit ) , das wurde mit Einschränkungen der Mobilität hingenommen. Die Truppen der FUTT ( 3 ) ( Funktechnische Truppen , RADAR Luftraumaufklärung ) waren wie die Truppen der FRT ( Fla Raketentruppen der LV ) stationär.

Die Luftverteidigung an der Nahtgrenze zur  NATO war bis zum Jahr 1991 die massivste ,die jemals in Europa aufgebaut wurde. Die Westgruppe der russ. Streitkräfte hatte 600 ( ! ) Luftabwehrkomplexe in Betrieb .

Die russ. Einheiten der Truppenluftabwehr des Heeres der Landstreitkräfte waren die Hauptkräfte der Luftabwehr auf dem Gebiet der DDR .

Die 39 Systeme der der Luftverteidigung der Deutschen ( NVA ) waren in Qualität und Quantität bedeutungslos. Zusätzlich kam in etwa noch einmal die gleiche Anzahl an Heeres Fla hinzu.

In Deutschland waren die  Luftverteidigung der Russen auf der Basis der Heeres Fla aufgebaut und organisiert. Luftraumverletzter  an die Grenze oder auch Aufklärungsflüge der NATO wurden durch die fliegende Luftverteidigung der Russen organisiert. Die LV der Russen  war nur durch fliegende Systeme vertreten .

Es gab  23 Luftabwehrsysteme SA 3 ( S 125 NEVA ) und 1 System SA 5 ( S 200 WEGA mit 2 Kanälen )  . Diese erfüllten Sonderaufgaben . Das System großer Reichweite S 200 WEGA ( SA 5 ) war zur Vernichtung der fliegenden Aufklärung AWACS zuständig. Solche Luftabwehrsysteme besaß das russ. Heer nicht. Die NEVA Systeme SA 3 geringer Reichweite waren für die Bekämpfung sehr tief fliegender Flugzeuge spezialisiert. Auffälligerweise waren fast alle Systeme in Flugplatznähe platziert ,die  restlichen an der Ostseeküste. Ein Schutzauftrag der NEVA Systeme wird gern behauptet, lässt sich aus den technischen und taktischen Möglichkeiten des SA 3 Luftabwehrsystems nicht ableiten. Die Russen siedelten ihre LV Mittel in unmittelbarer Nähe von Kasernen und Logistik einschließlich Fernmeldeverbindungen an. Im Jahr 1989 wurden die offensichtlich überzähligen Systeme nach Russland rückgeführt. Die Flugplätze lagen heuer im Bereich der Luftverteidigung der Heeres - Fla . Das System SA 3 war nur unter größtem Aufwand mobil . Ausschlaggebend dürften die taktischen Parameter gewesen sein. Diese entsprachen seit ca. 1980 nicht mehr den Anforderungen an das moderne Fla Raketengefecht. Alle Heeres Fla Systeme (    bis auf OSA und KUB , SA 8 , SA 6 ) übertrafen den SA3 in allen Parametern deutlich . Der SA 6 wurde durch die Russen ebenfalls durch Systeme BUG und TOR abgelöst.  In Deutschland befanden sich keine russ. Systeme S 300 ( SA 10 - Luftverteidigung ) und keine Systeme S 300W ( Gladiator SA 12 - Heeres - Fla ). Die Systeme SA 2 ( S 75 -LV ) gab es seit 1975 auch nicht mehr in Deutschland .

Die LV der Deutschen  ( NVA) wiederum beruhte auf der LV des Landes mit reinrassigen Systemen der bodengebundenen LV : SA 3 , SA 2 und SA 5. Probleme der Zusammenarbeit mit den Russen waren vorprogrammiert. Es gab nur auf höhere Kommandoebene Zusammenarbeit  .Unterhalb dem Level Division gab es keine Zusammenarbeit zwischen der deutschen LV und der LV der Truppenluftabwehr der russ. Streitkräfte in Deutschland

 

Probleme der Zusammenarbeit mit Deutschen LV Truppen.

Die Truppen der deutschen TLA arbeiteten quasi parallel zu denen der russ. Truppen. Es gab zwar von deutscher Seite angeregt immer wieder Gespräche zur gemeinsamen Arbeit der Russen mit den Deutschen. Die Russen ließen sich nicht in die Karten schauen. Sie leisteten die Hauptarbeit im Dienst an der Grenze zur NATO, sie hatten den letzten Weltkrieg gewonnen und benahmen sich entsprechend als Großmacht. Aus möglichen Absprachen für den Ernstfall hätte man Planungen für einen möglichen Gegenschlag im Krieg entnehmen können. Die RADAR- Luftraumaufklärung  stellte   ihre Daten in Funk und Datennetze . Diese Daten wurden automatisch und Rechnergestützt bearbeitet und Gefechtsständen der LV und TLA zugeführt. Bei den deutschen waren selbe Systeme auch noch einmal vorhanden . Gemeinsame LV Operationen zwischen Russen und Deutschen  fanden unterhalb de Brigadeebene überhaupt nicht statt. Das war auch technisch bedingt. So waren Systeme der TLA und LV  technisch nicht kompatibel .Ab Gefechtsstand Ebene Division gab es Querverbindungen zu den Russen. Diese Verbindungen wurden durch Telefon dargestellt .Von automatischem Datenabgleich oder gar Zielzuweisungen keine Rede !

Die Truppen der Luftverteidigung des Landes werden zentralisiert geführt. Automatische Führungssysteme weisen innerhalb der Ebene Brigade einzelnen Fla Raketeneinheiten Ziele zur Vernichtung zu. Oberhalb der Brigade hin zur Ebene Division und Luftverteidigungsbezirk wurde über taktische Führungssysteme den Divisionen von oben herab nach unten Ziele zugewiesen. Die Aufgaben der LV waren der Schutz von politischen, militärischen und wirtschaftlichen Zentren gegen Luftschläge des Gegners. Die Führung der LV für Mitteleuropa Richtung NATO erfolgte von Minsk ( Weißrussland )

Die Truppen der Heeres Fla waren mobil und nicht an stationäre Führungsmittel angebunden. Ihre Aufgabe war der Schutz der eigenen Heerestruppen im Einsatzraum. Die taktische Führung erfolgte ( technisch bedingt ) auf Regimentebene. Es wurden mit einigen wenigen RADAR Aufklärungsmitteln 4- 6 mobile Heeres Fla Einheiten geführt. Diese waren im Raum 20 x 40 Km verteilt. Anbindung an die Armee ( Level ) erfolgte über Funk. Die TLA war direkt der Armee unterstellt und deckte diese auf dem Vormarsch , Rückzug oder Gefecht gegen Luftschläge des Erd und Luftgegners. Es gab keinen Datenverbund zu anderen Armeegruppen .Die zentrale Luftlage  konnte über Funk abgehört werden und wurde mit Fettstift auf Plexiglas dargestellt.

Die deutschen Truppen der TLA waren in Teilen in das deutsche System des Diensthabenden Systems eingebunden. Während die reinrassigen LV Systeme ( S 300, S 200, S 125 , S 75 ) über das automatische Führungssystem verbunden waren ( aber nur innerhalb der Brigade, nicht Brigade übergreifend . Jede Brigade hatte IHR  automatisches Führungssystem ) waren die TLA Einheiten im DHS nur über das Datenerfassungssystem der RADAR Primärinformationen ( Luftlage) an das DHS angebunden . Dh. die Luftlage der eigenen Stationen ( RBS 40 , RBS18 , RBS19 ) wurden in das Netz eingeblasen und von der LV aufgenommen und verarbeitet und den lokalen AFS ( automatische Führungssysteme ) zugeführt.   ( System PORI ) Die schiesstechnische Anbindung und taktische Führung erfolgte via Telefon zum Gefechtsstand der TLA im DHS. Derartige Führungsmittel wie in der LV gibt es erst seit einigen Jahren für die TLA ( ua. BAIKAL ) 

Wie war es nun bei den Truppen der russ. Streitkräfte in Deutschland  :

Jede der 5 Armeen besaß ihre eigenen Luftverteidigungsmittel .Eine große Anzahl unterschiedlicher moderner Luftabwehrmittel zeichneten die russ. Truppen aus.

Alle Systeme waren mobil und gehörten ( direkt ) zur Waffengattung Truppen -   Luftabwehr ( Heer ).

