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                   legendär :    S75   Dwina     SAM 2     SA2 .      Im Feuer gehärtet

                                 

 

                                 Die letzten Tage , das Jahr 1972

 

                            Nordvietnamesische Luftverteidigung im Jahr 1972.

Der Luftkrieg gegen Vietnam sollte noch ein ganzes Jahr dauern. Hanoi war immer wieder Bombardierungen ausgesetzt. Die amerikanischen Streitkräfte setzten mit Erlaubnis des Präsidenten Nixon den strategischen Bomber B52 massiert gegen Hanoi ein. Mit Flächenbombardierung gegen militärische , nun aber auch auf zivile Objekte , sollte ein Umschwung im Kriegsverlauf erzwungen werden.

Die vietnamesische Luftverteidigung hatte  genügend Lehrgeld bezahlt : es begann mit Karabinern und MG Feuer gegen Jagdflugzeuge. Milizen  und einfache Reisbauern lernten mit Flak ihre Brücke zum Dorf zu verteidigen. Der Luftbeobachter schlägt das Eisen ... Reisbauern stehen am Geschütz und schießen Sperrfeuer. Vor allem Frauen standen an der Flak und schossen . Reisbauern erlernten Raketentechnik. Nach und nach lernten diese einfachen Menschen die Raketenleitstation zu bedienen. Das abwertende Lächeln über Fla Raketen die weit am Flugzeug vorbei flogen ging in tödlichen Respekt über. Die amerikanische Airforce und Navy hatten einen würdigen Gegner gefunden. Nun wurden Fla Raketeneinheiten gezielt bekämpft und niedergehalten. Mit elektronischen Störmaßnahmen und Raketen gegen die Raketenleitstation  wurde die Luftverteidigung massiv unterdrückt.

Aber die Nordvietnamesen verteidigten ihre Städte gegen Bomber . Aus ihrer Sicht waren das Luftpiraten. ( sic ) Aus abgeschossenen Bombern wurden Kämme , Kochgeschirre und Haushaltsartikel gebaut. Eine vietnamesische Frauenmannschaft hat im Dezember 1972 währen der Bombardierung von Hanoi (  Linebaker II  ) 24 mal ununterbrochen an der Startrampe Raketen nachgeladen.

Beide Seiten hatten in den Jahren von einander gelernt . Die Luftverteidigung war nie feige. Verluste mussten beide Seiten hinnehmen. Im Vietnamkrieg gingen 54 Bomber vom Typ B52 verlustig. Bis auf 2 ( MIG 21 Jäger, davon einer mit Ramstoß ) gingen diese auf direkte Treffer und durch Einwirkung der Fla Raketen des SAM 2 / SA 75 zurück. Allein in den letzten Tagen des Jahres 1972 gingen 18 Bomber B 52 durch die Fla Raketen der Vietnamesen verlustig.

       

Die Hauptaufgabe der Luftverteidigung war der Schutz und Erhalt von wirtschaftlichen und politischen Zentren. Die Luftverteidigung der Vietnamesen konnte Erfolge gegen die Airforce und NAVY durch Flak , Flugzeuge und  Fla Raketen erzwingen .

 

Die Einsatzbereitschaft und Verfügbarkeit  der 22 Feuerabteilungen während er Operation       „Linbaker II „ betrug 0,6 – 0,7 bei den Fla Raketentruppen . Zusätzliche Verluste von Fla -Raketenabteilungen verschlechterten die Einsatzbereitschaft . Verluste und zeitweilige Ausfälle durch Gegenmaßnahmen der Amerikaner ( Bombardierung der Feuerabteilungen der SAM, bzw. Feuerabteilungen verlegen in Wechselstellungen  ) mussten innerhalb Stunden und wenigen Tagen ausgeglichen werden.

Jede Feuerabteilung hatte nicht mehr als 10 -12 Fla Raketen auf Rampe bzw. unmittelbar zur Verfügung. Die restlichen Fla Raketen waren gefechtsbereit und lagerten in geringer Entfernung auf den TLF Transport und Ladefahrzeugen. Vorteil war , dass die Flugkörper nicht zerstört werden konnten , aber es dauerte eine gewisse Zeit bis die Flugkörper verfügbar waren ..

( im Übrigen findet man diese Probleme auch in der heutigen Zeit moderner Luftabwehrsysteme bei PATRIOT . Das Reload dauert deutlich länger als eine Stunde, die Flugkörper werden entweder zentral für eine Fla Gruppe oder einzeln für die Feuerabteilung mitgeführt und abseits gelagert . )

 

   S 75 Dwina , gefechtsbereit    Bild einer Aufklärungsdrohne . Foto US Air Force
 

Gefechtsaufgaben der Fla Raketentruppen im November , Dezember 1972 ,waren die Deckung der Großstädte Hanoi und Schutz des Hafens von Haiphong, Schutz der eigenen Flugplätze und Kommunikationszentralen.

Das Jahr 1972 lies sich in 2 charakteristische  Perioden unterteilen: die zweite Aprilhälfte 1972 bis Mitte Oktober und Mitte Dezember bis zum Ende des Jahres 72 . ( Operation Linnebaker II )

In der ersten Periode waren die Angriffe gegen  die Luftverteidigung und Anflüge durch die Amerikaner geringer.

