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Inhalt

Krieg Russland vs Georgien

Schutz der KW Einsatzmittel im kalten Krieg durch die russ. Luftverteidigung

 

 

     Krieg   Russland vs Georgien   2008

 

Said Aminov. "Georgia's Air Defense in the War with South Ossetia" // Moscow Defense Brief, №3, 2008 г., http://mdb.cast.ru/mdb/3-2008/item3/article3/

erscheint ein Artikel zum Thema Luftverteidigung der georgischen   und russischen Streitkräfte. 

 

                                               Aus russischer Sicht sah es so aus :

 

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Während der Zeiten in der  Sowjetunion war russ. Luftverteidigung auch in Georgien aufgebaut. 3 Brigaden waren in Tbillsi , Poti und Echmidzin  platziert.  ( sowie  Gudauta in Abchasien )

Dieses System der LV bestand aus S 75/ SA2 Luftabwehrsystemen , S 125 NEVA / SA3 und S 200 WEGA / SA5 ( Tbillsi ) Systemen. Dazu gehörten noch 2 Brigaden der Funktechnischen Truppen ( FUTT ) zur Luftraumaufklärung und Luftlageerstellung.

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion fielen diese Luftverteidigungseinheiten nicht an Georgien, sondern  verblieben sie im System der russ. Landes _ Luftverteidigung. In den 90er Jahren wurden alle russ. LV Systeme vom georgischen Territorium abgebaut und nach Russland zurückgeführt. Die georgischen Streitkräfte verblieben mit einem Regiment SA2 / S75 und 2 SA3 Regimenter sowie einigen P18 SPOON Radarsystemen .

Die Georgier nutzen den S-75 / SA2 im Krieg gegen Abchasien ( 1992/93 ) und schossen ein russisches Flugzeug Su-27 in der Nähe von  Gudauta ab ( 19 .März 1993).

Das System SA2 wurde aus dem Dienst genommen . 2 Systeme S 125 NEVA -M / SA3 verblieben sind im Dienst mit insgesamt 7 Vierlingsstartrampen .

Im Jahr 2005 wurden diese SA3 durch die Ukraine ( einer der ehemaligen Hersteller zur Zeit der   Sowjetunion ) modernisiert. Die georgischen Streitkräfte nutzten Systeme der LV weiter : ua. ZU 23-4 Schilka, Strehla 2_M ( SA7 ) , Strehla 3    ( SA14 ) , Igla ( SA16 )

Ein Großteil dieser Systeme wurde im Krieg gegen Abchasien aufgebraucht. Im Jahr 2007 erhielt Georgien von der Unkraine 3 Batterien SA 8 OSA ( 18 Systeme ) . Zusätzlich  wurden 48 Flugkörper 9M38M1 geliefert.

Am 7. Juni 2007 lieferte die Ukraine auf dem Seeweg das System BUK M1 ( SA11 )

Die Ukraine bezahlte und lieferte RADAR Systeme der Luftraumaufklärung 36D6-M . ( STU 68 ) Diese wurden bei Tbillsi und in der Nähe von Gori aufgestellt . ( Siehe auch TV Beiträge zur Zerstörung von RADAR der georgischen Streitkräfte durch russ. Flugzeuge , nicht Bestandteil des Artikels , Übersetzter www.peters-ada.de). Bei diesem System handelt es sich um die umfassende Modernisierung des ST-68U 3 D Radar.     ( Reichweite 360 Km und heute beim System SA10 bei anderen Streitkräften im Einsatz )

Weiterhin modernisierte die Ukraine das passive elektronische Aufklärungsmittel Kolschuga und lieferte im Mai 2008 nach Georgien.  Die georgischen P18 Luftraumaufklärungsradare wurden modernisiert ( P18U ) . Mit Kolschuga können die aktiven Ausstrahlungen / Emissionen von Flugzeugen erfasst und bewertet werden.   ( Übersetzter peters-ada )

Weiterhin lieferte die Ukraine 50 Systeme IGLA ( SA-16 )  und 400 Igla 1    ( verbesserte Version )  nach Georgien. IGLA ist eine tragbare 1 Man Fla Rakete und wird von der Schulter abgeschossen. ( ähnlich dem amerik. System Stinger , Übersetzer )

Bulgarien lieferte im Jahr 2005 12 Systeme Zu23-2M und 500 IGLA 1 .

Während des Krieges gegen die abtrünnigen Republiken im August 2008 wurden die georgischen Truppen durch eigene SA 8 und BUK geschützt. Am ersten Kriegstag ( 8. August 2008 ) wurden mit dem BUK System 4 russ. Flugzeuge abgeschossen : 3 Flugzeuge SU 25  und und ein TU22M3 Backfire Langstreckenbomber .

2 Flugzeuge vom Typ SU 25  wurden durch georgische Luftabwehrsysteme des Heeres SA 11 BUK  abgeschossen ,  ein Kampfhubschrauber MI 24 wurde vermutlich auch abgeschossen.

( Am 8. August eine  SU25 , eine SU 25   am 9. August , eine SU 25  am 10 oder 11. August .)  Ein Pilot der russ. SU 25 und ein Pilot der abgeschossenen russ. Tu22 gerieten in georgische Kriegsgefangenschaft .Am 19 . August wurden beide russ. Piloten aus der Gefangenschaft ausgetauscht. 3 Piloten der TU22 und 2 Piloten der SU 24 starben bei den Abschüssen.