Die 2 Brigaden LV Systeme mit einem System S 200 WEGA und 23 Systemen S 125 NEVA wurden zwar vom zentralen Gefechtstand der LV für Mitteleuropa geführt aber waren dem Hauptgefechtstand der russ. Streitkräfte in Wunsdorf direkt unterstellt. Auch der russ. Chef der LV ( Luftverteidigung ) für Deutschland war dem Hauptgefechtstand Wunsdorf direkt unterstellt .Dies LV Einheiten wurden intern durch eigenes AFS ( automatisches Führungssystem ) geführt. Jede LV Brigade , wie auch jede Heers TLA Einheit hatte ihre eigenen ( ihnen physisch ) in Gefechtsordnung optimal platzierten Luftraumaufklärungsmittel ( RADAR zur Luftlagedarstellung ) Diese spielten Luftlage automatisiert für ihre eigenen Truppen ein bzw. lasen die Luftlage in Funknetze für alle ein.( in russ. Sprache )  Diese Luftlage gelange auch zum Hauptgefechtstand der Russen nach Wunsdorf. Führung erfolgte an die Armee an deren Gefechtstand ( bzw. im Krieg an deren mobilen Führungspunkt ) die Armee führte nach unten ihre Fla Regimenter der TLA . Vor Ort in der TLA wurde mit eigenen Luftraum RADAR bzw. der Luftlage aus den eigenen Funktechnischen Bataillonen nach oben zur Armee gemeldet. Ab Ebene Feuereinheit arbeiten diese Heeres Fla Mittel automatisiert und können eine große Anzahl von Luftzielen verarbeiten. Datenverbund nach oben zur Armee erfolgte über Verbindungsoffiziere und Telefon. 

Die taktische Führung und Zuweisung war im Gegensatz zur LV technisch nicht möglich . So wurde der eigentliche taktische Feuerkampf vor Ort geführt . Im Frieden wurde nur die Luftlage nach oben gemeldet und auch in höheren Gefechtständen bewertet.

Die Besonderheit in Deutschland war die , dass nicht die Truppen der LV , sondern die Truppen der TLA Luftraumaufklärung und Feuerkampf zu führen hatten.

Die NVA Luftverteidigung baute auf LV Truppen im Zusammenwirken von Heeres TLA im Frieden . Es galt hier das große Problem zu lösen : zu welchem Zeitpunkt werden die im DHS stehenden Einheiten der TLA aus de LV herausgelöst ? Nach dem ersten Luftschlag ? Oder davor. Zu bedenken galt auch, die Heeres Truppen ( Landstreitkräfte ) mussten ( eigentlich ) ihre Truppen decken.

Bei  weiterem Verbleib wären die Landstreitkräfte ohne ihre Fla Mittel in das Gefecht gezogen .Bei den russen war es praktischer gelöst . Alle  standen im DHS und wurden von ihrer Armee geführt. Marschierte die Armee war die Fla Luftabwehr immer vor Ort. Über die Führung der TLA im Krieg ist nichts bekannt. Anzunehmen ist , dass es die zentrale Führung von Wunsdorf nur im Frieden gab und jede Armee ihre eigenen Fla Mittel selber geführt hätte.

Bekannt ist , dass bei einem Vormarsch nach Westen ein Raum ohne Luftabwehr bestanden hätte. Die Truppen de NVA hätten mit ihren Mitteln diese Lücke nicht abdecken können. Alles östlich der  Linie Rostock - Dresden  sollte zur LV verteidigt werden , alles westlich davon durch Heeres Fla.

In Deutschland wurden die Truppen der TLA nicht automatisiert geführt. Die Luftlage selber wurde maschinell bearbeitet und die 5 Armeen wurden im Frieden zentral vom Hauptgefechtsstand geführt. Auch wurde die Luftlage bis nach Minsk zum Hauptgefechtstand der LV des Landes übermittelt . Hoheit für Handlungen hatte aber nicht die LV , sondern das Heer.     Die lokale und zentrale Luftlage kam automatisiert und aufgearbeitet von den Funktechnischen Bataillonen der Funktechnischen Truppen           ( RADAR )   bzw. durch eigene RADAR Mittel am Flugplatz. Die russ. Luft Verteidigung in Deutschland ( TLA mit geringen Anteilen LV , aber starken LV Jagdfliegerkräften ) arbeitete taktisch völlig autonom vom deutschen LV System( reinrassige LV Systeme mit starken Jagdfliegerkräften ). Zusammenarbeit war  nur von "deutsch" nach" russisch " . In der Literatur  (* 1 )   werden  Probleme  beschrieben . Einsätze zum Abfangen von Flugzeugen und Hubschraubern der NATO , bzw. Abfangübungen gegen die SR71 erfolgten durch die Russen. Zwar wurde  die SR71 von deutschen LV und Heeres Luftabwehr-Truppen aufgefasst und getrackt , aber das geschah unabhängig von den russ. Streitkräften. Die LV Truppen der DDR / NVA waren nicht autark . Befehle für den Einsatz kamen  von den Russen gekommen. Der Chef LSK/LV hatte formal die Erlaubnis zum Vernichtungsfeuer ,  im praktischen Leben hätte er sie  nicht gehabt.

Die Russen führten  LV ( TLA ) im Cluster auf Armee Level , wir Deutschen zentralisiert ( LV ) über das gesamte Land. Das war der Unterschied. Die Russen waren beweglich , die LV ( TLA ) ständig bei der Armee , wir Deutschen stationär. Wir Deutschen führte zentralisiert und automatisiert bis nach ganz unten, die Russen ab Armee Level nach unten. Automatische Führungssysteme wie bei der LV gab es beim Heer ( TLA ) nicht. Automatisierte Führung gab es auf Regiment / Brigade der Heeres LV  und hier mit deutlich besseren taktischen Parametern als bei der LV. Zwischen den Armeen gab es keine automatischen Führungssysteme oder Absprachen. Teilweise waren unterschiedliche Fla Systeme in einzelnen Armeen im Einsatz.

Russ. Truppen der Heeres Fla im DHS ( Diensthabendes System der Luftverteidigung befanden sich am Rande der Stationierungsorte auf deren Truppenübungsplätzen. Die Stellungen waren ausgebaut . ( Radar auf Hügeln , Fla Systeme in aufgeschobenen Deckungen. Erforderlich wäre das nicht gewesen. Diese Truppen hätten innerhalb 60 min mit ihren eigenen Truppen der Landstreitkräfte neue Positionen bezogen und Abwehrschläge geführt. Luftangriffe wären nicht in den DHS Stellungen auf Truppenübungsplätzen erfolgt.

Stationierungen von Fla Systemen durch die Russen erfolgten ohne Absprache mit den Deutschen. Sehr wohl wurden aber an die Deutschen Stationierungswünsche angetragen. So wünschte man sich die Stationierung eines weit reichenden Luftabwehrsystems S 200 WEGA im Thüringer Raum. Die Systeme der Russen und deren Stationierungsorte waren für Deutsche nicht zugänglich. Wie sollte da Zusammenarbeit in einem Luftabwehrverbund praktiziert werden ? 

So wird bei  (* 1 )  über die Verschiebung einer russ.  Fla Raketenbrigade der LV geschrieben. Die Deutsche LV/ LSK hatte Probleme die Zusammenarbeit mit dieser Brigade zu koordinieren. Praktisch wurden alle einfliegenden Ziel doppelt bearbeitet , einmal von den Russen und parallel dazu von der deutschen LV. Im Zusammenhang mit der späteren Rückführung dieser Brigade im Rahmen von Abrüstungsverhandlungen ( ! ) ergab sich die Frage,  wie eigentlich die Flugplätze der russ. Streitkräfte gegen den Luftgegner geschützt waren .

"( GSSD ) Deren Führung hatte in Auswertung der israelischen Invasion im Libanon im Februar 1983 beschlossen ,ihre 67.Flaraketenbrigadeaus dem grenznahen Raum bei Gotha in Richtung Brandenburg abzuziehen ....Gleichzeitig erfolgte die Verlegung de 202.Flaraketenbrigade von Rathenow nach Mahlwinkel......und der 157. Fla-Raketenbrigade von Güstrow nach Wittstock ...
Die Verlegung der 157. Fla-Raketenbrigade der GSSD nach Wittstock hatte indes zur Folge , dass dieser Verband  mit Teilkräften sowohl im Wirkungsraum der 1. als auch3. Luftverteidigungsdivision des Kommandos LSK/LV disloziert war.

Zitat :  Hüter des Luftraumes , Seite 240 ISBN  9783861535805   Finke

Auffallend ist , in unmittelbarer Nähe von Flugplätzen waren Luftabwehrsysteme  S 125 NEVA / SA 3 ( LV , reinrassig ) in Stellung . Der S 125 NEVA ist taktisch-technisch nicht in der Lage Luftangriffe gegen Punktziele / einzelne Objekte abzuwehren. NEVA Systeme ( wie alle LV Systeme arbeiten im Verbund und in " Masse " ).

Über die Luftverteidigung für die in Deutschland gelagerten Kernsprengköpfe gibt es keine Angaben. Ein einziges Luftabwehrsystem an einem Flugplatz vermag Angriffe gegen solche Hochwertziele nicht abzuwehren. Möglicherweise hätte eine größere Konzentration von Luftabwehrmitteln auf Lager für Kernwaffen hingedeutet.

Die Systeme der russ. Truppen der Luftverteidigung waren durch S 200 WEGA und S 125 NEVA ( SA 5 , SA 3 ) vertreten . Vorhanden waren in 6 Armeen und 28 Fla Raketenregimentern / Brigaden etwa 600 Fla Raketenkomplexe. ( ohne NVA ) Dazu kommen etwa 1000  Luftraumaufklärungsmittel der FUTT ( RADAR ) für die Erstellung der Luftlage und Führung der TLA und LV .

