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1. Mai 1960

Am 1. Mai 1960 flog ein amerikanisches Aufklärungsflugzeug über Russland. Mit dem Abschuss endete eine lange Serie dieser Überflüge durch amerikanische  Flugzeuge über  Russland. Der Befehl zur Vernichtung soll direkt von der Tribüne während der Maiparade von Chrustschow persönlich gegeben worden sein.
 

  U2 Abschuss über Russland am 1. Mai 1960 

 

                                    "  Mein Gott , ich bin getroffen  "

 

Am 1 . Mai 1960 wurde ein Aufklärungsflugzeug der CIA (USA) von der russ. Luftverteidigung abgeschossen. (Serien # 56-6693 )

Die Einzelheiten wurden 30 Jahre lang unter Geheimhaltung und Verschluss gehalten.

Einzelheiten wurden im Jahr 2000 erstmals veröffentlicht. "Krasnaja Swesda " / Roter Stern , Armeezeitschrift der russ. Streitkräfte . U2 Aufklärungsflugzeuge wurden über Kuba ( 1961 ) während der Kuba Krise sowie über China abgeschossen.

Bereits im Oktober 1959 wurde ein amerikanischer Aufklärer über China abgeschossen.

 

Vorab:   während der wilden Verfolgung auf die U2 werden 14 Fla Raketen geschossen und auf 2 eigene Flugzeuge das Feuer eröffnet. 1 eigener MIG19 Jäger wird dabei abgeschossen.

                      

Plötzlich und unerwartet hörte ich eine Explosion und sah einen orangefarbenen Blitz.
Das Flugzeug neigte sich nach vorn , das Höhenruder war defekt.

                                   „ Mein Gott   , ich bin getroffen “  

So beschrieb Gary Powers seine Erlebnisse nach seinem Abschuss der U2 über Russland im kalten Krieg . 

 

 8630

Ziel 8630

Um 5:26  startete die U2 in Peschawar (Pakistan). 10 Minuten später dran das Flugzeug  im Bezirk Kirowabad in russ. Luftraum ein.
Die ersten 3 Stunden des Fluges vergingen für den Piloten  ruhig . An den vorgegeben Stellen schaltetet er die Kameras und Sensoren  ein.

Auf der anderen Seite war er das Ziel Nr.  8630. Als das Flugzeug über dem Ural flog kam aus Moskau der Befehl:

                        „Ziel vernichten und rammen !“     „Уничтожить цель , Таранить „  

Diesen Befehl erhielt Hauptmann Igor Mentjukow. Er befand sich an diesem Tage zufällig mit einem Abfangjäger SU 9 auf diesem Militärflugplatz im Ural. Rammen wurde deswegen befohlen, weil auf dem Flugplatz keine Raketen für die SU 9 vorhanden waren. Über andere Bewaffnung verfügte dieses Flugzeug aber nicht. 

Mentjukow gelang es auf 20.000 m aufsteigen , trotzdem konnte er den Befehl nicht ausführen.  Auch war die SU9 3 mal schneller als das Ziel. Der Rammstoß gelang nicht. Minuten später stiegen vom Militärflugplatz Kolzowo (bei Swerdlowsk) 2 MIG 19 Jäger zum Abfangen auf. 

                                                                                                     

In diesem Augenblick flog die U2 in die Vernichtungszone eines Fla- Raketenkomplexes S 75  ( SA2 ) ein. Diese Feuerabteilung wurde von Major Michail Woronow befehligt. 

Die  Rakete schlug an der U2 einen Flügel ab , das Triebwerk wurde beschädigt ,die Steuerung  und das Höheruder wurden beschädigt.

Auf den Leitsichtgeräten der Bediener des Fla Komplexes fiel das Ziel unter dem "Schutz von elektronischen Störungen" . Es handelte sich hier um den abgefallenen Flügel und anderen Teilen des Flugzeuges , die zusammen mit der U2 zu Boden fielen.