Die russischen Truppen eroberten 5 System SA 8 OSA der georgischen Streitkräfte , einige ZU 23  SCHILKA Fla Panzer .Bei Gali und Senaki wurden  1 SA 11 BUK erobert . Die russ. Streitkräfte konnten sämtliche Rampen der georgischen Systeme SA 11 BUK erobern oder außer Gefecht setzten .

Die russ. Heeres Fla Kräfte schossen 3 georgische Flugzeuge SU 25 ab.

BUK gehört zur neuen Generation moderner Luftabwehrsysteme. Hier im Krieg kamen diese erstmalig zum Einsatz. Russland war nicht in der Lage SEAD ( Unterdrückung feindlicher Luftabwehr ) zu praktizieren.

von russischer Luftwaffe zerstörtes georgisches militärisches RADAR  STU 68     bei Gori

 

Said Aminov     Moscow Defense Brief, №3, 2008

stark gekürzt .

Mit freundlicher ausdrücklicher Genehmigung nur  für Peters-ada.de     Said Aminov .

Übersetzt : Skarus , Autor www.peters-ada.de . Die Rechte auf diesen Artikel liegen ausschließlich bei Skarus .Nachdruck , kopieren etc ist unerwünscht.

 

                                                                                 

 


 

       Dezember 2008

Zusätzliche Informationen vom russ. Generalstab aus Russland sagen aus : die  russische Luftabwehr hatte mit großen Problemen zu kämpfen.

Die georgischen Fliegerkräfte wurden  in der Anfangsetappe der Operation eingesetzt. Die Flüge  erfolgten Nachts. Im gebirgigen Gelände hatten die russischen Heeres Fla Truppen

( Igla, Strela-10  Fliegerabwehrkanonen ZU-23 ) große Probleme Ziele überhaupt aufzufassen.

Georgien setzte auch eine große Anzahl von Drohnen ein. Außerdem wurden Mittel der elektronischen Kampfführung durch die georgischen Streitkräfte eingesetzt.

Scheinbar gab es Probleme mit der Datenerfassung und Darstellung der Luftlage. Das Gerät und technische Ausrüstung sind noch aus Sowjetzeiten.

Was gab es noch :

Eine SU-25 des 368. Schlachtfliegerregiments wurde von einer eigenen SU27
3. Garde-Jagdfliegeregiments abgeschossen.

Eine russische  SU-24MR vom 4. Ausbildungs- und Einsatzzentrums aus Lipezk wurde bei einem Angriff auf Gori von einem SA 8 OSA 9K33M3  abgeschossen.

Der Pilot kam ums Leben, der Waffensystemoffizier kam in Gefangenschaft.
 

Die russische Seite meldete den Abschuss von 6 georgischen Kampfflugzeugen in der Luft und die Zerstörung von sechs Flugzeuge am Boden. Weiterhin verlor Georgien alle seine 10   Mi-24 Kampfhubschrauber und   12   Mi-8T, sowie auch alle sechs von den USA gelieferten Bell UH-1H.
 


 

                                              Verluste :

 

Quelle :     Komsomolskaja Prawda   , russ. Ausgabe Papier



Luftabwehrsysteme:

Georgien:          32
Südosseten:      4
Russland:           2



Flugzeuge:

Georgien:    12        ( 6 abgeschossen - davon 1 Su-25 durch Su-27 und je eine durch russische "Igla" bzw. ossetische  "Igla"      3 Flugzeuge  An-2 und 3 Flugzeuge  L-29 am Boden zerstört )
Südosseten:   keine
Russland:        4

 

 


                                                                                 


 

 

Peters-ada.de schreibt  :

 

                                    Kraft durch Masse und viel Eisen

                    " Denk- Elektronik "   und Silizium gehören derzeit nicht dazu .

 

                      Russland

 

Die russ. Streitkräfte wurden auf dem Marsch und während der Gefechtshandlungen durch das Heers Fla System OSA ( Wespe ) SA 8 geschützt. 3 Abschüsse feindlicher georgischer Jets vom Typ SU 25 gehen möglicherweise auf den SA 8 oder SA 11 zurück. Die Systeme SA 8 waren in verschiedenen TV Beiträgen zum Krieg Georgien und Russland auf der russ. Seite beim Marsch mit Panzern und Schützenpanzern zu sehen.

            OSA    SA 8  Truppenluftabwehr des Heeres

Die Kampfführung der russ. Luftwaffe arbeitete nach dem russ. Prinzip aus der Vergangenheit : Kraft durch Masse , Panzerarmeen und Luftunterstützung für die eigene Heeres Truppe. Es gab keinen Einsatz von Präzisionswaffen oder Marschflugkörpern. Feindliches ( georgisches ) RADAR zur Luftraumaufklärung wurde herkömmlich mit ungelenktem Bombenabwurf zerstört. Der Einsatz von Laser geleiteten Bomben wurde nicht beobachtet .

Auf Eigenschutz der fliegenden Luftwaffe wurde kein Wert gelegt. Dabei handelt es sich um Ausbildungsmängel. Zu dieser Einschätzung kommt die russ. Generalität.

                 IGLA    , tragbare Fla Rakete mit Infrarot Suchkopf

Der Einsatz von jamming Flugzeugen zur Unterdrückung feindlicher Luftverteidigung wurde nicht beobachtet. Russ. Jagdbomber waren in der Lage im 15 min Takt Angriffe zu fliegen. Gleichzeitig waren bis zu 50 Flugzeuge in der Luft .Der Einsatz von "Flare"  zum Eigenschutz gegen tragbare Ein Mann Fla Raketen wurde in verschiedenen TV Beiträgen beobachtet.  Gezielte Flüge  zur Zerstörung der Luftverteidigung wurden nicht beobachtet .