Unterschieden wird bei der Betrachtung immer zwischen den Truppen der Luftverteidigung und der Truppenluftabwehr ( TLA )
Die LV war eigene Waffengattung ( neben Heer , Marine, Luftkosmischen Truppen, strategischen Raketentruppen ) mit Abfangjägern der LV und ortsfesten Fla Raketensystemen.

Mit Abzug der GSSD 1991 aus Deutschland ist old Germany bis auf eine Handvoll "Patriot" ohne Luftverteidigung ."GEPARD" Flugabwehrpanzer werden ab dem Jahr 2010 außer Dienst gestellt.


                                                                                                                

 

FELDPOST aus der DDR

Sein autobiografischer Roman handelt von der Zeit als Sowjetsoldat in Müllrose und Cottbus. Mit Sigitas Parulskis sprach Karim Saab.


MAZ: Herr Parulskis, Sie haben von 1984 bis 1986 als Sowjetsoldat in der DDR gedient. Waren Sie stolz, ein Fallschirmjäger zu sein?

Sigitas Parulskis: Nein. So spezielle Einheiten galten zwar mehr als die Bodentruppen. Aber mit Stolz habe ich als Litauer die Uniform nie getragen. Die sowjetische Armee war eigentlich eine russische Armee mit Traditionen, die bis in die zaristische Zeit reichten. Ich musste da hin, sonst wäre ich ins Gefängnis gekommen. Als Fallschirmjäger stand mir aber immerhin ein höherer Sold zu. Während ein normaler Gefreiter 28 Rubel im Monat bekam, erhielten wir im letzten Diensthalbjahr 58 Rubel ausgezahlt.


Waren Sie froh, dass Sie in die DDR abkommandiert wurden?

Parulskis: Zuerst hieß es, ich würde nach Kuba entsandt. Da fand ich Ostdeutschland schon besser. Um so mehr, als es ja auch noch Afghanistan gab. So kam ich zum ersten Mal überhaupt ins Ausland.


Was haben Sie vom Land gesehen?

Parulskis: Grundsätzlich durften wir die Militärgebiete in Müllrose und Cottbus nicht verlassen. Es gab nur eine Möglichkeit, wenn wir zur Patrouille in die Stadt eingeteilt wurden. Da mussten wir immer zu zweit hinter einem Offizier herlaufen, um entlaufene sowjetische Soldaten aufzuspüren. Manchmal hatten wir auch Arbeiten auf DDR-Gebiet durchzuführen, etwa in einem Tagebau Erdkabel zu verlegen oder Waggons zu entladen, deren Ware für die Garnison bestimmt war. Immerhin war im Militärgelände ein kleines Geschäft mit einer Teestube, wo es auch deutsche Süßigkeiten zu kaufen gab. Das fanden wir toll, denn wir waren mit 18,



20 Jahren ja eigentlich noch Kinder.
Hatten Sie Kontakt nach Hause?

Parulskis: Wir durften schreiben. Wir hatten aber keinen Absender, sondern nur eine FELDPOST-Nummer. Deshalb erschrak meine Mutter zunächst. Sie dachte, ich sei in Afghanistan, von wo 1984 die ersten Toten zurückkamen. Als ich meiner Mutter schrieb, ich sei in Deutschland, wusste sie nicht, ob sie mir glauben soll. Vielleicht müsse ich lügen, dachte sie, oder vielleicht log ich, um sie zu beruhigen. Der Briefwechsel wurde überwacht, für jede Republiksprache gab es Sicherheitsleute. Die Offiziere haben aber schon deshalb unsere Briefe geöffnet, um sich den ein oder anderen beigelegten Geldschein von daheim anzueignen.


Was hätten Sie mit dem Geld getan?

Parulskis: Auf dem Schwarzmarkt gab es für einen Zehnrubelschein 30 DDR-Mark. Alkohol stand hoch im Kurs, aber da kam man so gut wie nicht ran. Mir haben weder deutscher Schnaps noch die DDR-Zigaretten geschmeckt. Pro Kopf und Monat standen jedem Soldaten übrigens kostenlos 18 Packungen starke, filterlose Zigaretten zu.


Wie haben Sie sich informiert?

Parulskis: Es gab nur das zentrale russische Fernseh-Programm. Auch als Gorbatschow 1985 an die Macht kam, haben wir uns für Politik nicht übermäßig interessiert. Für uns war es viel einschneidender, dass der Alkoholpreis stieg.


Und die DDR-Bevölkerung?

Parulskis: Wir hatten so gut wie keine Kontakte. Die Menschen waren uns gegenüber feindselig eingestellt. Es war deutlich zu merken, dass wir nicht als Freunde gesehen wurden. Wir besuchten mal eine Schule, aber dort sind wir auch nur seltsam angeguckt worden. Übrigens sprach auch unsere Armeeführung feindselig über die DDR-Bevölkerung. Vor allem die Russen, die aus den Gegenden hinter dem Ural kamen, hatten ein niedriges Bildungsniveau. Sie sahen in den Deutschen die Nachkommen der Faschisten. Täglich wurden in der Sowjetunion Propaganda-Kriegsfilme gezeigt, in denen die Deutschen immer die schlechteren Soldaten waren. In Cottbus ging auch das Gerücht um, dass nach dem Krieg eine sowjetische Offiziersfamilie abgestochen worden ist. Uns wurden Gräber gezeigt, wo Opfer lagen, die nach Kriegsende gestorben waren.


Der Krieg war äußerst hart für die Russen. Konnten Sie deren Wut gegen die Deutschen nicht verstehen?

Parulskis: Das ist schwer für mich zu sagen, weil Litauen unter der Sowjetunion mehr gelitten hat als unter den Nazis. Wenn die Russen sauer auf mich waren, haben sie mich auch manchmal flapsig „Faschist“ genannt. Die dachten auch, dass Litauisch und Deutsch fast dieselben Sprachen sind.


Haben sich die Sowjetsoldaten wie Sieger gefühlt?

Parulskis: In Ostdeutschland war alles besser, schöner und ordentlicher als in der Sowjetunion. Das haben viele Russen mit Ablehnung und Verachtung gesehen. Ich war eher enttäuscht, denn im Vergleich zu Litauen fand ich es in der DDR gar nicht so superordentlich und sauber. Manchmal musste ich in einem Häuschen sitzen und Wachdienst schieben. Da konnte ich durch den Zaun beobachten, wie die Deutschen lebten. Ganz früh am Morgen kam der Milchwagen und stellte die Milch mitten auf den Gehsteig. Mich hat sehr gewundert, dass keiner die Milch wegnahm.


Haben Sie sich als Besatzer gefühlt?

Parulskis: Sicher war ich Soldat einer Besatzerarmee, kam aber selber auch aus einem besetzten Land. Nein, ich wusste ja, ich bleibe nicht ewig in der DDR. Jeder von uns hatte einen Kalender, da haben wir Tag für Tag einen Tag ausgestochen. Zwei Jahre, jeden Tag.


Wie waren Sie untergebracht?

Parulskis: Unsere Gebäude waren die der SS-Division Totenkopf.

20 Leute schliefen in einem Raum, der Boden war aus Eichenparkett. Wir hatten nur dünne Wolldecken, im Winter haben wir gefroren.


Hatten Sie genügend zu essen?

Parulskis: Wir hatten stets ein Hungergefühl. Sicher nicht so schlimm wie während der Blockade in Leningrad, wo sich Leute gegenseitig aufgegessen haben. Aber wenn man jung ist, und 20 Kilometer am Tag rennen muss, hat man einfach nur fürchterlichen Hunger. Es gab immer nur Brei und Suppen ohne viele Kalorien. Fett und Fleisch wurden vorher geklaut. Fallschirmspringer erhielten 35 Gramm Butter in 24 Stunden. Einfache Soldaten bekamen 20 Gramm. Aber von der Butter sah man in den ersten Monaten kaum etwas, die wurde von den Älteren beansprucht. Wir haben ja auch überhaupt kein Obst gesehen. Wenn wir nach Lieberose zu Schießübungen marschierten oder tagelang im Feldlager lebten, haben wir uns an die Beeren im Wald gehalten. Einmal hatte die halbe Kompanie davon Durchfall.


Wie waren die ersten Monate?

Parulskis: Im ersten Diensthalbjahr wurde den Neuen Geld und Zigaretten von den Älteren abgenommen. Im letzten Diensthalbjahr bekamen wir dann alles von den Jüngeren gebracht. Das war halt so. Uns wurde nur so viel Geld gelassen, dass wir uns den Krageneinsatz kaufen konnten, den wir täglich neu einsetzen mussten. Es wurde sehr auf Sauberkeit geachtet. Wer nicht sauber war, wurde geschlagen.


Die Offiziere durften schlagen?

Parulskis: Die Offiziere niemals. Nur die Ausbilder und die älteren Soldaten. Mit Moralpredigten haben die sich nicht begnügt.


Was gab es für Strafen?

Parulskis: In den Wachgebäuden gab es Zellen für kleinere Vergehen. Wer sich mehr zu Schulden kommen ließ, wurde in die Stadt gebracht. Es gab ein Militärgefängnis und ein Strafbataillon. Aber das habe ich zum Glück nicht erlebt.