Das war neu und die Situation konnte nicht recht beurteilt werden. Man vermutetet ein Ausweichmanöver gegen die Fla.

Jetzt gelangte die fallende U2 in die Vernichtungszone des benachbarten Fla Raketen Komplexes. Dieser schoss mit 3 Raketen auf die bereits fallende  U2.

Es konnte auch jetzt immer nicht die Vernichtung des Feindes mit Sicherheit festgestellt werden. Teile des Flugzeuges und der Fla Raketen waren noch minutenlang auf den Leitsichtgeräten der des Flugabwehrkomplexes zu sehen.

                                                                                                     

Noch bevor Powers mit dem Fallschirm ausstieg, näherten sich nach der vergeblichen  Attacke von Mentjukow (SU9) die zwei MIG 19 Flugzeuge.( Boris Eiwasjan und Sergej Sawronow)     und wurden plötzlich selbst zum "Ziel". 

Um 9:23 Uhr schoss ein  Fla Raketenkomplex erneut .  Dem Befehl zum Ausflug folgte Boris Eiwasjan mit heftigem Manöver nach unten weg aus der Schiesszone. Sergej Sawronow gelang der Ausflug aus der Vernichtungszone nicht mehr.  Er wurde durch eine Fla Rakete getroffen. Powers hatte sich mittlerweile katapultiert , die U2 schlug auf. 

 

Weiter....

U2 Flugzeuge wurde von ihrem ersten Flug an vom Radar  gesehen , konnten nie bekämpft werden Die einfliegenden U2 wurden anfangs mit Flak bekämpft. Aber auch hier war bei 14 Km Höhe Schluss. Die MIG 19 hatte eine max. Steighöhe auf 15,5 Km. Höher konnte man nur mit einem besonderen Manöver unter Abnahme der Geschwindigkeit gelangen. So konnte einmal ein Pilot die U2 
sehen. Letztendlich konnten diese Aufklärungsflugzeuge nur durch gelenkte Flugabwehrraketen bekämpft werden.

Übersetzung : Peter Skarus  www.peters-ada.de

Ein Artikel in einer russ. Fachzeitschrift beschreibt die nicht korrekte Arbeit der Freund Feind Kennung der Funktechnischen Truppen ( RADAR ) und dem
der beiden Flugzeuge. Nach hinten sollen die Antwortsignale nicht abgestrahlt worden sein. ( Zeitschrift ALMAZ Konzern 2006)
 


 

Der Kdr. der schießenden S 75 Abteilung durfte an einer Militärakademie studieren .Der Befehl zur Vernichtung der U2 soll während der Mai Parade von Chrustchow direkt von der Tribüne gegeben worden sein.

Da diese Operation von höchster Stelle geleitet wurde , lassen sich so die Verluste und Chaos und die Option - vernichten um jeden Preis - erklären. Dreist ist es schon , am obersten Feiertag der Kommunisten quer über Russland zu fliegen.

Skarus Autor

                                                                                                                                                                                  

Ziel vernichten

Teil II

Ein äußerst spannender Artikel  zeigt das heillose Durcheinander , aber auch die Entschlossenheit die U2 zu vernichten.

weitere Artikel   aus dem russ. " Istoschnik Informatzii  17. Mai 2002 "

 

  ТРЕВОГА!    ALARM !

 

                         Bild : Autor Skarus


Befehl des Drachen

Gegen 6 Uhr in der früh wurden alle Fla Raketenabteilungen , fliegende Verbände der Luftverteidigung und Truppen der Funktechnischen Truppen der Luftverteidigung in Mittelasien , Kasachstan ,Sibirien , Ural , des europäischen Teils Russlands und im
Norden alarmiert. Am zentralen Gefechtstand der Luftverteidigung waren zutage: Marschall der Sowjetunion Sergej Biriusow , dessen erster Stellvertreter Marschall der Artillerie Nikolai Jakowlew, der Chef des Stabes der Truppen der Luftverteidigung
Generaloberst Petr Demidow, der kommandierende der Luftstreitkräfte (LV) Generalleutnant Ewgenie Sawitzki ,   der Kommandierende der Flugabwehr Raketentruppen Generaloberst Konstantin Kossakow und andere Offiziere des Stabes.