Es gingen ein Langstreckenbomber TU 22 durch feindlichen Abschuss durch Luftabwehr der georgischen Streitkräfte verlustig, 3 Jagdbomber wurden bereits am 1. Kriegstag durch feindliche Luftabwehr verloren.

                       TU 22M3. Ein solcher russ. Bomber ging durch georgische am 8. August 2008  Luftabwehr verlustig .

                         Bild : Wickipedia

Die russ. Luftwaffe vernichtete erst am 2. Kriegstag Luftraumaufklärungsmittel ( RADAR ) der feindlichen LV Kräfte. Möglicherweise wurden zivile Objekte - Wohngebiete oder zumindest in unmittelbarerer Nähe  - bombardiert. Militärisches  Luftraumradar wurde zerstört. Nach Zerstörung der Flugzeuge SU 25 am Boden der Georgier hatten die Russen die volle Luftüberlegenheit .

Die auf der russ. Ausstellung  MAKS gezeigten Superwaffen der Russen gab es im Krieg nicht. Keine HARM , keine Präzisionswaffen. Gekämpft wurde nach Prinzipien wie im 2. Weltkrieg.                                                     Kraft durch Masse und viel Eisen.     " Denk- Elektronik "und Silizium gehören derzeit nicht dazu .

Auffällig im nachhinein ist , dass die Russen ihre Luftflotte so schnell einsetzen konnten. Im  russischen Militärbezirk Nordkaukasus mit dem Stab in  Wladikawkas befanden sich mit der 4. Luftarmee an 30 Basen etwa  :

85    Flugzeuge     Su-24

30    Flugzeuge    Su-24MR,

100  Flugzeuge Su-25 

105  MiG-29

 75    Su-27

 

  SU 25

 

Die georgische Luftverteidigung  konnte nicht effektiv bekämpft werden . Dafür flogen die Russen massive Luftangriffe im 15 Minutentakt gegen Infra Struktur , Flugplätze ,Landebahnen und Industrieobjekte und Rüstungsobjekte. ( die waren noch aus Sowjetzeiten bestens bekannt ) Unterdrückung gegen die Luftverteidigung Georgiens war uneffektiv und langwierig. Es gelang nicht   durch SEAD  Maßnahmen die LV zu unterdrücken .

 

                                                                                 

 


 

 

                                    Georgien

 

                              Hätten wir nur Luftüberlegenheits- bzw. Jagdflugzeuge gehabt ...

 

 

Die georgischen Streitkräfte hatten S125 NEVA / SA3 Fla Raketensysteme der LV , SA 8  OSA und SA11 BUG der Heeres Fla im Bestand. 12 Flugzeuge SU25 standen bereit.             ( geliefert von Tschechien und Bulgarien ). 8 Kampfhubschrauber MI24 ( Ukraine und Usbekistan als Lieferländer ) Einige Hubschrauber MI 8, 6 Aufklärungsdrohnen Aerostar und Hermes 450    ( Israel ) Georgien besaß keine Luftverteidigung und keine starken mobilen Heeres Fla Kräfte. Die wenigen Systeme waren zur Deckung der Fußtruppen aber nicht als Verteidigungssystem gegen einen Starken Luftgegner für das ganze Land vorhanden.

                      BUG  SA11

 

Das SA3 System wurde schon  genutzt als Georgien noch Bundessstaat / Republik in der Sowjetunion war. Die Gefechtsbesatzungen sollten gut trainiert gewesen sein. Bekannt ist , dass diese Truppen auch an Übungsschiessen auf dem russ. Staatspolygon Ashuluk teilnahmen. Über den Einsatz des SA3 in diesem Krieg ist nichts bekannt.

                                        

    ST68 U                         P18              der georgischen Streitkräfte zur Luftraumaufklärung.  ( Bilder zeigen NVA Gerät ST68 bzw russ. Gerät )

Bild : RADAR Grundlagen
Dipl. Ing (FH) Christian Wolf  

 

Die Ukraine lieferte 1 Jahr zuvor das Luftabwehrsystem BUK M1 ( SA11 )  aus ehemaliger russ. Produktion . Experten aus dem Herstellerwerk KUPOL unterstützten Georgien bei Ausbildung und Anfangsschwierigkeiten.

BUK SA11 ist ein voll mobiles System. BUK  arbeitet mit elektronischer Strahlschwenkung. Dieses System ist relativ neu und birgt daher für feindliche anfliegende  Luftstreitkräfte Gefahren. Neben Georgien , Russland ist Griechenland im Besitz dieses Systems. Die Kampfbesatzungen sollten hier ihre Feuertaufe erhalten haben .

Der Abschuss  eines Bombers TU 22 erfolgte durch das Fla System BUK . 3 Jagdbomber gehen auf das Konto des SA 11 bzw. tragbarer Fla Raketen ( IGLA , die " Nadel " ). Der Einsatz des passiven Sensors " Kolschuga "könnte  bei den Abschüssen russ. Flugzeuge eine Rolle gespielt haben.

Über den Abschuss russ. Kampfhubschrauber MI24 durch georgisches Heer ist nichts bekannt . Über Unterdrückung der georgischen LV bzw. Heeres Fla ist nichts bekannt. Wie viele Systeme der Fla zerstört oder verlustig gingen , ist nicht bekannt.