In Ihrem Buch ist oft sehr verächtlich von den anderen Nationalitäten die Rede. Wurden rassische Vorurteile durch den Armeedienst eher bestätigt oder revidiert?

Parulskis: Eher bestätigt. Nationale Zwietracht war in der Sowjetunion sehr ausgeprägt. In Frankfurt (Oder) wurden wir nach unserer Ankunft aufgeteilt. Als Fallschirmjäger kamen „Schwarze“, also Soldaten aus Mittelasien, gar nicht in Betracht. Allein wegen ihrer Rasse und Hautfarbe. Auch Kasachen, Aserbaidschaner und Georgier galten als „Schwarze“. Es herrschte das Vorurteil, dass sie für komplexere Aufgaben wie Fallschirmspringen nicht intelligent genug seien.


Aber diente die Sowjetarmee nicht auch als Schmelztiegel, der alle zusammenschweißen sollte?

Parulskis: Nein, die Sowjetarmee taugte nicht als Modell für den Vielvölkerstaat, weil die nationale Vielfalt in den Truppenteilen deutlich beschränkt war. Die „Schwarzen“ dienten vor allem bei den Panzern und den Bodentruppen. Die Russen waren extrem arrogant und haben sich allen anderen gegenüber überlegen gefühlt. Auch Ukrainern und Balten wurde auf Grund der Geschichte im Zweiten Weltkrieg viel Skepsis entgegengebracht. Diese Spannung war ständig spürbar.


Hatten Sie russische Freunde?

Parulskis: Menschlich haben wir uns verständigt, aber als Freundschaft würde ich das nicht bezeichnen. Ich war der einzige Litauer in meiner Kompanie und konnte meine Meinung nie frei sagen.


Wie haben Sie in der Erniedrigung Ihre Würde wahren können?

Parulskis: Wenn es was am eingenähten Kragen auszusetzen gab und ich dann in der Dusche auf den Fingerknöcheln Liegestütze machen musste, habe ich mir einfach gesagt: Na und?


War es für Sie dann wichtig, ein Litauer zu sein?

Parulskis: Ich habe sicher bei der Armee gelernt, dass ich mich als Litauer nicht nur durch die Sprache von den anderen unterscheide. Aber deshalb habe ich mich nicht als jemand Besseres gefühlt.


Hat Sie die Armee traumatisiert?

Parulskis: Ich bin mir nicht sicher, ob ein Kranker über seine Krankheiten reden kann. Beides ist seltsam: Wenn ich behaupte, ich sei traumatisiert worden und wenn ich behaupte, ich sei nicht traumatisiert worden. Das ist mein Leben und ich will mich über diese zwei harten Jahre nicht beklagen, sie waren nicht völlig wertlos.


 

 


 


                                       Die russischen Truppen der GSSD in Deutschland

 

                                                         Truppenluftabwehr des Heeres        TLA        

 

          8. Gardearmee             ( Heer )      Weimar/Nohra 
 
  • 18. Fla Raketenbrigade SA11   in Gotha    /Truppenluftabwehr
			    9K37 BUK
                                       519. Fla-Raketenabteilung  bei Dolmar   System  9K37 BUK 
                                       Quelle: Rodina ist Heimat / ZDF  . Abzug aus Deutschland nach Russland 

 

         27.GardeMotSchützendiv.      Halle  
  • 286.Fla Raketenreg.    SA 8 in Halle  /Truppenluftabwehr
 			    9K33BM OSA
               vorher : 1076.FRR   2K12 KUB   
 
         39.GardeMotSchützendiv.      Ohrdruff
  • 915.Fla Raketenreg.    SA 6   in Ohrdruff /Truppenluftabwehr
			    2K12 KUB 
 
         57.GardeMotSchützendiv.      Naumburg
  • 915.Fla Raketenreg.    SA 6   in Naumburg /Truppenluftabwehr
 			    2K12 KUB 
 
         79. GardePanzerdiv.       Jena
  • 1075.Fla Raketenreg.   SA 6      Jena  /Truppenluftabwehr
 			    2K12 KUB 
 
 
         1.GardePanzer Armee      Dresden 
 
  • 53. Fla Raketenbrigade SA 11  in Altenburg /Truppenluftabwehr
		                     9K37 BUK     erste Brigade, die den SA4 KRUG abgab und mit SA11 ausgerüstet wurde.
         vorher 677. FlaRaketenreg. 2K11 KRUG   SA 4
 
         9.Panzerdiv.                  Zeithain
  •  216.FlaRaketenreg.    SA 6   in Zeithain  /Truppenluftabwehr
 			    2K12 KUB 
 
         11.Panzerdiv.                Dresden
  • 1018.FlaRaketenreg.    SA 6   in Meissen  /Truppenluftabwehr
 			    2K12 KUB 
 
         20.MotSchützendiv.        Grimma
  • 358.Fla Raketenreg.    SA 8   in Leisnig  /Truppenluftabwehr
                                                  9K33BM OSA
 
 
         3.Stoßarmee              Magdeburg 
  • 49. Fla Raketenbrigade SA 11  in Colbitz  /Truppenluftabwehr
                            9K37 BUK
         hier befanden sich unabhängig von Truppen der TLA auch Truppen der LV : System S 200 und S 125 NEVA
         
         7.Panzerdiv.                   Roslau
  •  287.Fla Raketenreg.    SA 6    in Rosslau  /Truppenluftabwehr
 			     2K12 KUB 
 
         10. Panzerdiv.                Altengrabow
  •  359.Fla Raketenreg.    SA 8   in Altengrabow  /Truppenluftabwehr
 			     9K33BM OSA
 
         12.Panzerdiv.                Neuruppin
  • 933.Fla Raketenreg.     SA 6   in Burg      / Truppenluftabwehr
                                                     2K12 KUB 
 
         47.Panzerdiv.                Hillersleben
  • 1009.Fla Raketenreg.   SA 6   in Hillersleben  / Truppenluftabwehr
 			     2K12 KUB 
 
 
         20.Gardearmee            Jüterbog                 vorher Raum Thüringen bis ca. 1982 
  •  67.Fla Raketenbrigade  TT 41516  SA 11     Elstal        /  Truppenluftabwehr          
                                                     9K37 BUK
    Das Zusammenwirken mit der 41. Fla Raketenbrigade Berlin ( NVA Truppen ) war nicht organisiert.
   Berlin wurde offensichtlich durch die 20. Gardearmee  ( SA 11 ) gedeckt .          ( WEST )
        und wurde möglicherweise ebenfalls durch die 2.Gardearmee ( Fürstenberg ) geschützt. ( SÜD- West  )
 
         25.Panzerdiv.                      
  • 1702 Fla Raketenreg.   SA6    in Vogelsang  /Truppenluftabwehr
 			     2K12 KUB 
 
         32.Garde Pz. Div.              
  • xxx.Fla Raketenreg.    SA8    in Jüterbog  / Truppenluftabwehr
                                                    9K33BM OSA
 
         35.Mot.Schützen. Div.
  • 200.Fla Raketenreg.    SA8     in Krampitz  / Truppenluftabwehr
 			     9K33BM OSA
 
         90.Pz. Div.                             
  • 288.Fla Raketenreg.    SA8     in Schönewalde  /Truppenluftabwehr
 			     9K33BM OSA
 
 
         2. Garde-Panzerarmee         Fürstenberg 
  • 61. Fla Raketenbrigade SA 11   Borggitz   
			      9K37 BUK    
          412.  selbständiges Fla Raketen Regiment   TT 44663   
                 Staats / Uchtspringe Nähe Gardelegen   http://www.gardelegengsvg.narod.ru/units/412ozrd/main.html 
                                                                     SA 4 KRUG.     
                                                                                Ehemalige S 75 Stellung ( SA 2 ) Aller 2 Jahre Schiessen in   EMBA 5
 
         16.Pz. Div  
  • 66.Fla Raketenreg.       SA6    Neustrelitz   
                                                       2K12 KUB 
         21. MotSchtz Div   
  • 1079.Fla Raketenreg.    SA6   Perleberg 
                                                       2K12 KUB   
         94. MotSchtz Div   
  • 896.Fla Raketenreg.    SA8      Schwerin
                                                       9K33BM OSA
         207. MotSchtz Div
  • 75.Fla Raketenreg.     SA6       Stendal
                            2K12 KUB
	

                                                    
                                                                       dem Hauptstab  direkt unterstellt : 
 
 
  •  Zentrale Führung Luftverteidigung ( PWO )         TT 18178      Wunsdorf 
          1014 .   Gefechtsstand   LSK/  LV  GSSD       in       Gadow  
                    Chef Luftstreitkräfte / Luftverteidigung    ( nicht Heeres LV )     Generalleutnant Litwinow 
            xxxx.  Gefechtstand  LSK /  LV Gefechtstand       Merseburg 
    
  •  133.Fla Raketen Brigade      TT 30183   Jüterbog         SA 4   Truppenluftabwehr
              Gefechtsstand 133. Garde Fla-Raketenbrigade GSSD       Charlottenfelde
              Die Umstrukturierung von SA 4 auf den Fla Raketenkomplex SA 11   und später zusätzlich auf    SA 12  war noch nicht abgeschlossen . 
              Rückgeführt ( wann ? ) zum Luftverteidigungskreis    Wladimir                                                                       Informationen gesucht .
 