Bei 55 Feuereröffnungen wurden durch die Fla Raketentruppen 23 Flugzeuge und 4 Drohen  abgeschossen. Im Schnitt wurden dabei 4 Flugkörper verbraucht , die Killeffizients der Fla Raketentruppen ( Vernichtungswahrscheinlichkeit betrug ) betrug in dieser Periode um  0,5 . ( 50 % )

( Schiessregeln SA 2 : Raketenreihe a 3 Flugkörper auf ein Ziel. Fällt danach das Ziel ist die Effizienz 1, 0. Die Amerikaner kennen die Schiessregeln des Herstellers nicht und sagen : 3 Flugkörper auf ein Ziel = 0,33 )

Der Luftgegner wehrte sich mit aktiven Störungen gegen die Fla Raketentruppen, diese nahmen die Störungen auf ihren Sichtgeräten  als mittlere Intensität wahr . ( jamming gegen die Raketenleitstation  )

Die Anflüge auf die Schutzobjekte erfolgen in Höhen um  1000 – 5000  m.

 

Bei 200 gezielten Schlägen gegen die Feuerabteilungen SA 2 wurden 96 mal Bomben eingesetzt          ( Schäden durch Bomben ) . 104 mal wurden Anti Funkmess Raketen               ( ARM )  SHRIKE gegen die RADAR- Anlage am SA 2 eingesetzt ( 62 % ) Dabei wurden die Feuerabteilungen 98 mal außer Gefecht gesetzt.

( 21 mal durch ARM SHRIKE mit einer Effizienz von 22 % ) und 77 mal ( 78 % ) durch Bombentreffer. Die Effektivität der Anti Funkmessraketen betrug 22 %.

( 1/5 der Flugkörper konnte die Feuerabteilung außer Gefecht setzten )

 

                 

Sender PW . " Hexenhaus " auf dem Dach - zum optischen Begleiten von Luftzielen. Damit wurde elektronische Niederhaltung umgangen . Hier wird über ein optisches Visier das Flugzeug begleitet und die Antenne bewegt. Für den S75 Wolchow wurde eine TV Kamera in das System integriert.

 

                 

          Typische Handlung gegen die Raketenleitstation PW bzw. Rundblickstation / Höhenfinder

 

                  Verlegungen der Feuerabteilungen

Im ersten Quartal 1974 verlegte jede Feuerabteilung durchschnittlich 8 mal ( in 3 Monaten  ) Im 2. Quartal bereits 12 mal ,  -  um im 3. Quartal 18 mal die Stellung zu wechseln . Im letzten Quartal verlegte jede Staffel ca. 16 mal um den Angriffen der Amerikaner auf Feuerabteilungen zu entgehen .

Jede Staffel wurde dabei im Schnitt mit 12 Angriffen belegt. Wenn der Start von ARM gegen die Staffel SA2 rechtzeitig beobachtet wurde ( durch die Operateure oder Luftbeobachter ) konnten Gegenmaßnahmen getroffen werden.

Die Antenne PW wurde im Seitenwinkel langsam weggedreht und der Sender ausgeschaltet.

( heute funktioniert das wegdrehen im Seitenwinkel nicht mehr, es wird einfach ausgeschaltet , auch wurde damals die Hochspannung am Sender ausgeschaltet und nicht etwas in „Antennen-Äquivalent „– „dummyload“  weiter betrieben)

Das genügte um die SHRIKE in einigen 100 m Abstand zur Raketenleitstation detonieren zu lassen.

Gelang es nicht die ARM rechtzeitig zu erkennen, bestand die dringende Gefahr und der Verlust der FRA.  ( Fla Raketenabteilung )

 

                

   

Die ARM fliegt nicht auf dem RADARSTRAHL in die Antenne der Raketenleitstation. Der Suchkopf der ARM erfasst die diffuse Abstrahlung über Nebenkeulen des RADAR. Ob sich eine Rundblickstation dreht ist ebenfalls belanglos. Es gibt Filmsequenzen mit direktem Einschlag in die Raketenleitstation , Sendekabine PW.

 

Die "Shrike" selbst war auf den Bildschirmen der Raketenleitstation sehr schwer zu sehen . Der Start selbst aber wurde von den Operateuren als kurzzeitige Änderung des Zielzeichens wahrgenommen. Nach 2- 5 Sekunden verschwand die ARM aus dem RADARstrahl.

   wild weasel zur Niederhaltung der Fla Raketentruppe

Wenn der voraussichtliche  Treffpunkt der eigenen Raketen am Luftziel  und dabei die Entfernung der sich annähernden "Shrike "  kleiner 5 Km zur Raketenleitstation lag, wurde das Ziel sofort fallengelassen und die Antenne  auf Äquivalent geschalten und die Anflugzeit der "Shrike " abgewartet.   ( siehe aus Schiessregeln SNR 125 NEVA , dort beträgt diese 10 Km , Übersetzter und Autor )

Während in den Anfangsjahren russische Kampfbesatzungen das Feuer mit dem Fla Raketenkomplex S 75 / AS 2 eröffneten , erwiesen sich die Vietnamesen als sehr gelehrig . Im russ. Staats TV lief 2007 ein 5teiliger Film über die vietnamesische LV im Kampf gegen Phantom und B52 der Amerikaner . Die russischen Berater berichten über die Gefahren für die Feuerabteilung durch die ARM   "SHRIKE"  und unter welchen Bedingungen die Vietnamesen und Russen kämpften. Angefangen vom schlechten Essen für die russ. Berater ( Vietnam war arm und es war Krieg ) bis hin zu Verlusten an Raketensoldaten. Die Bombardierungen durch Bomber B52 werden sehr emotional dargestellt.                                                                  

Probleme bereitete der Raketenverbrauch  . Die Führung der Luftverteidigung drängte auf ökonomischen Einsatz.    Nun  wurden bei 70 % aller Schiessen nur noch eine Fla Rakete gestartet .

Dadurch stieg  letztendlich der Raketenverbrauch an, da die Ziele mehrfach bekämpft werden mussten weil  die Vernichtungswahrscheinlichkeit bei einer Fla Rakete nicht gegeben war.