Passiver Sensor Kolschuga. Damit lassen sich Abstrahlungen feindlicher Flugzeuge, Funkverkehr und alle Emissionen bis in den GHz Bereich erfassen und zuordnen ohne selbst abzustrahlen.

                               

         

                         3 russ. SU 25 wurden am 8. August 2008   durch georgische Fla abgeschossen

                                                                         Flugplatz in  Vaziani wird wird durch russ. Flugzeuge zerstört ( georgisches Staats TV )

 

                             STU 68

Russland zerstörte ein militärisches Luftraum RADAR der georgischen Streitkräfte :

 

Die georgischen Luftverteidigungssysteme SA 11  BUG und SA 8 OSA wurden durch die russ. Luftwaffe / Heer zerstört oder erobert. So sollen alle georgischen Systeme verlustig gegangen sein, alle SA 8 wurden erobert. Alle georgischen Drohen ( geliefert aus Israel ) wurden durch die russ. Fla abgeschossen.

Das georgische Militär wurde durch westliche Militärberater trainiert. Über die russ. Taktiken  , Luftkriegsführung und russ. Luftverteidigung  war den Beratern scheinbar nichts bekannt ...

 


 

Georgien zählte folgende Angriffe durch die russ. Luftstreitkräfte gegen militärische und zivile ( ! )   Ziele  in Georgien  auf :

 

Luftschläge der Russen beinhalteten Ziele im gesamten Land .

SAM Luftverteidigung konnte Georgien den Russen nicht entgegen setzten. Auch konnte  der  Abschuss einer  russ. TU 22  die russ. Luftangriffe nicht stoppen.

 

August 12, 2008

09:30 - 10:55 Russian air forces bombarded Central Square and Market in the city of Gori.

August 11, 2008

07:15 Senaki airport runway and Senaki military base were bombed by Russian jets.
06:10 Gori tank battalion is bombed. A civilian apartment building nearby has been hit.
05:00 Shiraki airfield in Dedoplistskaro District on the east of the country is bombed by Russian jets.
04:37 Civilian radar station in the village of Leninisi in 5 kilometers from downtown Tbilisi was partially destroyed by Russian jet.
04:30 The Central Command Center of Georgian Air Forces was bombed.
03:26 Russian jets bombed Kodori Gorge (Upper Abkhazia).
03:12 Territory adjustment to military base in Khelvachauri (near Georgian-Turkish border) was bombed.
03:05 Villages of Sharabidzeebi, Kapandichi and Makho near Batumi (Georgian-Turkish border) were bombed by Russian planes. Graveyard and villagers’ backyard have been hit. No casualties reported.
00:31 Russian jets bombed Kodori Gorge (Upper Abkhazia).
00:30 Civilian radar station in the village of Shavshvebi west of Gori is bombed by Russian planes.

August 10, 2008

20:25 Two jets bombed Kodori Gorge (Upper Abkhazia).
19:35 Two jets bombed Senaki (West Georgia).
19:10 "Tbilaviamsheni" aviation factory was bombarded by Russian aviation again.
19:05 Russian aviation dropped bomb on Tbilisi Civil Airport.
16:10 Russian aviation bombarded only remaining bridge on the Highway linking eastern and western parts of the country. There was a fire on the bridge. Fire is extinguished. The traffic is restored.
16:05 Gori is being bombed by Russian aviation.
15:10 Russian troops and Abkhaz separatists launch ground attack on Upper Abkhazia. The region is being bombed by Russian aviation
15:00 Russian aircrafts bomb the village of Knolevi in the northern Kareli district.
11:15 The village of Shavshvebi between Gori and Kareli have been bombed by Russian aviation.
08:45 Ten Russian jets attack Upper Abkhazia. One jet has been downed by Georgian Government troops.
07:40 Russian jets bomb village of Urta in Zugdidi district.
05:45 Russian jet entered Georgian airspace from Dagestan and dropped 3 Bombs on Tbilisi airplane factory.

August 9, 2008

22:30 Russian air forces bombarded Chkhalta, administrative center of Upper Abkhazia. No Casualties reported.
16:35 Oni was bombarded by Russian aviation
14:00 Russian air force attack Upper Abkhazia (Kodori gorge) in several places, including the airdrome in the village of Omarishara
12:40 Kopitnari airdrome is bombed again
10:22 Russian air force continues to bomb Gori, located 60 kilometers northwest from Tbilisi and is outside the conflict zone.
10:00 Russian air force bomb Kopitnari airdrome in several kilometers from Kutaisi.
01:20 Gatchiani in the Gardabani districts was bombarded, which is 20 kilometers southeast of Tbilisi and outside the conflict zone and is also close to the BTC pipeline, but the pipeline is not damaged.
01:00 Poti was bombarded a second time, which is located on the Black Sea coast, 260 kilometers west from Tbilisi, is outside the conflict zone and is a pure civilian target.
00:20 Vaziani airfield is bombed again, which is 2-3 kilometers from Tbilisi International Airport and is located outside the conflict zone. Two air bombs didn’t explode.
00:17 Lightening bombs are dropped on Senaki military base, which is 213 kilometers west of Tbilisi and is outside the conflict zone. 1 serviceman and 5 reservists were reported killed. The railway station in Senaki is also bombed and eight are killed.
00:12 Poti port, which is located on the Black Sea coast, 260 kilometers west from Tbilisi, is outside the conflict zone and is a pure civilian target, is bombed heavily. One hydrographic vessel has been sunk.