  •  252.Fla Raketen Brigade     Gera    TT 64023              SA 4   Truppenluftabwehr
  •  481. selbständiges Fla Raketen Regiment   TT 99479    Primerwalde - Güstrow               SA 8 OSA
  •  814. selbständiges Fla Raketenregiment      TT  96574    Rehagen / Teltow Brandenburg   Informationen gesucht .  Rückgeführt  Kropotkin
 
 
 
                                                                                                                 
 
  •  157. Fla Raketen Brigade   TT  73251     Primerwalde  - Güstrow       bis 1983
                                                                                     System  S 125 NEVA             SA 3   
                 
           157.   ЗРБР   Senitnaja Raketnaja Brigada    

Waffengattung   : Luftverteidigung des Landes

Standort Primerwalde - Güstrow mindestens bis 1983 . Danach Verlegung nach Wittstock.
1989 aufgelöst , nach Russland rückgeführt . Mit der Initiative vom russ. Staatschef Michael Gorbatschow zur Abrüstung und Rückführung der Truppen zurück nach Russland wurden Panzer , Landstreitkräfte und ua. die 157. FRB zurück geführt .
 

             

Auftrag :              Luftverteidigung des Landes

SA 3 , SA 5 Luftabwehrsysteme und Funkmessmittel waren nicht der 16. Luftarmee unterstellt. Keine personelle oder organisatorische Unterstellung an die lokalen Flugplätze. Keine Unterstellung an Heeres-Luftverteidigung , obwohl diese auch im DHS stand .

Gefechtsstand LSK LV der  GSSD  ( Gruppe der sowj. Streitkräfte in Deutschland )      Gadow

Raumdeckung innerhalb der Vernichtungszone ( in der Kartenebene 17 Km für den SA3 ). Die Flugplätze gehörten mit zum Schutzauftrag  Luftverteidigung. Flugplatznähe ist günstig für fernmeldetechnische Anbindung und allg. Versorgung. Die 163. wie auch die 157. wurden als Brigade der  Luftverteidigung vom Gefechtsstand  LV aus Minsk / Weißrussland zentral geführt und nicht ( ! ) an die Führung der Heeres-Truppenluftabwehr eingebunden. Die 163. und 157. FRB  waren in das DHS ( Diensthabendes System der Luftverteidigung des Warschauer Paktes  ) eingebunden  und wurden über ihr eigenes automatisches Führungssystem intern geführt.

Aufgabe :

Einbindung in die Luftverteidigung. Standorte  in   Flugplatznähe verleiten zur Annahme diese S 125 NEVA Systeme sollten Flugplätze decken. NEVA Systeme werden in tieffluggefährdeten Richtungen optimiert eingesetzt. Führung durch ein automatisches Führungssystem der Luftverteidigung.

In einer Dissertation     ISBN 9783861535805     wird von einer Verlegung im Jahr 1983 von Güstrow nach Wittstock geschrieben. ( Seite 240 )  um das FRR 157 im Jahr 1989 endgültig zu verabschieden.

 

Verlegung von Fla-Raketenbrigaden der GSSD in Deutschland innerhalb der DDR im Jahr 1983.

 

"( GSSD ) Deren Führung hatte in Auswertung der israelischen Invasion im Libanon im Februar 1983 beschlossen ,
ihre 67.Flaraketenbrigadeaus dem grenznahen Raum bei Gotha in Richtung Brandenburg abzuziehen ....
Gleichzeitig erfolgte die Verlegung de 202.Flaraketenbrigade von Rathenow nach Mahlwinkel...
...und der 157. Fla-Raketenbrigade von Güstrow nach Wittstock ...
Die Verlegung der 157. Fla-Raketenbrigade der GSSD nach Wittstock hatte indes zur Folge , dass dieser Verband
mit Teilkräften sowohl im Wirkungsraum der 1. als auch3. Luftverteidigungsdivision des Kommandos LSK/LV disloziert war.

Zitat :  Hüter des Luftraumes , Seite 240 ISBN  9783861535805   Finke

Das 481. selbständiges Fla Raketen Regiment   TT 99479  mit dem Fla Raketentyp SA 8 OSA bezog nach dem Abzug der 157. FRB  deren Stellungen . Das lag weniger daran , die S 125 NEVA / SA 3 zu ersetzen , vielmehr lag de Stab wie auch beim 157.FRB in Güstrow. So bezogen Heeres Einheiten der Truppenluftabwehr die leer gewordenen Stellungen der LV .

 

          Einheiten :       S 125   NEVA / SA 3   

 

                   Stab :         Primerwalde  - Güstrow

 

FRA 541                        Damgarten
FRA 265                        Finow
FRA ?                           Lärz                                Truppenteil  73398    Tarnbezeichnung :     Äschafotnie 
FRA  ?                          Mahlwinkel
FRA  288                       Neuruppin.  ab 1984 - 89    FRA 206
FRA 206                        Oranienburg.
FRA 187                        Parchim.
FRA 166                        Templin.
FRA                              Stendal.
FRA 268                        Werneuchen
FRA ?                           Wittstock.                                                                                           Zedra

FRA 145                         b. Saal

 

 

Im Jahr 1989 wurde die 157. Fla Raketenbrigade  aufgelöst .

In die Luftabwehrstellungen der S 125 NEVA / SA 3 sollen Heeres-Luftabwehrsysteme OSA SA 8 aufgestellt worden sein. Gründe der Umstrukturierung der Luftverteidigung im Jahr 1989 sind nicht bekannt. Es ist auch nicht bekannt , wohin die 11 Systeme SA 3 verschoben worden sind . ( Russland )  Die 157. FRB umfasste  räumlich den Bereich nördlich Berlin bis hoch zur Ostseeküste. Die Auflösung erscheint sehr ungewöhnlich. Die SA 3 wurden nach Russland  rückgeführt . Die SA 8 OSA wurden möglicherweise als Zwischenlösung ( Überbrückung ) der Modernisierung eingesetzt. Denkbar ist auch die Zuführung neuer Systeme ( Heers Fla  SA 12  oder S 300 etc . )

Ab 1989 standen in alten Stellungen der ehemaligen 157. FRB        Systeme OSA   SA 8   des Heeres     Informationen gesucht .

Parchim
Stendal
Mirow
Wittstock
Oranienburg
Templin
Finow
Werneuchen
 
                  

        Zuordnung der 157. und 163 . Fla Raketenbrigade

       Führung : Zentraler Gefechtsstand Minsk

 
 
 
 
 
  •  163.Fla Raketen Brigade     Leipzig - Taucha              SA 3 / SA 5  Luftverteidigung        
           163 ЗРБР   Senitnaja Raketnaja Brigada
            TT 99571     Alibi 
 

Auftrag :            Luftverteidigung des Landes

SA 3 , SA 5 Luftabwehrsysteme und Funkmessmittel waren nicht der 16. Luftarmee unterstellt. Keine personelle oder organisatorische Unterstellung an die lokalen Flugplätze. Keine Unterstellung an Heeres-Luftverteidigung , obwohl diese auch im DHS stand .

Gefechtsstand LSK LV GSSD   Gadow  und Minsk ( Russland )

Raumdeckung innerhalb der Vernichtungszone ( in der Kartenebene 17 Km für den SA3 ). Flugplätze gehörten mit zum Schutzauftrag  Luftverteidigung. Flugplatznähe ist günstig für fernmeldetechnische Anbindung und allg. Versorgung. Die 163 wie auch die 157. wurden als Brigade der  Luftverteidigung vom Gefechtsstand  LV aus Minsk / Weißrussland zentral geführt und nicht ( ! ) an die Führung der Heeres-Truppenluftabwehr eingebunden. Die 163. und 157. FRB  waren in das DHS ( Diensthabendes System der Luftverteidigung des Warschauer Paktes eingebunden )             

          Einheiten :       S 125   NEVA / SA 3      und        S 200 /SA 5

       

Nr 6          FRA 354       Allstedt               Truppenteil :    99934              Tarnbezeichnung :     Alisarin                S 125 NEVA / SA3
Nr 8          FRA 254       Altenburg                                   99677              Tarnbezeichnung :     Udwoitel              S 125 NEVA / SA3
Nr 12        FRA 281       Brand                                                                Tarnbezeichnung:      Ordinezs              S 125 NEVA / SA3
Nr 9          FRA 294       Brandis                                                              Tarnbezeichnung:      Origon                 S 125 NEVA / SA3
Nr 15        FRA 250       Falkenberg                                                                                                                       S 125 NEVA / SA3
Nr 11        FRA 264       Finsterwalde                                                                                                                    S 125 NEVA / SA3
Nr 10        FRA 255       Großenhain                                                                                                                      S 125 NEVA / SA3
Nr 14        FRA 230       Jüterbog                                                                                                                           S 125 NEVA / SA3
Nr 5          FRA 227       Köthen                                                                                                                             S 125 NEVA / SA3
Nr 7          FRA 245       Merseburg                                                                                                                        S 125 NEVA / SA3
Nr13         FRA  293      Sperenberg                                 99883            Tarnbezeichnung :     Nakomarnik          S 125 NEVA / SA3
Nr 4          FRA 207       Zerbst                                                               Tarnbezeichnung :     Gerbowie              S 125 NEVA / SA3
Nr 3          FRA 288       Möckern                                      99849             Tarnbezeichnung :     Nisowie                S 125 NEVA / SA3