Die Verlustrate an Fla Raketenabteilungen  pro abgeschossenes Flugzeug ging auf 3,4 zurück . Diese Rate war die Beste  seit Jahren .

 

                           Briefmarken und S 75 / SA 2 System

 

                                                                   

 

Im 3. Quartal 1972 wurden bei   290 Feuereröffnungen der Fla Raketentruppen  110 Luftziele vernichtet , davon   6 Bomber   B52.  Der Raketenverbrauch betrug   4, 5   auf jedes Ziel , die Vernichtungswahrscheinlichkeit  betrug  0,38.

Die Vernichtungswahrscheinlichkeit beim Schiessen gegen Bomber B52 war  0,6 und war damit die höchste während des Luftabwehrkrieges insgesamt.   Diese Bomber wurden oft mit  einer taktischen Falle bekämpft . Die Kampfbesatzungen lernten diese Ziele auch unter sehr starken aktiven Störungen gegen die Raketenleitstation zu begeleiten / tracken. Durch die Amerikaner wurden alle Abwehrmaßnahmen gegen Fla Raketen angewendet: Manöver, ARM, Jamming, Angriff der " Wild Weasel " in geringe Höhen .

( Flugzeuge zur Vernichtung / Niederhaltung der Feuereinheiten während des Einfluges bzw. Überfluges der Bomber B52 in den  Handlungsraum. )

Die Funkorter der RLS deckten die vertikale Marke nach dem Maximum der Aufhellung an ihren Begleitsichtgeräten ab. Danach wurde visuell über eine Einrichtung auf der Sendkabine PW das Ziel begleitet. ( Das ist das kleine Häuschen auf dem Dach der PW. Über eine Optik wird das Ziel hier oben abgedeckt und die PW direkt von hier oben gesteuert. Der teleoptische Kanal löste all diese Probleme, kam aber viel später . Übersetzter und Autor )

Anstrahlung des Flugzeuges ohne Start von Fla Raketen wurde praktiziert. Das Flugzeug begann nun ein Raketenausweichmanöver zu fliegen. Dieses "Starten "  von Fla Raketen führte zum Abbruch des Angriffes auf das Schutzobjekt . ( spoofing, Scheinstart von Fla Raketen )

Als günstig erwies sich eine Startentfernung von 40 Km . ( technisch wäre das doppelte möglich gewesen , Autor Peters-ada  )

Querverweis : Chaff und Düppel

 

Gegen die Stellungen der FRT wurden 55 Luftschläge geführt, davon 33 mit dem Flugkörper "SHRIKE".   20 Feuerabteilungen waren nicht mehr einsatzbereit und fielen ( zeitlich ) aus.                     ( davon 8 durch den Einsatz von ARM )

Jede Abteilung verlegte an die 20 mal in neue Positionen. Die Effektivität sank dadurch          ( zeitlich nicht einsatzbereit während Marsch , technische Probleme etc) auf   0,36 . Im 2. Quartal betrug diese noch  0,5 .  aber auch Auch unter schwierigsten Bedingungen der Luftlage gelang es die Effektivität beim Schiessen mit Fla Raketen auf  0,4 zu halten.

Bei 70 % aller Schiessen wurden nun 2 gelenkte Fla Raketen geschossen. Die Ausfallrate FRA / vernichtetes Ziel  verschlechterte sich auf auf   4.    ( 4 Ziele gegen eine ausgefallene FRA )  

Bei  3 % aller Feuereröffnungen ( Schiessen ) wurden gleichzeitig 3 gelenkte Fla Raketen auf ein Luftziel gelenkt.

Störungen des S 75 "Dwina" durch die RB 66 B " DESTROYER "  führten dazu , dass eine Begleitung des Zieles durch die Funkorter / Operateure K1, K2 und K3 nicht möglich war. Diese jammer handelten außerhalb der Vernichtungszone bei  60 - 120 Km.

 

               

         A6 jammer gegen RADAR-Ssteme   Foto : US Airforce

 

Durch jamming ( Störungen ) wird die Lenkgenauigkeit der Fla Raketen negativ beeinflusst. ( Die Ablagen nehmen dramatisch zu, es kommt zu Fehlschüssen , die Überlebenswahrscheinlichkeit für den Bomber wird bedeutend besser ) Me

Wenn der Bomber selbst Störungen gegen die RLS ( Raketenleitstation ) einsetzte , wurde durch die Operateure  versucht auf die max. Aufhellung , den Rauschstreifen , das Maximum zu begleiten.  Geschossen  wurde dabei die Dreipunktmethode  für die Fla Raketenlenkung.   ( RLS , Rakete und Ziel bilden immer eine Linie, Autor )

Bei Nutzung des teleoptischen Kanals wird diese Methode ebenfalls angewandt. Die Entfernung wird hier nicht benötigt. Noch schwieriger wurde die Gefechtsarbeit beim Einsatz von Antifunkmessraketen "Shrike " gegen die Raketenleitstation.

Der Einsatz von Chaff // Düppel führte zur Vergrößerung der Lenkfehler und Ablage beim Treffpunkt der Fla Rakete. Der Einsatz von aktiven Störungen ( Rauschen, moduliert) gegen den Zielkanal führte zur Vergrößerung der Ablage im Treffpunkt und Störungen der genauen Koordinatenbestimmung in der Kabine AW. Die Ablage in den Winkeln nahm zu. Sehr effektiv waren Störungen gegen den Raketenkanal ( gemeint ist der Empfangskanal der Raketenleitstation für die eigenen Raketensignale ). Die Koordinaten der Raketen in beiden Winkelebenen und der Raketen-Entfernungen wurden ungenau .