August 8, 2008

18:45 Georgian Gori artillery brigade is bombarded by 5 Russian airplanes.
17:35 Marneuli military airbase, 20 kilometers south of Tbilisi and outside the conflict zone, is bombed for the third time resulting in 1 death and 4 injured. As a result of three bombings, three grounded AN-2 type planes and military vehicles stationed there are destroyed.
17:00 Marneuli military airbase is bombed for the second time causing casualties.
16.30 Russian aviation bombs Marneuli and Bolnisi military airbases, 20 kilometers and 35 kilometers south of Tbilisi respectively. Two aircrafts were destroyed on ground. Also several buildings were destroyed and there are casualties.
15:05 Russian military plane enters Georgia from the direction of Tedzami, just south of Gori, and drop two bombs on the Vaziani military airport and turned back.
10:57 Two of the six Russian aircraft drop three bombs in Gori. One of these fell near the stadium, the second near Gorijvari slope and third near a artillery brigade.
10:30 Russian Su-24 bombs the village of Variani in the Kareli district, 75 kilometers west of Tbilisi and outside the conflict zone. Seven civilians were injured as a result.
09:45 A Russian military fighter plane drops about 3-5 bombs near the village of Shavshvebi, on the highway between Poti and Tbilisi and is 300-500 meters from Georgian military radar.




 

                                                                  Presse :

 

Professor Nodar Belkania, Dekan für Politik- und Sozialwissenschaften der Ivane Javakhishvili Tbilisi State University

Nodar Belkani erklärte, dass die russische  Luftwaffe die georgischen Städte Poti, Gori, Senaki, Marneuli, Bolnisi, das Kodori-Tal sowie Militärobjekte in der georgischen Hauptstadt Tiflis und die Ölpipeline Baku-Ceihan. bombardierten Es gab  22 zivile Tote.

 

 

Der erste Sekretär des georgischen Sicherheitsrates, Alexander Lomaia:

"Russische Militärflugzeuge überflogen unsere Grenzen in 15-Minuten Intervallen, sie trafen - innerhalb und außerhalb Ossetiens - militärische, zivile und ökonomische Ziele. Einmal waren es bis 50 Maschinen gleichzeitig. Wir hatten, ehrlich gesagt, überhaupt nicht erwartet dass die Russen auch Wohngebiete bombardieren würden, unsere friedlichen Städte und ihre friedlichen Bürger! Selbst ausländische Journalisten wurden nicht verschont, ein holländischer Kameramann wurde leider getötet, ein griechischer und ein israelischer Reporter und ihr einheimischer Fahrer wurden - übrigens durch Streubomben - schwer verletzt. Wir konnten leider nichts dagegen tun - uns fehlten die Mittel..."

 


Vakhtang Maisaia, georgischer Militärberater unter Präsident Schewardnadse:

"Die Führung unseres Landes war schlecht vorbereitet und hatte keine Antwort auf Moskaus Luftwaffe. Die russische Luftüberlegenheit war entscheidend. Die Georgier konnten mit ihren bescheidenen, taktischen Luftabwehrmitteln kaum etwas erreichen.  Zwar konnte man anfangs die eingesetzten Truppen schützen - nicht aber die restlichen Strukturen des Landes - und sogar einzelne Erfolge erzielen, aber das war bald vorbei. Hätten wir nur Luftüberlegenheits- bzw. Jagdflugzeuge gehabt, vielleicht hätten die Russen dann nicht  so schnell oder viel schwieriger - solche Dominanz in unserem Luftraum erreichen können."
 



Georgische Soldaten und Journalisten:

"Wir hätten eine Chance gehabt, wäre die russische Luftwaffe nicht gewesen", sagte der frisch beinamputierte georgische Panzer-Leutnant Roman Abashidse im Gespräch mit Reportern. "Unsere Truppen waren gut ausgebildet, aber die Luftangriffe haben wir nicht ausgehalten", sagte ein durch Splitter verwundeter Hauptmann. Der georgische Militärexperte Temur Chachanidse meint: "Luftmacht war der entscheidende Faktor. Als die Flieger kamen, ging alles schief, haben mir Soldaten berichtet."

 

                                                                                 

 

Presse

Juli 2009

Laut Informationen von Quellen der Zeitung "Moskowski Komsomolez" "wurde bei hohen Beratungen die Zahl der Verluste der Luftstreitkräfte genannt: zehn Flugzeuge und Hubschrauber". Was das "befreundete Feuer" angeht, so wurde ein Pilot als Held Russlands ausgezeichnet, weil er sechsmal dem Beschuss durch die eigene Luftverteidigung entkommen konnte. In drei Fällen davon war es "befreundetes Feuer".

Quellen: "Gazeta.Ru" vom 09.07.09, "Moskowski Komsomolez", "Wedomosti" vom 10.07.09.

Während der Operation zur „Zwangsbefriedung“ Georgiens verlor Russland nicht vier, sondern sechs Flugzeuge, wobei drei davon durch "befreundetes Feuer" abgeschossen wurden. Experten zufolge habe das an nicht koordinierten Handlungen und Fehlern des Kommandos gelegen. Im Generalstab wird zugegeben, dass es an ausgebildeten Piloten mangele.

Die Zeitschrift "Moscow Defense Brief" wird vom Moskauer Zentrum für Strategien- und Technologienanalyse herausgegeben, der einzigen nichtstaatlichen Organisation in Russland, die Forschungen auf dem Gebiet des militärischen Aufbaus, der Verteidigungsindustrie und von Lokalkonflikten unternimmt.