Der Marschall ließ sich regelmäßig mit den Kommandeuren verbinden , die aktuelle Position und Lage melden und verlangte diesen Flug zu unterbinden. General Sawitzi  gab den Befehl an die Kommandeure der fliegenden Verbände      "attackieren mit allen diensthabenden Kräften"  . Im Notfall  "rammen" ( при необходимости - таранить)

Langsam breitetet sich Nervosität aus.  Telefone klingelten immer wieder : das Ministerium für Verteidigung , der Kreml und von
Chrustschow persönlich .

"Eine Schande, das Land hat seine Luftverteidigung mit allem Nötigen ausgerüstet und Ihr könnt nicht einmal ein Flugzeug abschießen "Der Marschall erwiderte. "Wenn ich eine Rakete wäre, ich würde selbst den verhassten Eindringling vernichten"

                                                                                                     

Gegen 8 Uhr wurde im Stab klar , der Eindringling würde den Bezirk Swerdlowsk und das weiße Meer erreichen und nach Norwegen durchfliegen.
Für die eigenen Truppen der fliegenden Verbände wurde das Signal  "Teppich"  (eigene Flugzeuge und Hubschrauber verlassen dieses Gebiet um Freiheit für Operation der eigenen Kräfte zu bekommen) gegeben. Für die Funktechnischen Truppen der LV wurde es nun einfacher das Ziel zu führen.

Gab es eine Möglichkeit das Flugzeug noch vor dem Ural zu vernichten ? Der Pilot sollte auf keine Fall Einrichtungen des russ. Militärs erblicken .  Das Flugzeug flog in 21.000 m Höhe mit 750 Km/h.

Die Fla Raketentruppen schossen nicht : die Flugroute der U2 berührte auf dem Weg zum Ural bisher keine Vernichtungs- bzw. Handlungszonen der Raketenkomplexe.

                                   

An jenem 1. Mai 1960 hatten die Piloten Hauptmann Boris Eiwasjan und Oberleutnant Sergej Sawronow Dienst als diensthabende Kräfte .
Nach der Gefechts- Alarmierung um 7:03 Uhr stiegen sie auf. Nach 32 Minuten waren sie am Flughafen Kolzowo in Swerdlowsk.
Hier wurden die Flugzeuge erneut betankt und warten auf den Befehl zum Abfangen. Bald  flog zufällig eine Su9 ein , vom Flug aus dem Werk zurück in seine Einheit. Ein solches Flugzeug kann bis auf 20.000 m aufsteigen.

Dieses Flugzeug war nicht gefechtsbereit und ohne Bewaffnung , der Pilot hatte keinen Höhenanzug .

Im Stab gelangte man zur Auffassung , nur die SU 9 könnte den Eindringling abfangen. Der Befehl lautetet für den Piloten: 

 Die Aufgabe lautet:      Ziel vernichten , rammen      "Задача - уничтожить цель, таранить" 

 Der Befehl wurde   wiederholt . Nach Sekunden des Schweigens : Befehl vom "Drachen" 

Kampfname des Kommandierenden der Fliegerkräfte und jedem Piloten bekannt. (General Sawitzki)

Nach Minuten : "Wenn es "Dragon" selbst befielt muss sehr ernst sein. Zum rammen bereit ! Vergesst nicht meine Familie und meine  Mutter . Es soll geschehen."

Das war der sichere Tod. Rammen , dazu ohne Höhenanzug und Sauerstoffmaske.