Es kam auch zum zum Abriss der Lenkung der Fla Rakete, da diese durch die Leitantenne nach dem Start nicht erfasst wurde. ( Raketensignale gehen im Rauschen unter ). Die Lenkkommando der RLS an die fliegenden Raketen wurden von der Bomberbesatzung als Indiz für die Feuereröffnung angesehen ( RADAR- Warnempfänger )

Der Vietnamkrieg war Geburtsstunde der elektronischen Gegenwirkung gegen SAM Systeme. Diese Gegenwirkung führte zum Rückgang der Effektivität der SAM Systeme .

                                                                  

                 

                S 75 ( SA2 ) Stellung. Quelle US Airforce

 

 

                                                          


                                                       

Resümee

Im Laufe des Jahres 1972 wurden  1025 Feuereröffnungen durchgeführt. Im Schnitt wurden zur Vernichtung eines Ziels 5 Fla Raketen verbraucht.

Die Effektivität betrug über das Jahr gesehen 0,34. 8 mal fielen Feuerabteilungen ( zeitweise ) aus. ie durchschnittliche Effektivität von Anti-Funkmessraketen gegen die Raketenleitstation     betrug 0,2 .    ( 20 % )

Die Verlustrate an Feuerabteilungen betrug im Schnitt 3,8 ( 1 FRA auf 3,8 Flugzeuge )

Die Effektivität normaler ungelenkter Bomben gegen die Fla Raketenabteilungen lag bei 0,75 ( 75 % )

Angemerkt sei, dass die vietnamesischen Fliegerkräfte im Dezember 1972 ebenfalls Abschüsse erzielten: 1 Bomber B52 und 3 Flugzeuge F 111.  Die eigenen Verluste betrugen 3 Jäger MIG 21.

Die Airforce verlor neben den B 52 Bombern zusätzlich

2 Flugzeuge   Phantom F4

2 Flugzeuge F111

 

Die NAVAY verlor durch Abschuss

2 Flugzeuge A-7

2 Flugzeuge A-6

1 Flugzeuge RA-5

1 Flugzeug F 4 Phantom

 

 

Vom Jahr 1964 bis Januar 1973 wurden durch die Fla Raketentruppen 3228 mal das Feuer eröffnet.  U.A. wurden  54 Bomber B52  abgeschossen. ( oder wegen dieser Gefechtsschäden abgewrackt ). Die Fliegerkräfte der Vietnamesen konnten unter beträchtlichen eigenen Verlusten  350 Flugzeuge im Luftkampf  vernichten. Unter den gefallenen Zielen befanden sich auch 2 Bomber B52        ( davon einer durch Rammen ) Flak und bewaffnete Volksmilizen trugen beträchtlich zu weiteren Abschüssen bei. 1000 Flaksysteme ( 85 mm , 100mm, 37 mm )  schützten kleinere Objekte wie Brücken oder Flussübergänge.

                           

 

Die Vietnamesen sagten zu den Russen „ wenn wir über Hanoi über die B52 nicht gesiegt hätten , wäre der Friedensvertrag in Paris nicht zustande gekommen „

Die Amerikaner sagten im Übrigen genau das Gegenteil. Sie hätten mit ihren Bombern die Vietnamesen an den Unterschriftstisch gebombt …

 

 

 

 Chung Bath Lake im Zentrum von Hanoi

 

Während der Operation Linbaker II waren während der nächtlichen Angriffe bis zu 20 fliegende Flugabwehrraketen gleichzeitig im Nachthimmel zu sehen.

Der letzte Abschuss eines B52 Bombers erfolgte am 27. Dezember über Hanoi. Das Flugzeug liegt bis heute im Chung bath lake im Zentrum von Hanoi als Denkmal.

             Quelle russ.  TV

 

 


 

 

                    Schwarze Drosseln

 

                 

                            SR 71           Bild : NASA

                 Das Flugzeug A-12 flog 29 Einsätze über Vietnam.

 

                   Mach 3,1    und 27 Km hoch

Während des gesamten Vietnamkrieges wurde niemals ein Flugzeug SR 71  abgeschossen. Die SR 71 klärte  Stellungen der Luftverteidigung auf. Alle Flugplätze der LV der Vietnamesen im Raum Hanoi wurden so entdeckt. Hochwertziele sowie alle SAM Stellungen  ( 150 ) wurden durch Luftbilderauswertung entdeckt. Der Hafen von Haiphong wurde beobachtet. Die Flughöhen waren für MIG Jäger der Vietnamesen unerreichbar. Sehr wohl konnte die Fla Rak solche Ziele auffassen und in einem sehr engen Zeitfenster ( versuchen ) bekämpfen . Bei Geschwindigkeiten um Mach 3 und Flughöhen bei 27 Km war wenig Zeit.

Die SR 71 flog bewusst außerhalb der technischen Vernichtungsreichweite des Fla Raketenkomplexes S 75 DWINA //  SA2 . Die Bekämpfung war  technisch möglich , die Vernichtungswahrscheinlichkeit fast Null. Die " ausgehungerte " Fla Rakete  11D  konnte keine Lastvielfachen mehr aufbringen und war die letzten Km praktisch nicht lenkbar.

Lagebericht  von Januar 1968

                                              

Auszug :

SR 71 Flugzeuge wurden im Jahr  1967/68   3 mal durch Vietnamesen mit dem Fla Raketenkomplex S75 DWINA  aufgefasst und 2 mal bekämpft .Bei einer Bekämpfung  wurde der  Aufklärer A-12  beschädigt.