Nach Angaben des Generalstabs hat Russland in den fünf Kriegstagen vier Flugzeuge (drei Su-25-Jagdbomber und einen Tu-22M3-Bomber) verloren. Wie jedoch die Ausgabe behauptet, wurden zwei weitere russische Su-24M-Frontbomber abgeschossen. Georgien behauptete, 15 russische Flugzeuge abgeschossen zu haben.

Unter Berufung auf Quellen in militärischen Ämtern und auf Medien schreiben die Autoren des Berichts von einer fehlenden Einsatzkoordination der russischen Luft- und Landstreitkräfte. Die russischen Soldaten und die südossetische Bürgerwehr hielten russische Flugzeuge oft für georgische und beschossen sie.
 


 Skarus    11 / 2008        02 / 2009      www.peters-ada.de

 

 

  Der Einsatz russischer S-75 , S 200 und S 300 Systeme zum Schutz eigener nuklearer Trägermittel und Raketen von strategischer Bedeutung .

In Russland schützten Truppen der Luftverteidigung ( PWO ) Objekte von höchster Bedeutung vor Luftschlägen eines Angreifers im Spannungs- und Kriegsfall .

Die Zerstörung der russ. mobilen strategischen nuklearen Raketensysteme und der Raketensystemen auf Eisenbahnschienen konnte nur durch feindliche Luftstreitkräfte großer Reichweite bzw. Marschflugkörpern großer Reichweite erfolgen .

Die eigenen Kernwaffeneinsatzmittel wurden durch massive ( ! ) Luftverteidigungstruppen gedeckt. Um einem ersten Luftschlag und Enthauptungsschlag mit herkömmlichen Luftangriffsmittel zu bestehen ,  setzten die Russen bis zum Jahr 1995 auf Massierung der  Luftverteidigungsmittel . Erfahrungen vergangener lokaler Kriege und Schläge gegen die Luftverteidigungsmittel lehren : Neben der Qualität , Standhaftigkeit und taktisch -technischen Eigenschaften kommt es unbedingt  auf eine Mindestanzahl von Fla Mitteln an.

 2 - 3 Luftschläge gegen einen zu deckenden Raum und gegen die LV Mittel müssen " ausgehalten "  werden . So ist bekannt , dass zur Deckung von U Boot Basen ( Marinestandorte  ) mit Trägern nuklearer Flugkörper   6 -8 Fla Fla  Systeme S 300   oder 2 Systeme      S 200  Im Verbund mit  4 Systemen S 300  eingesetzt wurden .

               Quelle vko.ru

System TOPOL M der russ. Raketenstreitkräfte. Solche Objekte müssen in Bereitschaftsräumen gegen herkömmliche Luftangriffsmittel geschützt werden.

Es war anzunehmen, dass zu Beginn von Kriegshandlungen ein Gegner versuchen würde die russ. Kernwaffeneinsatzmittel zu zerstören.

Laut START Vertrag mit den USA hatte sich Russland entschieden ,seine eigenen  Anti -Raketen - Mittel zur Abwehr von strategischen Raketen um die Hauptstadt Moskau zu platzieren. Die USA entschieden sich zur unmittelbaren Deckung der eigenen Kernwaffensilos .

Ein typisches Szenario wäre der massierte Anflug von Bombenflugzeugen , von Bombern vom Typ B1 , B2 und B 52 und Marschflugkörpern gewesen. Auch von See aus dem Norden wären Angriffe mit Marschflugkörpern aus feindlichen U-Boten möglich gewesen .

Die Russen gingen in ihren Analysen zu den Deckungsmöglichkeiten im Verbund der Systeme  von einem Schutzkoeffizienten von 0,4 - 0,6 aus. Dh. die Hälfte der Luftangriffsmittel hätte den Raum der Kerneinsatzmittel nicht erreicht . Es ist anzunehmen , dass die Russen dort auch Fla Raketen mit nuklearem Gefechtskopf stationierten . Für den Fla Komplex S 75 sind das die Typen 5W29  und 15D. Beim S 200 WEGA sind das der Raketentyp 5W28N   ( W-880N )

Bis zu 20 Fla Raketensysteme S 75 / S 200 ( SA 2 ,SA 5 ) schützen die Raketenschächte . An einem Standort waren bis zu 4 Fla Systeme S 75 installiert . Bei Schiessen nach den Schiessregeln ( 3 Fla Raketen auf ein Ziel ) können 4 Systeme S 75 gleichzeitig 8 Ziele bekämpfen. Danach müssen die leer geschossenen Rampen nachgeladen werden .

Ein Nachladevorgang dauert je nach Ausbildung und Drill max. 2 Minuten . Praktisch ist ununterbrochenes Schiessen gegen den anfliegenden Luftgegner möglich.   4 Luftabwehrsysteme  S 75 genügen um 6- 10 Marschflugkörper zu vernichten.

In einem Bereich von 30 x 30 Km waren mehr als 10 Fla Raketensysteme mittlerer   und großer Reichweite in ständiger Bereitschaft . In unmittelbarer Nähe einer Raketenbasis waren nach jeder Seite eine gemischte Brigade Fla Raketeneinheiten aufgebaut.

 

                 VKO.ru

                                                   Silo, hier Polygon und Übungsschiessplatz

Mit dem System S 200 WEGA  // SA 5 ( bis zu 3 Systeme am Stück ) wurden Ziele mit einer Vernichtungsreichweite von 220 Km bekämpft. Mit dem Fla System S 75 WOLCHOW   // SA 2   wurden Ziele bis ca. 50 Km bekämpft .