                                    U2     Quelle : offenes Bild Wikipedia

                                                                                                      

Als Powers seine Flüge über Russland begann , sagte man ihm , es gäbe keine hoch reichenden Raketen. Derzeit begann aber Russland um seine wirtschaftlichen Zentren Fla Raketenkomplexe S75 zu stationieren. Diese konnten Ziele oberhalb 20 .000 m bekämpfen. Außerdem verfügte Russland jetzt auch die SU 9 als Abfangjäger .

Am 1. Mai gegen 7 Uhr wurde auf dem Flughafen Kolzowo Alarm und Bereitschaftsstufe 1 ausgelöst. Der Chef der Fliegenden Kräfte der Luftverteidigung persönlich :    "Ich , SOKOL 732 - wie hören sie mich" , meldet er sich über Telefon. Hören sie mir aufmerksam zu. Das ist keine Übung (sinngemäß , der Übersetzter)  Das Ziel ist real und von höchster Priorität,      rammen !"   Befehl aus Moskau und von "Drakon" .    

Die SU9  ging auf Kurs und wurde geleitet. Obwohl die Zusatztanks außen am Flugzeug nicht leer waren wurde befohlen diese abzuwerfen. Danach beschleunigte es auf Mach 2 ( 1,9 )und wurde an das Ziel in 20 Km Höhe herangeleitet.

Jetzt hieß es: noch 25 km bis zum Ziel. Er schaltetet den Nachbrenner ein ....Fehler... Eben arbeitete es normal und jetzt das.....    Der Pilot versuchte jetzt die U2 visuell auszumachen.

Er war für die U2 mit den 780 km/h und er mit Mach 2 - 3 mal schneller als das Ziel. Er fand die U2 nicht. Bei Entfernung 12 km drehte die U2 ab auf neuen Kurs.

In diesem Moment wird die U2 auch von den Bildschirmen einer Raketenleitstation ( RLS ) verloren.

                                                                                                      

Er fliegt weiter auf neuem Kurs zum Ziel und nähert sich auf 8 km. Er sollte nun unbedingt den Nachbrenner  ausschalten und seine Geschwindigkeit anpassen. Auf Befehl des General Wowk schaltet er aus. Im selben Moment ein neuer Befehl:

 

                                                           "Raus aus der Zone , auf Dich wird gehandelt   " 


Im selben Moment sah der Pilot schon Fla Raketen vor sich    fliegen und rechts vorbei fliegen und Detonationen.

Die Fla Raketentruppen hatten das Feuer eröffnet ...

Die Fla Raketenabteilung die das Feuer eröffnete wurde von Hauptmann Nikolai Scheludko befehligt. 

Die U2 verlies die Vernichtungszone Richtung Stadt. Deswegen wurden keine Raketen mehr geschossen. Die SU 9 hatte nun auch den Bereich verlassen. Der Gefechtsstand sagte nun:
" Ziel ist hinter  euch " Nach Einnahme der neuen Richtung hatte die SU9 nur noch 300 Km/h Geschwindigkeit wie der Pilot bemerkte . Er fiel auf 15 .000 m.
Er schaltete den Nachbrenner wieder ein. Der Nachbrenner hatte Probleme und schaltete sich immer wieder aus. Der Pilot beschleunigte auf 500 Km /h in der Hoffnung der Nachbrenner ging an.
Jetzt begann die Notleuchte für zu geringen Treibstoff zu leuchten. Damit hatte sich das Abfangen erledigt . Er sollte sich nun bis Kolzowo zurück hangeln.

Die beiden MIG19 starten zu diesem Zeitpunkt. Sie fanden die U2 noch nicht. Sie bemerkten eine Detonation und sich 5 zum Boden lösende Punkte. Ein Pilot meldete  das dem Gefechtsstand , das die FRT das Feuer eröffnet hatte.