Während der 16. Mission über Vietnam am 28. Oktober 1967 wurde die SR 71 bei 2. Überflug über Hanoi  ( aus Richtung West kommend ) bekämpft. Die ECM Anlage   ( elektronisches Stören zum Eigenschutz mit 20 KW Pulsleistung und Dauerstrich 200 W  ) funktionierte wie vorgesehen. Die Fla Raketen wurden zu spät gestartet. Es bestand keinerlei Gefahr für die SR 71. Auf Auswertebildern war der Rauch über der Startstellung zu sehen.

2 Tage später , am 30. Oktober 1967 wurde die A-12  zwischen Hanoi und Haiphong durch die Fla aufgefasst und begleitet ( RADAR wird durch die 3 Operateure auf die SR 71 gestellt, die Anfangsangsangaben werden zum Schiessen bestimmt. ) Es wurde nicht mit Fla Raketen das Feuer eröffnet  .

Am 4. Januar 1968 wurde wieder das Feuer auf die A12 eröffnet. Ein Flugkörper wurde durch die Flugzeugbesatzung  in 1 Meile  Abstand beobachtet

                 

             30. Juni 1967 Hanoi. Quelle CIA.     2 Flugplätze : Norden und Süden

 

30.10.1967

6 Flugkörper wurden geschossen ( es müssen 2 Systeme S75 DWINA geschossen haben, es können nur 3 Flugkörper gleichzeitig gelenkt werden , Autor Peters-ada )

Die Fluggeschwindigkeit der SR 71 betrug Mach 3,1 (750 m/s  ) , die Höhe war 81.000 Fuß .  ( 27 Km Höhe ) Der Pilot konnte Fla Raketen in 90.tausend Fuß Höhe beobachten und sah wie diese auf sein Flugzeug flogen.  3 Fla Raketen detonierten in weniger als 100 m Abstand hinter dem Flugzeug . Später entdeckte man Beschädigungen am rechten Flügel der Maschine.

 

   PDF oder   Word

 

Wie lassen sich solche Vorgänge bewerten ?

 

Die Vietnamesen besaßen mit dem Fla Raketenkomplex S 75 DWINA ein modernes SAM System. Dieses System hatte technische Grenzen.

Der Flugkörper 11 D hatte technische Grenzen. Die Maximale Reichweite beträgt  zwar ca. 50  Km, aber die Vernichtungszone ist in den Ausmaßen beträchtlich geringer. ( 34 Km Schrägentfernung  )  Bereits im Anflug und weit außerhalb der Vernichtungszone ( bzw. max. Reichweite ) müssen die 3 Flugkörper gestartet werden. Das Zeitfenster vom Auffassen , tracken und starten betrug ca.  15 Sekunden. Innerhalb dieser Zeit musste auch die Vernichtungsmöglichkeit überhaupt bestimmt werden : liegt der Treffpunkt von Fla Rakete und Ziel innerhalb der Vernichtungszone ?

Die max. technischen Möglichkeiten ein Luftziel zu bekämpfen waren mit der max. Zielgeschwindigkeit von 650  m/sec begrenzt. Die max. Höhe konnte hierbei 22 Km betragen. Der max. Kurs ( Parameter ) darf  max. 12 Km betragen ) Innerhalb dieser Vorgaben war die Zielbekämpfung , bzw. der Versuch erst technisch erlaubt .

Das Flugzeug A 12 / SR 71 flog mit ca. 750 m/sec in Höhen um 27 Km . Optimale Bedingungen wären nur bei Direktanflug ( ohne seitlichen Vorbeiflug ) gegeben.

Die Vietnamesen haben trotzdem versucht solche Aufklärungsflugzeuge zu bekämpfen.   Die Schiessregel für dieses SAM Komplex erlaubten  solche Zielbekämpfungen aber nicht .

 


Flugkörper   11 D   

 В-750ВН (13Д)               3 - 27 Km Höhe       

Originalbezeichnungen
          S 75 -  Rakete  
                

 

Vernichtungszone :

 

                      ALMAZ http://www.raspletin.ru/

                     Vernichtungszone  S 75   ( Nicht zu verwechseln mit Reichweite der Fla Rakete)

Die Vernichtungszone ist der vom Hersteller / Konstrukteur durch Versuchsschiessen  getestete und   vorgegebene Bereich mit definierter Zielvernichtung. Die Reichweite ist beträchtlich größer und wird nur durch den Selbstzerlegemechanismus  der Rakete begrenzt.  Auf dem passiven Flugabschnitt nach Brennschluss ist Lenkung der Fla Rakete   weiterhin möglich. Die Lenkbarkeit nimmt mit zunehmender Entfernung ab.

                         

Es besteht ein sehr kurzes Zeitfenster um 3 Flugkörper zu starten.

Wichtig :

Die Flugzeuge  A12 / S71 müssen mit RADAR gesucht und gefunden werden. Das typische Rundumradar P12  dreht mit 6 Umdrehungen / min.

Das Höhenrichtdiagramm ( Auffassmöglichkeit ) muss Höhen um 25 Km erfassen. Erst nach Beobachtung und Einschätzung von Flugverhalten , Höhe und Kurs lässt sich die Bekämpfungsmöglichkeit für den Fla Raketenkomplex beurteilen. Als nächstes muss das Ziel dem Fla Raketenkomplex zur Zielsuche zugewiesen werden. ( Alles innerhalb de Kabine UW ) Der Schiessende am Rundsichtgerät weist dem Leitoffizier das Ziel zu : Höhe , Seite und Entfernung. Nach dem Auffassen ( bis zu 10 sec Zielsuche ) wird das Ziel durch 3 Funkorter ( Operateure ) getrackt ( geführt , nach Entfernung , Seite und Höhe) Erst jetzt wird durch den Fla Raketenkomplex die Geschwindigkeit , Höhe , Kurs und Paramater          ( Kurswinkel ) bestimmt. Innerhalb eines sehr kurzes Zeitfensters werden die Startentfernung bestimmt und der mögliche Treffpunkt innerhalb der Vernichtungszone beurteilt. 