Nr. 1,2       FRAG          Wendgräben/Loburg                  10200                                                Kompott                 S 200  / SA5

Nr ?           FRA ?         südlich Wendgräbchen                                                                                                    S 125 NEVA / SA 3

     
     
  •  202.Fla Raketen Brigade     Magdeburg          SA 12   Truppenluftabwehr TT  43034       Informationen gesucht . 
           Rückgeführt nach Russland    Naro Fominsk
              
  •   Weitere Standorte :
              Wechselgefechtsstand der   16. Luftarmee GSSD    in    Frankenförde
 
 
                                                                                                                  
 
 

 
 
                       Truppen der   Luftverteidigung      LV       bis 1991
 
                                                     S 200 // SA 5 Systeme                                                                   
  

Ein russisches System  S 200 // SA 5   befand sich bei Magdeburg   ( 2 Kanäle )   :   163. Fla Raketen Brigade     Taucha       

Wendgräben/Loburg: 52° 9'11.63"N, 12° 1'38.55"E    .   30 km Südöstlich Magdeburg    S 200  Stellung der  GSSD.

Die Stellung wurde 1980 - 82  errichtet. Kapazitäten wurden durch die deutsche NVA bereit gestellt .

Anfang 1990 wurden die beiden Systeme nach Russland rückgeführt. Die Kasernen wurden von russ. Fernmeldetruppen benutzt.

 

Bei 52 10 13 N   11 57 41 E  befand sich eine S 125 // SA3 Stellung     ( ca. 10 Km südwestlich des SA 5  )

 

                                                                            

 

 

                                               S 125  NEVA // SA3 Systeme                                                    

 

                                Unterstellung :  Luftverteidigung des Landes

 

Die Stationierung von S 125 NEVA in Flugplatznähe lässt sich gut mit den  technischen Möglichkeiten
des SA3 / S125 erklären :   Abwehr von Marschflugkörpern in geringsten Höhen.

Ein NEVA  S 125  besteht aus: 1 Antenne , 1 Kabine , 1 Kabine Stromversorgung , 4 Startrampen.

Ein NEVA hat : 1 Zielkanal , 2 Raketenkanäle. Beide Raketenkanäle sind an den 1 Zielkanal gekoppelt. Ein Ziel : 2 Flugkörper.

Es könnten sich  23 Systeme NEVA bei der GSSD im Dienst befunden haben .   ( 2  ) 

 

Allstedt Galgenberg      5 km NW     vom Militärflugplatz            163.Fla Raketen Brigade     Taucha 

Altenburg Großstöbnitz  7 Km SW   vom Militärflugplatz           163.Fla Raketen Brigade     Taucha 

Brand Rietzneuendorf   5 km SW     vom Militärflugplatz          163.Fla Raketen Brigade     Taucha 

Brandis Beucha 5 Km WNW vom Militärflugplatz                       163.Fla Raketen Brigade     Taucha 

Damgarten  SW  vom Militärflugplatz                                             157. Fla Raketen Brigade     Güstrow  

Falkenberg Arzberg 8 Km SW vom Militärflugplatz                    163.Fla Raketen Brigade     Taucha 

Finow Finofurt 4 Km NW vom Militärflugplatz                               157. Fla Raketen Brigade     Güstrow  

Finsterwalde Berg 7 Km WNW vom Militärflugplatz                  163.Fla Raketen Brigade     Taucha 

Großenhain Bauda 7 Km NW vom Militärflugplatz                       163.Fla Raketen Brigade     Taucha 

Jüterbog Heideberg 4 Km NW vom Militärflugplatz                    163.Fla Raketen Brigade     Taucha 

Köthen Rehkopf 7 Km SW vom Militärflugplatz                           163.Fla Raketen Brigade     Taucha 

Lärz Blohmberg 8 Km W vom Militärflugplatz                              157. Fla Raketen Brigade     Güstrow  

Mahlwinkel Sandbeiendorf 7 Km WSW vom Militärflugplatz    157. Fla Raketen Brigade     Güstrow  

Neuruppin Kränzlin 3 Km W vom Militärflugplatz                        157. Fla Raketen Brigade     Güstrow  

Oranienburg Bärenklau 6 Km WSW vom Militärflugplatz         157. Fla Raketen Brigade     Güstrow  

Parchim Matzlow 7 Km WNW vom Militärflugplatz                     157. Fla Raketen Brigade     Güstrow  

Sperenberg   7 Km NW vom Militärflugplatz                                163.Fla Raketen Brigade     Taucha 

Stendal Belkau  4 Km W vom Militärflugplatz                               157. Fla Raketen Brigade     Güstrow  

Templin Storkow 5 Km  WNW vom Militärflugplatz                    157. Fla Raketen Brigade     Güstrow  

Werneuchen Löhme  5 Km WNW vom Militärflugplatz              157. Fla Raketen Brigade     Güstrow  

Wittstock  Wernikow 7 Km NW vom Militärflugplatz                 157. Fla Raketen Brigade     Güstrow  

Zerbst Moritz 4 Km W vom Militärflugplatz                                   163.Fla Raketen Brigade     Taucha 

südlich Wendgräbchen   ( ca. 10 Km südwestlich  S 200 / SA 5  )   52 10 13 N   11 57 41 E  

                                                                                                                  163.Fla Raketen Brigade     Taucha 

 

Naumburg , aus Richtung Jena kommend links auf Hügel , in Kasernennähe  ( vom Autor 1986 selbst beobachtet ).  Kurz vor Naumburg.

 

         

        Zuordnung der 157. und 163 . Fla Raketenbrigade

        Alle NEVA Abteilungen liegen in 3 Hauptlinien von oben nach unten.

       

Alle S 125 NEVA hatten als Mittel der Luftraumaufklärung :   P15 ( flat face ) RADAR mit Mast und P12  RADAR.  Anbindung an die zentrale Luftlage der Luftverteidigung des Landes über Richtfunkverbindungen ( Kabine 5Ja 63 ) an die Brigade . Die Brigade wurde geführt vom  Gefechtstand der LV Mitteleuropa : Minsk , Weisrussland.

Diese Systeme SA 3 der Luftverteidigung des Landes lagen in Räumen , die auch durch die Truppen der Heeres - Flugabwehr         ( TLA ) gedeckt wurden. Zusammenarbeit war nicht vorgesehen , und Überlappung und Konzentration der Anstrengungen ebenfalls nicht. Personell und organisatorisch war die Luftverteidigung des Landes nicht an die Heers-Luftabwehr angebunden.

                  
russ. NEVA Stellung in Deutschland , möglicherweise Bärenklau , Stellung war von Autobahn / Berliner Ring zu sehen.
 

Während die TLA ( Truppenluftabwehr des Heeres ) Objektschutz durchführte , deckte die LV des Landes Räume und Cluster gegen den Luftgegner ab.  Die S 125 NEVA hatten als Schutzobjekte nicht ( ! ) die Flugplätze. Die NEVA decken einen Raum innerhalb ihrer Vernichtungszone ab. Praktischerweise kann der Flugplatz verteidigt werden , dieser liegt aber nicht in der Vernichtungszone ( liegt hinter dem System ).

Die Stationierung von S 125 NEVA in Flugplatznähe lässt sich gut mit den taktischen und vor allem technischen Möglichkeiten des SA3 / S125 erklären : Abwehr von Marschflugkörpern in geringsten Höhen. Das kann kein S 75 Wolchow ( SA2 ) kein KUB  SA 6 und kein OSA SA 8 . Der NEVA sieht mit AFS  ( automatische Führungssystem und Anbindung an die zentrale Luftlage  450 Km nach vorn...

Der Begriff des " Objektschutzes" ist als taktischer Begriff der russ. FRT bis heute unbekannt und wurde durch westliche "Experten" eingebracht.  Die NEVA deckten im Raum und Objektschutz ( Cluster ) Objekte in der verdichteten Einsatzzone ab.  Die " Schutzobjekte liegen / lagen beim NEVA hinter ( ! ) der Vernichtungszone.

 

                                                                                              

                                                               SA 2  S 75  Wolchow                                                       

 

Für das Jahr 1974  werden noch 8 Fla Raketenregimenter mit S 75 / SA2  ( 4 Abteilungen je Regiment ) aufgezählt . Für das Jahr 1975 wurde bereits um 50 % reduziert und nur noch 4 Regimenter festgestellt. Die Aufgaben wurden durch das Heeressystem SA 4 KRUG / NATO " GANAEF " übernommen. Für den Kriegsschauplatz Europa werden    30   ( ! )   SA2 Regimenter ( Russland , Europa ) festgestellt .