In den späten 90er Jahren wurden die Systeme S 75 durch den Fla Raketenkomplex S 300 ersetzt. Dieses System ersetzt 6 - 8 Feuereinheiten S 75 Wolchow . Der S 300 // SA 10 kann 6 Ziele gleichzeitig bekämpfen. Die Vernichtungsreichweite gegen Luftziele beträgt mehr als 100 Km.

                                               

VZ des Luftabwehrsystems S 300 gegen taktische Luftziele

 

Ein typischer Angriff wie im im Irakkrieg im Jahr 1991 mit 6 Marschflugkörpern gegen ein Ziel hätte in Russland bis in die 90er Jahre mindestens  4 Fla Systeme S 75 und 4 Systeme S 125 NEVA erfordert. Diese hätten selbst im Anflugsektor im Raum 30 x 30 Km positioniert sein müssen. Der Vernichtungskoeffizient hätte bestenfalls 0,4 bis 0,6 betragen.   Heute werden 1- 2 Systeme S 300 / SA 10 oder PATRIOT ausreichen.

Die Zerstörung dieser Objekte von höchster strategischer Bedeutung konnte durch  Bombenflugzeuge , Marschflugkörper , Bomber ( B2 ) mit Kassettenwaffen und Präzisionswaffen , Raketen der Typen Luft - Boden mit Laser Lenkung bzw. GPS Lenkung oder TV Lenkung erfolgen .

Laser - gelenkte Systeme gegen die zu verteidigend Bodenobjekte sind aus Abschussentfernungen bis 20 Km effektiv.

Diese Luftangriffsmittel müssen deswegen durch die Luftverteidigungssysteme weitab der Einsatzentfernungen der Angreifer vernichtet  werden .

TV gelenkte Systeme und deren Trägermittel müssen im Bereich 100 km vor den Schutzobjekten vernichtet werden .

Träger von Systemen gegen die Mittel der Luftverteidigung ( Anti Funkmess-Raketen , HARM ) müssen bei Entfernungen deutlich über 100 Km bekämpft worden sein . ( 120 - 200 Km )

Marschflugkörper im Anflug auf die zu schützenden Objekte nähern sich aus 3500 Km und mehr an .
 

           

                                                         Quelle vko.ru

                            Quelle   vko.ru 

Stationierung  Fla Raketensystemen S 75  / SA 2  um Objekte höchster Bedeutung . Massierung von Fla Mitteln .  Zu beachten ist die Anzahl der Systeme S 200 an einem Standort . Stand 90er Jahre . 
 

 

                   

AFS , automatisches Führungssystem der Luftverteidigung.     Unten links : ANGARA / S 200    , rechts unten : WOLCHOW / S 75 . Zusätzlich : Anzahl der Startrampen mit Fla Raketen beider Systeme, Anzahl Flugzeuge MIG 25, Anzahl der Funkmessmittel .Anzahl der Fla Raketenabteilungen und Status .

Die Führung von Fla Raketensystemen ist komplex. Über ein maschinelles , rechnergestütztes Zuweisungssystem werden sehr komplexe Vorgänge mit Rechenmaschinen abgearbeitet . Als Ergebnis werden Empfehlungen zur Zielzuweisung an Fla Raketenabteilungen gegeben.

Im automatischen Modus werden beim Massenanflug von feindlichen Luftangriffsmitteln optimale   Lösungsansätze   errechnet : wann soll welche Feuerabteilung auf welches Ziel das Feuer eröffnen.


In den Jahren 1992 bis ca. 1997 nahm die Anzahl der Objekte von strategischer Bedeutung zahlenmäßig ab. Mit dem Zerfall Russlands in einzelne Staaten nahm auch die Anzahl der Luftverteidigungseinheiten für die russ. Föderation ab. Es waren bis zu 20 Standorte und Räume der strategischen Raketentruppen mit ca. . 90 Fla Raketeneinheiten der Luftverteidigung der Typen S 75 ( SA 2 ) S 125 ( SA 3 ) , S 200 ( SA 5 ) und S 300 ( SA 10 ) zu verteidigen . Zum Schutz dieser Objekte wurden  fliegende Einheiten der Luftverteidigung herangezogen .

 
Element der Gefechtsmöglichkeiten Fla-Raketen-System
  S-75 S-125 S-200 S-300
Möglichkeiten der Aufklärung 150 km 120 km 600 km 250 km
Möglichkeiten der Führung automatisiert automatisiert automatisiert automatisiert
Vernichtungsmöglichkeiten 7 bis 53 km 5 bis 27 km 13 bis 255 km 7 bis 65 km
Anzahl gleichzeitig bek. Ziele 1 1 2 6
Anzahl der möglichen Schießen 24 16 24 24
Manövermöglichkeiten 3h 45 min 2h 30 min keine 5 min

 

Die Einführung des modernen Fla Raketensystems S 300 ersetzte mindestens 2 Fla Raketentypen der älteren Bauarten . Die taktischen Kennwerte de Zielvernichtung verbesserten sich um den Faktor 1,5 bis 2 und ersetzten die zahlenmäßigen Verluste innerhalb der russ. Luftverteidigung durch denn Zerfall Russlands in einzelne  Staaten .