Bild. Büttner . Mit freundlicher Genehmigung

 

 

        Was sagen Quellen des Herstellers ?

     

 

ES werden Versuchsschiessen auf hoch und schnell fliegende Ziele durchgeführt.    Erforscht werden Möglichkeiten Ziele vom Typ A II / SR 71 zu bekämpfen.

       hier

 

Möglichkeiten des Fla Raketenkomplexes  S 75 (Antenne RSN 75W )  und der
Rundblickstation P 12 gegen Ziele vom Typ A II



Untersucht wurden die Möglichkeiten der

 Zielauffassung

 Zielerfassung

 tracking in verschiedenen Betriebsarten der Raketenleitstation    und

 Möglichkeiten der Vernichtung 

 

Von  April bis Oktober 1964 führten die russischen Streitkräfte  Schiessversuche mit dem Fla Raketenkomplex S 75 DWINA gegen verschiedene Ziele  MIG 17 und SU 9 durch. Diese Versuche untersuchten die potentiellen Möglichkeiten gegen amerikanische Ziele von Typ A II zu handeln. Solche Flugzeuge flogen in Höhen über 2o Km und handelten damit an den äußeresten technischen Grenzen dieses Fla Raketenkomplexes.

 

Flugzeuge vom Typ U2 wurden bereits im Jahr 1961 über Russland und 1962 über Kuba abgeschossen. Die Fla Raketenabteilung 03080 stellte die Versuche sicher.

Untersucht wurden die Möglichkeiten Ziele vom Typ A 12 / SR 71 mit     Zielgeschwindigkeiten um 1000 m/s  mit der Fla Rakete W755 zu  bekämpfen.
 

Das RADAR vom Typ P12 war das System zur Luftraumlagedarstellung und Zielsuche für den Fla Raketenkomplex S 75 DESNA.

Mit der Antenne RSN75W  (Feuerleitantenne)  wurde im Durchschnitt eine
stabile Zielbegleitung / tracking in Handbegleitung   ( RS )
bei 92 Km Entfernung ( Schrägentfernung)  zum Ziel .( mit 84 % Wahrscheinlichkeit )

Als Ziel diente ein Flugzeug vom Typ MIG 17.

 

Mit einer Sicherheit von 84 % im automatischen Regime der Zielbegleitung wird eine Entfernung mit 58 Km gerechnet. ( AS in allen 3 Koordinaten )


Zusätzliche Angaben gibt es für  die Betriebsart „Beleuchtung“ („podswet“)
 

Tracking nach RS, Handbegleitung und AS (automatisches Tracking) erfolgt
in der Betriebsart der Antenne „schmaler Strahl„ („uskie lutsch„ )während  die Betriebsart (breiter Strahl) Aufhellung  zur Zielsuche angewendet wird.

Das Radar P 12 fasste Ziele in Entfernungen bei  150 bis 180 Km  auf.
Die angegebenen Entfernungen gelten für  Höhen von 6000 bis 12.000 m Höhe.


 

Resümee

 

Es konnte festgestellt werden :
 

Zielbegleitung mit dem Feuerleitradar SNR75W ist ohne Betrachtung der  Zielvernichtungsmöglichkeiten in folgenden Fällen gegen Ziele vom Typ A II möglich :

Betriebsart Zielsuche                                  90 - 110 Km
Betriebsart Zielbegleitung /tracking in 3 Koordinaten  RS   90  Km
Betriebsart Zielbegleitung /tracking in 3 Koordinaten  AS   76  Km
Betriebsart Zielbegleitung /tracking in 3 Koordinaten  ASAP 70  Km


Die Rundblickstation P12 konnte Flugzeuge vom Typ  SU 9  in Höhen von 18 bis 20 Km auf Entfernungen von 105 bis 150 Km darstellen.
 

Des Weiteren werden Abweichungen / Fehler nach den Koordinaten in den Betriebsarten der RSN75W betrachtet.

Dazu erfolgten Abflüge in  Höhen um 12.000 m  mit Parametern für den Anflug um  0 Km                  ( Direktanflüge ) Die verschiedenen Fehler ,Fluktuation und systematischen Fehler wurden erfasst und beurteilt.

 

Es fanden 15 Starts mit Fla Raketen gegen Ziele MIG 17 statt.

 

Beispiel

Start  628

25.4. 1964

 

Ziel : Höhe 25 km , Parameter 15 Km Anflug

Geschwindigkeit: 1000 m/s

Fla Rakete 20TDP  W755 ( Fla Rakete 20D , Telemetrie - Rakete, Serien Nr.835457)

 

Betriebsart Begleiten der Antenne ASAP : 

Winkelfehler in Epsilon:  1,19 min ,  Beta:  0,66 min

Treffpunkt  0,86 ° nach unten ,  0,91°  nach links

Flugzeit bis Treffpunkt: 49,8 sec

Im Treffpunkt: Schrägentfernung : 33,6 Km   

Höhe :                            24,2 Km
Parameter :                       14,4 Km.

Treffer , Detonation Gefechtsteil

  Vertikale  Ebene :              plus 58 m

  Seite:                          plus 17 m.

 

Das Heranlenken der Fla Rakete nach dem Start an die Flugbahn erfolgte bei:

nahe Grenze : vertikale Ebene nach 11,6 sec bei      6 Km

              horizontale Ebene nach 8,7 sec  bei    4,2 Km

 

Dadurch ergibt sich die Nahen Grenze der Vernichtungszone ( Totbereich )  von 6 Km für die Vernichtungszone.