 

Standorte der SA 2 Regimenter : 
8. Gardearmee /                                                    Gera / Thüringen
für das Jahr 1971 wird ein Standort in           Weimar festgestellt.
20. Gardearmee / Standort                                Frankfurt Oder
                                                                                  Rathenow 
1. GardePanzerArmee / Standort                     Leipzig 
 

 

                                                                                 

                                                                                                    
                                             Besonderheiten :

Die Truppen der LV des Landes arbeiten ( auch nicht im Ausnahmefall ) nicht mit den Truppen der Truppenluftabwehr des Heeres zusammen. Hier greifen unterschiedliche taktische Einsatzverfahren . Die Truppen der LV werden zentral geführt.

Systeme der LV bis zum Jahr 1992 in Deutschland waren :

S 125 NEVA // SA 3
S 200 WEGA // SA 5
S 300 // FAVORIT //SA 10      
(  wahrscheinlich nicht in der DDR stationiert  )

Die Truppen der TLA / Truppenluftabwehr wurden in das Diensthabende System der Luftverteidigung eingebunden. Es fand kein Datenverbund mit der TLA statt. Das System " KRABBE " der TLA wäre dazu geeignet gewesen.

RADAR der TLA ( P 40 ) wurde für das DHS genutzt.( z.B.. Auffassen der SR 71 aus England ) Auf Flugplätzen der GSSD befanden sich auch RADAR- Mittel des Heeres ( P 40 ) . Hier ging es nicht um Mobilität ( die Geräte standen über Jahre ) sondern um technische Merkmale wie Sendeleistung und Verfügbarkeit .

Bereits im Jahre 1966 wurde von russ. Seite beschlossen, vorhandene Infra Struktur zu nutzen.

                       

So wurden Bataillone der Funktechnischen Truppen    ( RLP  ) bei vorhandener Struktur angesiedelt. Diese Funkmessposten gehörten zu den Truppen der Luftverteidigung und lieferten Luftlage für die Luftverteidigung. ( nicht Heeres Fla ) . Alles siedelte sich in der Näher von Flugplätzen an. ( Anbindung, wirtschaftliche Lage , essen , Treibstoff , Fernmeldeverbindungen etc ). Flugabwehrsysteme S 125 NEVA wurden in unmittelbarer Nähe dieser Infra Struktur angesiedelt. Die Unterstellung und taktische Führung der Funkmessposten und ebenso der Luftverteidigungseinheiten SA 3 erfolgte von deren taktischen Gefechtständen aus. Die Flugplätze hatte keine Führung über die FUTT bzw. LV Fla Rak Einheiten. Die taktischen Fliegerkräfte wiederum wurden von eigenen taktischen Gefechtständen geführt. Es bestand keine direkte Verbindung der Flugplätze zur benachbarten Fla Rak. Da aber Code für das im Warschauer Pakt einheitliche Freund-Feind-Kennungssystem der Futt , LV und Fliegerkräfte bestand , gab es auch hier keinen Bedarf an Koordinierung.

Im Ergebnis fand man Konzentration von Mitteln der Luftverteidigung ( Funkmesstruppen mit Luftraum RADAR der LV , Fla Mitteln der LV : S 125 NEVA /SA 3 und taktische Fliegerkräfte der Luftstreitkräfte ( gehören nicht zur LV ) mit Truppen des Heeres und Truppen der Luftabwehr des Heeres auf engstem Raum . Laien behaupten bis in die heutige Zeit m, dass genau diese Truppen als Aufgabe den Schutz der Flugplätze hatten. Das ist falsch .

Nach Abzug der 157. und 163 . Fla Raketenbrigade und Rückführung  nach Russland wurde einige ehemalige  S 125 NEVA Stellungen mit  Heeres -Fla Systemen   "OSA" besetzt. Offensichtlich nutzte man die Infra- Struktur. Das diese OSA Systeme in das System der Luftverteidigung überführt wurden gehört in das Reich der Märchen . Über die Gründe des Abzuges von 23 Fla Raketensystemen S 125 und 2 Systemen S 200 WEGA ist nichts bekannt.

Systeme des Heeres wie z.B. SA 8 OSA verfügten über die selben technischen Aufklärungsmittel wie die LV des Landes und waren mobil.  Wegen unterschiedlicher Einsatzverfahren war Anbindung an die zentrale Luftlage nicht vorgesehen und wurde  nicht praktiziert.

Von deutscher Seite ( NVA ) sind Probleme der Herauslösung der Heeres Fla aus der zeitweiligen Zuarbeit und Unterstellung die LV des Landes bekannt :

Wann lösen sich die Truppen der TLA aus der LV aus ? Soll erst der erste Luftschlag abgewehrt werden , und dann zurück zu der kämpfenden Heerestruppe oder noch längerer Verbleib.  Bei den Russen stellte sich diese Frage nicht, es war alles Heeresgerät .   Marschiert das Heer, ist die Heeres Fla schon lange unterwegs.  Durch die Russen wurde das so gelöst , dass die LV eigenständig arbeitete und die Truppen der TLA nur für die Luftverteidigung ihrer Heeresdivision / Armee zuständig war.

Fakt ist , das 95 % der LV der GSSD in Deutschland auf den Systemen  des Heeres beruhte.

Vor der Einführung mobiler Systeme wie KUB , OSA und BUG waren S 75 ( SA2 ) an der Nahtgrenze zur NATO auf dem Gebiet der DDR entfaltet. Diese hätten das mobile Heer nicht schützen können. So erfolgte der Übergang auf mobile Systeme.

                 Taktik und Einsatz   S 125 NEVA //  SA 3
                                                                                            
                                                        
                                                                       
                                               Jahr 1975                                  
 
         Aus Quelle  ( 2  )    ergibt sich folgendes:
Im Jahre 1975 befanden sich auf dem Gebiet DDR / Deutschland bei den russ. Truppen ( GSSD ) :
9 Brigaden   KRUG    mit insgesamt 54 Feuereinheiten ( Heeres Fla )      / SA4       
9 Regimenter  KUB  SA6
4  Regimenter S75 Wolchow  / SA2 
Systeme OSA  / SA 8 befinden sich im Zulauf für die russ. Truppen. Umstrukturierungen der Luftverteidigung werden vorbereitet.
SA 4  befinden sich im Diensthabenden System .
 
 
Standorte der SA 2 Regimenter : 
8. Gardearmee /                                                  Standort Gera / Thüringen
für das Jahr 1971 wird ein Standort in             Weimar festgestellt.
20. Gardearmee / Standort                                Frankfurt Oder
                                                                                  Rathenow
1. Garde Panzer Armee / Standort                     Leipzig 
 
 
Auf dem Kriegsschauplatz Europa befinden sich 24 Brigaden Systeme SA4 , 12 Regimenter SA 6 und 30 Regimenter SA2.
( Eine Brigade SA4 hat : 6 Systeme, Ein Regiment SA6 hat 5 Systeme , ein Regiment SA2 hat 4 Systeme )
 
In Zentralrussland befanden sich :
29  Brigaden SA 4 sowie 15 Regimenter SA 6. 
Das System SA 8 befand sich kurz vor der flächendeckenden Einführung zur Ablösung des SA 4 .
 
 
 
Außerdem gab es im Jahre 1971        ( 2  )  Tagebuch Nr 2409/71
935. FlaRakRegt. bei der 39. GardemotSchützendiv. in Ohrdruff
932.  FlaRakRegt. in Naumburg  / 57. MotSchützendiv. Stab in Naumburg 
2504.  FlaRakRegt. in Jena bei 20. GardePanzerDiv. Jena
 
 
                                       
 
                                     

Die russ. Streitkräfte in Deutschland hatten für die Luftverteidigung 20.000 Schiesskanäle , ( mit NVA  ) allein die 20. Gardearme /Berlin soll 8000 Kanäle ( dh. man kann 20.000 mal Flugkörper zum Ziel lenken ) zur Verfügung gehabt haben . Der Luftraum über Deutschland / DDR soll 6fach abdeckt gewesen sein    .

Das Zusammenwirken der Luftverteidigung der NVA mit den  Kräften der Luftverteidigung der GSSD oder mit der 16. Luftarmee der GSSD und der Truppenluftabwehr der GSSD   war in Friedenszeiten nicht abgeglichen .      Auf der Ebene Feuereinheit wurde nicht  mit den russ. Truppen zusammen     geübt  .    ( einmal in 8 Jahren für die FRA  4133  , Autor  )   Das hing von den jeweiligen Beziehungen der Kdr. zu den Chefs der lokalen russ. Truppen ab. Die berufsmäßige Geheimniskrämerei  der Russen verhinderte   Zusammenarbeit .

In einem Verteidigungsfall sollten die deutschen Truppen der LV der NVA den russ. Truppen unterstellt werden. Alles östlich der Linie    Strahlsund - Potsdam - Dresden sollte durch die GSSD geführt werden und alle Kräfte der NVA den russ. Truppen  direkt unterstellt werden.  Östlich dieser Linie hätte die Luftverteidigung gehandelt , westlich davon die Truppen der TLA des Heeres.                      