Zur Abdeckung von wichtigen Objekten gegen Luftschläge gab es verschiedene Standards . Zur Deckung von Objekten von strategischer Bedeutung der Marine , U Boot Basen mit KW Trägermittel wurden 2 Luftabwehrsysteme S 200 WEGA // SA 5 und 4 -6 Systeme S 300 // SA 10 eingesetzt . Bei reinem Einsatz des S 300 wurden 6- 8 Systeme eingesetzt .  ( Im Zeitraum 1992 - 97 )

Zusätzlich zu den Fla Raketeneinheiten waren bis zu 80 Flugzeuge der Typen MIG 23 , 25 31 und SU 27 mit Flugplätzen in unmittelbarer Nähe in ständiger Bereitschaft . Die Truppenluftabwehr der Landstreitkräfte und der Marine wurden in die PWO eingebunden . Ihnen wurde einzelne Teilaufgaben  übertragen .


Anforderungen an die Luftverteidigung zum Schutz dieser Objekte ab den 90er Jahren waren ::

Jedes Fla System muss in der Lage sein 10 -15 Ziele selbständig zu vernichten unter den Bedingungen aktiver Störungen gegen die Fla Raketenkomplexe . Feuerleitung muss automatisiert erfolgen und die Vernichtungswahrscheinlichkeit darf  0,9 nicht unterschreiten .

Wesentliche Bedeutung dabei hatten die Truppen der Luftverteidigung des Landes ( LV , PWO ) . Bis in die 90er Jahre hatten die Truppen der PWO  folgende Luftabwehrsysteme im Bestand :

S 125 NEVA // SA 3 .   Vernichtungszone ca. 25 Km nach vorn , ca. 12 nach den Seiten . Untere Grenze der Vernichtungszone 25 m Höhe  für den Nahbereich   und bis  50 - 500  Höhe  im Entfernungsbereich  bis ca. 17 Km Entfernung

Das System war  einkanalig , dh . es kann jeweils nur ein Ziel mit 2 Raketen gleichzeitig bekämpft werden. Killwahrscheinlichkeit : 0,2 - 0,9  ,  je nach Schiessbedingungen

S 75 WOLCHOW // SA 2 .   VZ bis ca. . 55 Km , untere Grenze bei 300 m in der Höhe ,  obere Grenze bei 20 Km , seitliche Grenzen der Vernichtungszonen ca. 30  Km .
Einkanalig , dh . es kann jeweils nur ein Ziel mit 3 Raketen gleichzeitig bekämpft werden. Killwahrscheinlichkeit : 0,2 - 0,6  je nach Schiessbedingungen

S 200 WEGA // SA 5  . VZ  bis 240 Km , nach oben ca. 35 Km , untere Grenze bei 1000 m .
Einkanalig , dh . es kann jeweils nur ein Ziel mit 1 Rakete gleichzeitig bekämpft werden. Killwahrscheinlichkeit : 0,4 - 0,8 je nach Schiessbedingungen. Unter speziellen Schiessbedingungen 2 Ziele gleichzeitig mit 2 oder mehreren Flugkörpern .


S 300 Favorit // SA 10  . VZ ca. 100 km,  untere Grenze 10 m Höhe  , obere Grenze 20 km , seitliche Grenzen im Sektor 90 °.
6 Ziele gleichzeitig mit max. 12 Flugkörpern gleichzeitig.

Die Systeme S 125 und S 75 wurden Ende der 90er Jahre aus dem Bestand der russ. Föderation herausgenommen. In ehemaligen Mitgliedsstatten Russlands wird der S 125 NEVA ( erfolgreich ) am Leben gehalten. Das System S 200  wurde  durch  S 300 ersetzt.

Zum Schutz hochwertiger Objekte werden zunehmend ( ab Mitte der 90er Jahre ) Fla Systeme des Heeres im Verbund mit der PWO / LV des Landes als Ergänzung genutzt .  Probleme dabei sind ua. unterschiedliche Taktiken der LV und Heers Fla , Nicht -Kompatibilität  bei der Anbindung an automatische Führungssysteme der LV des Lands. Die PWO der russ. Föderation hatte 95 % aller dieser Objekte zu decken.   Seit dem Jahr  2000 wurde die LV den Luftstreitkräften unterstellt.  Von 1985 bis 1990 wurden 45 Raketendivisionen der strategischen nuklearen Raketenkräfte von 220 Fla Raketensystemen de LV / PWO geschützt. Ab den 90er Jahren wurden S 200, S 75 und S 125 durch S 300P ( PT ,PM PS ) ersetzt. Die Gefechtsmöglichkeiten gegen strategische Luftziele und Marschflugkörper stieg gegenüber den Jahren vor 1990 auf den Faktor 12 und mehr.

Berechnungen zeigten , dass bei einem Anflug von amerikanischen B1 / B2 Bombern auf solche Objekte Verlusten von 40 % an deren Luftflotte im Angriff möglich waren, Ende der 90er Jahre hätten die Verluste bei 60 % gelegen .

Von 1985 bis 1990 wurden 45 Raketendivisionen der strategischen nuklearen Raketenkräfte von 220 Fla Raketensystemen de LV / PWO geschützt. Ab den 90er Jahren wurden S 200, S 75 und S 125 durch S 300P ( PT ,PM PS ) ersetzt. Die Gefechtsmöglichkeiten gegen strategische Luftziele und Marschflugkörper stieg gegenüber den Jahren vor 1990 auf den Faktor 12 und mehr.

Aus dem russ. , verschiedene Artikel in der Militärpresse    2004 - 2009


 

 

 

 

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