Während des Fluges der Fla Rakete wurde die Flugbahn messtechnisch (Telemetrie) erfasst.

 

Die Abweichungen von der laufend durch den Rechner (    System SKE, analoger Rechner in der Kabine AW , Autor ) bestimmten  Flugbahn betrug in der vertikalen Ebene nicht mehr als  0  plus minus 80 m, in der horizontalen Ebene nicht mehr als plus 30 m und minus 70 m.

 

Schlussfolgerungen

Ziele vom Typ A II mit Zielgeschwindigkeiten von  3600 Km/h können  aufgefasst, begleitet und vernichtet werden.

 

Die Vernichtungszone für den Fla Raketenkomplex  den Fla Raketenkomplex beträgt :



Beginnend mit 12 Km in der Entfernung für Höhen von 300 m bis 11 Km Höhe für maximale Zielgeschwindigkeiten bis 700 m/sec im Anflug .

Bei  Geschwindigkeiten  größer  700 m/sec beginnt die VZ bei 16 Km.

Die ferne Grenze wurde mit 27 Km  und Zielhöhen bis 30 Km bestimmt.

Die potenziellen Möglichkeiten Des Fla Raketenkomplexes erlauben eine
Startentfernung bei max. 85 Km für Zielhöhen bis 17 Km .

Der max. Parameter ist höhenabhängig und wurde für die  Hohen
15 20 25 27 Km    mit 24 20 15 und 21 Km bestimmt.

Für die Leitmethode  MHB / PS ( polowinoje sprjamlenie, „halbe Begradigung )und Betriebsart  AS wurden 5  bis 35 m systematische Lenkfehler bestimmt, bei AS-AP und AS  erfolgt die Zielvernichtung
in einem Kreis mit Radius 60 m mit 0,7 Wahrscheinlichkeit.

 

 

Autor

Das Dokument wurde vom Autor übersetzt ( Muttersprachler ). Es wurde dem Sinn nach übersetzt. Zusätzlich fließen Erkenntnisse aus dem persönlichen Kenntnisstand zum System S75 ein. ( Studium der Fla Raketentechnik und Lernen am S 75 original als Stundet an einer milt. Schule der Luftverteidigung ) , langjähriger Job als LO bei einer Feuereinheit S 125 )

Im übrigen handelt es sich hier um keine neuen Erkenntnisse. Der hier veröffentlichte Inhalt war täglich Brot im System S 75 , S 125 , S 200 und S 300 der NVA .


Das deckt sich auch mit späteren Erkenntnissen aus dem Vietnamkrieg.

 

Vietnamesen bekämpften in der Betriebsart Handbegleitung ( RS ) und Dreipunktmethode ( TT „trjöch totschek“ )einfliegende B-52 Bombenflugzeuge erfolglos wegen großer Ablagen. Nach tracking / Zielbegleitung in RS ( Handbegleitung der Antenne ) wurde während der Zielbegleitung mit Nachlassen des jamming ( Stören des RADAR ) am Wendepunkt auf die Betriebsart AS  ( automatische Begleitung )  übergegangen.

 

Der Fla Raketenkomplex S 75 DWINA konnte im Jahr 1964 Ziele mit maximaler Zielgeschwindigkeit von 400 m/sec mit gegebener Vernichtungswahrscheinlichkeit bekämpfen. Höhere Zielgeschwindigkeiten gingen zu Lasten der Vernichtungswahrscheinlichkeit .

 

Fazit

SR 71 lassen sich mit dem Fla Raketenkomplex S 75 DWINA und der    Fla Rakete 20D ( W755 В-755  20Д )    mit  Vernichtungszone 7 - 43  Km  und    3 - 30  Km Höhe) bekämpfen. Die Vernichtungswahrscheinlichkeit beträgt bei optimalen Bedingungen des Schiessens   70 % .

Die Zeiten zur Zielssuche , Auffassung , tracking und Feuereröffnung mit 3 Fla Raketen sind zeitlich begrenz.

Die vietnamesischen Streitkräften haben nicht wahllos auf Flugzeuge vom Typ SR71 gehandelt.

 

    

Vernichtungszone für Ziele 600 m bis 1000 m/s im Anflug .

Startzone für Fla Raketenkomplex SA 75  DESNA und S 75 DWINA

Schiessregeln . System S 75 WOLCHOW .

 

 

 

 

Taktische und technische Angaben S 75 DWINA ( erste Modernisierung )

Industry Designation
 
SA-75 S-75
Military Designation
 
SA-75 S-75
NATO Designation
 
SA-2A SA-2C
Fan Song Variant
 
RSNA-75 RSN-75
Max Range
 
m 29000 34000
Min Range
 
m 8000 8000
Max Alt
 
m 22000 27000
Min Alt
 
m 3000 3000
Vmax appr tgt
 
m/s 417 417
Vmax reced tgt
 
m/s    
Missile Type
 
1D 13D
Length
 
mm 10726 10841
Max speed
 
m/s   650

 

 


 

 

 ARM    AGM 78

Bei Detonation der ARM in Entfernung con ca. 60 m vom Antenneposten ( PW ) der Raketenleitstation wurden bis 70  Löcher an der Sendekabine / Antenne  gezählt .10 HF Kabel wurden beschädigt. An einer Startrampe wurden ein Powerkabel und ein Steuerkabel zerstört. Die Staffel war längere Zeit nicht mehr einsatzbereit. Personenschaden oder Verluste gab es keine.

Die technische Einsatzbereitschaft bei den  Feuerabteilungen während er Operation „Linbaker II „ betrug 0,6 – 0,7 bei den Fla Raketentruppen . Feuerabteilungen fielen durch diese Maßnahmen der Amerikaner aus und waren zeitweise nicht einsatzbereit.