 
 

 
                                                                                                               
 
 
           Dokumente 
             Interview   mit dem General Burlakow   zum Abzug der GSSD   aus Deutschland         WORD   , kyrillisch einstellen 
                PDF 

Auszug :

Burlakow gibt interessante Aussagen ua. zum Kernwaffeneinsatz der Russen. So waren die Russen zum Erstschlag mit Kernwaffen  bereit, man wollte nicht den erwarteten Erstschlag der anderen abwarten. Ziele wären nur militärische Objekte gewesen , keine Städte . Die politische Entscheidung der Führung verpflichtetet sich allerdings Kernwaffen nicht als erste einzusetzen . Er wurde später von General Klaus Nauman  ( Bundeswehr , NATO ) gefragt , warum die Russen nicht mit dem Krieg angefangen hätten, die Entfaltung der russ. Streitkräfte war auf Angriff ausgerichtet. Burlakow sagte , dass man die Pläne nicht vollständig hat mitnehmen können , irgendwer hatte wohl Kopien gemacht... Burlakow sagte , die Russen wären keine Aggressoren gewesen,  warum hätten wir Euch überfallen sollen ? Wir haben immer auf Euch gewartet, dass Ihr mit Krieg beginnt.  Man kann nicht sagen , dass wir begonnen hätten.  Die russ. Streitkräfte waren auf einen Krieg vorbereitet. Geplant waren gleichzeitig an  4 strategischen Hauptverteidigungsrichtungen zu handeln .In den Abzugzeiten kamen es zu Fahnenfluchten , auch von russ. Offizieren und Kommandeuren. Es gelangten auch russ.  Flugabwehrraketen "Strehla " in amerikanische Hände . 300 Armeeangehörige desertierten aus der russ. Armee.   In Deutschland waren über 546.000 russ. Soldaten stationiert.

 
             Interview mit der Zeitung     Red Star                      WORD   , kyrillisch einstellen 
                PDF
 
Links 

http://www.rtv-pvo-gsvg.narod.ru/          FUTT der Russen in Deutschland / DDR 
ttp://gvzrku.narod.ru/ 
 
 
                                                                                                        

 
 Es ergeben sich  600   ( 1  )    Feuerleitgeräte allein für die russischen Streitkräfte in Friedenszeiten auf dem Gebiet der DDR .
 
     ( 1  )   Oberst a.D .   Biedermann  ,  NVA    Militärattache der DDR in Brüssel .  http://www.aggi-info.de/index.php?107  
                                          nennt  600 russ. Systeme  in einer Rezension zum Buch  Truppenluftabwehr der NVA  
 
             ( 2  )     Siehe auch :   BND contra Sowjetarmee    ISBN 978 3 86153 461 7  erschienen 11/ 2007.
                                                                                                  militärische Lageberichte     S. 197 ff
          ( 3 )   

FUTT . Eine Begriff , der immer wieder hinterfragt wird : Funk Technische Truppen . Luftraumaufklärung mit RADAR . Darstellung der Luftlage und Weitermeldung der Luftlage in ein zentrales Verteilersystem. Hier holen sich alle Feuereinheiten ihre Luftlage ab. Luftlage lässt sich lokal ( 50 - 200 Km oder zentral ) darstellen.  Funktechnische Truppen t nichts mit Funken oder abhören von Funk in dem Sinne zu tun.

Unterschieden werden : Operatoren . Lesen die Luftlage von Bildschirmen ab und bewerten.  Techniker , Bediener : Bedienen der RADAR Geräte .
 

 
             Taktik und Einsatz   S 125 NEVA //  SA 3
 
                                                                                  
Das automatische Führungssystem . Führung von SA 3 und S 200 

 

Auf dem Tochtersichtgerät der P18 konnte der Schiessende die Luftlage beurteilen bzw. am Planschet der Planzeichner  großräumig   überprüfen.

Nach Kommando an den Leitoffizier schaltete dieser auf Arbeitregime Zielzuweisung.

Die Koppelkabine der FRA hatte die  Koordinaten auf   den eigenen Standort umgerechnet. Die Antenne ( Kabine PW ) dreht nun im Seitenwinkel sowie im Höhenwinkel auf das Ziel.

Die Entfernungsmarke an den Leitsichtbildschirmen des Leitoffiziers stellte sich auf die richtige Entfernung. Dieser schaltete nun die Antenne ein.

Im Regelfall war das Zielzeichen sofort auf dem Bildschirm des Leitoffizier.
Nach genauem Abdecken mit seinen 3 Handrädern übergab er es nun an die Funkorter.

Das System AFS war nicht verlegefähig .

Der Datenaustausch ( Zieldaten , Sprache , Signalisierung und Daten der FRA : Raketenbestand ,Meldungen über Zielvernichtung etc.) erfolgte über Drahtleitung oder Richtfunk.

 

5Ja 62 :    2 Spiegel        

5ja63 :      3 Spiegel.


Dazu gehört die Kabine + Mast mit Spiegel

Frequenzen 2- 20 GHz

28 Kanäle , Zeitmultiplex.

Kabine 5F20 : Rechnerkabine
Diese Kabine steht max. 10 m entfernt von der Leitkabine UNK ( S125 NEVA )
in der selben Halle, während 5Ja63 ca. 300 m weg in der Stellung steht. Der Mast in von Hauptkampfrichtung abgewandter Seite , östlich.

wpeB.jpg (84682 Byte) 5F20 oder 5F24

Autor. Peter und. Webmaster  11/2005  4/2008

  AFS  

 Automatisches  Führungssystem

Kabine 5Ja63 , Koppel - Rechenkabine und Richtfunkmast.

In jeder FRA befand sich die Koppel und  Rechenkabine. Diese rechnete Zielzuweisungen der Brigade an die Feuerabteilung um.

Eine solche Zielzuweisung war 3dimensional und auf die wahre Koordinate des  Luftzieles bezogen.

Die Datenerfassung erfolgte durch die Funktechnischen Truppen der LSK/LV.  (Luftstreitkräfte /Luftverteidigung).

An einem Sichtgerätearbeitsplatz wurde mit einem Griffel und Taster das Ziel "geklickt "und so in die Maschine übernommen.

 

 

 

1   Funktechnische Truppen erstellen
       Luftlage und speisen in AFS ein.

2   Weitergabe an Fla Raketenbrigade

3   Übermittlung an Rechner  in
        Fla Raketenbrigade

3-4   Rechner weist FRA Ziel zu.
Antenne PW wird in Seiten /Höhenwinkel
u. Entfernung ( Leitsichtgerät ) auf Ziel gerichtet.

3-5  Rechner weist anderer FRA 2. Ziel zu.

5-3-6  Mit der Antenne in 3 Koordinaten
begleitetes Ziel wird an FRA
6 weitergereicht.

 

 

 

Die Brigade führte die Feuerabteilungen via Sprache oder automatisiert. Das AFS automatische Führungssystem stellte an den Feuerleitantennen automatisch Entfernung , Seiten- und Höhenwinkel ein. Zielsuche wurde erheblich vereinfacht. Das System SENESCH ( so der Hersteller Name aus Russland ) konnte im Verbund mit Jagdfliegerkräften der Luftverteidigung zusammen wirken. Innerhalb der NVA war das so nicht vorgesehen, die Jagdfliegerkräfte wurde unabhängig von den Fla Raketentruppen geführt. Technisch wäre es aber möglich gewesen.

Die Gefechtsarbeit und DHS wurden automatisiert ( halbautomatisch oder vollautomatische Zielzuweisung durch die Rechenmaschine ) , via Sprache , Sektor, Höhenband oder Zeitfenster durchgeführt. Lokale  und selbständige Abarbeitung der Luftlage mit Zielvernichtung war möglich. Das AFS ( automatische Führungssystem war in den 60er und 70er Jahren für den gemeinsamen Einsatz von Fla Raketentruppen und Jagdfliegern der Luftverteidigung konzipiert worden . Die Arbeitsplätze im Gefechtsstand der 41. waren vorhanden.

Sehr wohl war aber das Zusammenwirken in der Vorschrift geregelt : 10 Km Sicherheitsabstand zu den Eigenen  beim Schiessen mit Fla Raketen , Handeln nach Höhenschichten , Sektoren und zeitlicher Beschränkung.      " Kowjör " war theoretisch bekannt.

FRBr waren mit dem AFS Senesch ausgerüstet und in den Führungsräumen waren Jägerleiststellen untergebracht, die ihre Aufgaben ebenfalls automatisiert erfüllen konnten. In den FRA wurden nur auf besonderen Befehl Jägerleiststellen eingerichtet. Regulär gab es keine.
 

Senesch kann 17 FRA gleichzeitig führen :  S75 , S125 ,   S 200  und    S300   mit insgesamt    24 Zielen  gleichzeitig . 50 Ziele können ebenso und gleichzeitig in einem LV Verbund mit den Fla Raketentruppen  für MIG 21 ,  MIG 23    und MIG 25 Abfangjäger führen .

 
 
 

                   © 2008 Peter Skarus    02/2005    03/2007      07/2010

 

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