Von den 95 gelieferten SAM Systemen waren zu Kriegende im Jahr 1973 noch 39 Stück einsatzbereit . 370 mal wurden wurde das Feuerleitradar des SAM S 75 durch ARM  zerstört und wieder repariert.

Zwischen dem 1. März 1967 und 31. März 1968 wurden 1146 Shrike gegen das SAM System geschossen. Die Leitantennen wurden 370 außer Gefecht gesetzt . Für die Reparatur fielen diese Raketenleitstationen über Stunden und Tage aus.

Während er Operation "linebaker II" im Dezember 1972 wurden 421 AGM Shrike gegen SAM Systeme geschossen. Das typische Anti SAM Manöver war das präemptive Schiessen. Das Feuerleitradar Am S 75 SAM System wurde zum Ausschalten gezwungen , während die B 52 Bomber nach Hanoi einflogen . 

Im April bis Oktober 1972 wurden 320 von 678 ARM Shrike präemtiv gegen SAM Systeme geschossen.

  

          Typische Handlung gegen die Raketenleitstation PW bzw. Rundblickstation / Höhenfinder

 

Die ARM fliegt nicht auf dem RADARSTRAHL in die Antenne der Raketenleitstation. Der Suchkopf der ARM erfasst die diffuse Abstrahlung über Nebenkeulen des RADAR. Ob sich eine Rundblickstation dreht ist ebenfalls belanglos. Es gibt Filmsequenzen mit direktem Einschlag in die Raketenleitstation , Sendekabine PW.

Die "Shrike" selbst war auf den Bildschirmen der Raketenleitstation sehr schwer zu sehen . Der Start selbst aber wurde von den Operateuren als kurzzeitige Änderung des Zielzeichens wahrgenommen. Nach 2- 5 Sekunden verschwand die ARM aus dem RADARstrahl.

Wenn der voraussichtliche  Treffpunkt der eigenen Raketen am Luftziel  und dabei die Entfernung der sich annähernden "Shrike "  kleiner 5 Km zur Raketenleitstation lag, wurde das Ziel sofort fallengelassen und die Antenne  auf Äquivalent geschalten und die Anflugzeit der "Shrike " abgewartet.   ( siehe aus Schiessregeln SNR 125 NEVA , dort beträgt diese 10 Km , Übersetzter und Autor )

Während in den Anfangsjahren russische Kampfbesatzungen das Feuer mit dem Fla Raketenkomplex S 75 / AS 2 eröffneten , erwiesen sich die Vietnamesen als sehr gelehrig . Im russ. Staats TV lief 2007 ein 5teiliger Film über die vietnamesische LV im Kampf gegen Phantom und B52 der Amerikaner . Die russischen Berater berichten über die Gefahren für die Feuerabteilung durch die ARM   "SHRIKE"  und unter welchen Bedingungen die Vietnamesen und Russen kämpften. Angefangen vom schlechten Essen für die russ. Berater ( Vietnam war arm und es war Krieg ) bis hin zu Verlusten an Raketensoldaten. Die Bombardierungen durch Bomber B52 werden sehr emotional dargestellt.                                                                  

Probleme bereitete der Raketenverbrauch  . Die Führung der Luftverteidigung drängte auf ökonomischen Einsatz.    Nun  wurden bei 70 % aller Schiessen nur noch eine Fla Rakete gestartet .

Dadurch stieg  letztendlich der Raketenverbrauch an, da die Ziele mehrfach bekämpft werden mussten weil  die Vernichtungswahrscheinlichkeit bei einer Fla Rakete nicht gegeben war.

Die Verlustrate an Fla Raketenabteilungen  pro abgeschossenes Flugzeug ging auf 3,4 zurück . Diese Rate war die Beste  seit Jahren .

 

 

 

 

 

Artikel :

Autor : Peter Skarus

Recherche seit Jahren. Auswertung englischsprachiger und russ. Artikel .

Quellen:   Studium Fla Raketentechnik , NVA 1985. S75 Wolchow . Kabine Pw. NEVA Zug . System K, SKE.

Job als LO S125 NEVA M1A. Unzählige Gespräche mit Lehrkräften und Dozenten

Russ. Zeitschriften :

WKO Magazin   

http://www.army.lv/   

Offizielle  Seite des  ALMAZ Konzern in Moskau als Hersteller des SA 2

Gröhler: Geschichte des Luftkrieges.

LINEBACKER II By Walter J. Boyne Air Force Magazine November 1997, Vol. 80, No. 11

www.afa.org

References and Further Reading:Clodfelter, Mark. The Limits of Air Power. New York: The Free Press, 1989.
Herz, Martin F. The Prestige Press and the Christmas Bombing, 1972. Washington, D.C.: Ethics and Public Policy Center, 1979.
Kissinger, Henry. White House Years. Boston: Little Brown & Company, 1979.
Kohn, Richard H. and Joseph Harahan, ed. Strategic Air Warfare: An Interview with Generals Curtis E. LeMay, Leon W. Johnson, David A. Burchinal and Jack L. Catton. Washington, D.C.: Office of Air Force History, 1988.
McCarthy, James R. and Allison, George. Linebacker II: A View From the Rock. Maxwell Air Force Base, Ala.: Airpower Research Institute, 1979.
Michel, Michael L. The Eleven Days of Christmas: America’s Last Vietnam Battle. San Francisco: Encounter Books, 2001.
Morrocco, John. Rain of Fire: Air War, 1969-1973. Boston

Aber auch:

http://www-static.cc.gatech.edu/fac/Thomas.Pilsch/Vietnam.html
http://members.aol.com/TeacherNet/Vietnam.html

 

            

            Vietnam-Air-Losses     Geschichte des SAM 2

 

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