 

 Salven

                                                               Raketensalven

Die Flugabwehrregimenter bekamen den Befehl zur Vernichtung des Zieles. Die Aufklärungs- -und Zielzuweisungsstationen der Luftraumaufklärung führten das Ziel ständig .

Der Leitoffizier     ( führt Zielsuche durch , beurteilt Schiessbedingungen und startet Fla Raketen /der Übersetzter)     Oberleutnant Eduard Feldblum , die Funkorter der Raketenleitstadion mit dem Unteroffizier Valeri Schuster hatten den Gegner fest im Visier. Das Ziel befand sich in der Startzone. Alle warteten auf das Kommando. 

In diesem Moment änderte sich die Luftlage auf den Bildschirmen. Die U2 änderte ihren Kurs so als hätte sich die Bedrohung erraten.  Die Linie des Flugkurses auf dem Planschet ( Darstellung des Flugkurses mit Fettstift auf einer Plexiglasplatte in Spiegelschrift von hinten / der Übersetzter) bog unerwartet ab.

Für Major Michail Woronow ( Kommandeur ) entstand eine sehr schwierige Situation. Es musste der Startzeitpunkt bestimmt werden, um den Ausflug des Flugzeuges zu verhindern.

                " Ziel erfasst".       

Der Kommandeur befahl für alle hörbar

               " Ziel vernichten".

( Anmerkung: der Kdr. arbeitet in der Funktion "Schiessender " in der Leitstadion und beurteilt die Luft - und taktische Lage, das Feuer eröffnet der Leitoffizier/ der Übersetzter)

Die erste Fla Rakete startete zum Ziel. 

In Washington war es jetzt Sonntag    01 : 53 in der Nacht. Nach Moskauer Zeit war es  08:53 Uhr am Morgen.

Nun aber bekam Hauptmann Scheludko , Kommandeur der Nachbareinheit , den Befehl die U2 auch zu bekämpfen. Es ging darum , das Flugzeug mit absoluter Zuverlässigkeit vernichtet zu wissen.

 

                                                              Abgeschossen oder nicht ?

Nach 30 Minuten nach Abschuss des Aufklärungsflugzeuges dachte man noch immer im Stab des Fla Raketenregimentes und im Gefechtsstand der Luftverteidigung , dass das Flugzeug seine Kurs fortsetzt.

Die Spezialisten des funktechnischen Bataillon  wollte passive Störungen gesehen haben. Die beiden Piloten flogen mit  der Aufgabe den Gegner abzufangen.

Der Führende , Hauptmann Boris Eiwasjan befahl dem anderen Flugzeug sich abzusetzen und wenn in 2-3 Minuten der Gegner nicht gefunden wäre , wollte man zum Rückflug ansetzten. Die Verbindung war aber abgebrochen. Eiwasjan sah am klaren Himmel ungewöhnliche Wolken und flog abrupt im Sturzflug nach unten. Das rettete ihm das Leben. Er konnte aus dem Bereich der Raketen entkommen.

In einer Fla Raketeneinheit , kommandiert von Major Schugaew , sah man ein Ziel , das jetzt auf 11.000 m Höhe sank und flog. Das wurde so an den Gefechtsstand gemeldet.

Der Feuerbefehl kam von General Major Iwan Solodownik. Das Feuer wurde eröffnet. Kurz darauf und erst jetzt meldet Major Woronow die Vernichtung der U2 durch seine Einheit.

Zu diesem Zeitpunkt war die U2 schon vernichtet. Der Kdr. Woronow hatte sich mit seiner Meldung um 30 Minuten verzögert. Deswegen wurde auf die beiden MIGs das Feuer eröffnet. Das Flugzeug von Oberleutnant Sergej Sawronow wurde getroffen. Er starb. Die Rakete an Oberleutnant Sergej Sawronows Flugzeug verfehlte ihr Ziel.

Insgesamt wurden während der Bekämpfung der U2 und der eigenen Flugzeuge 14 Fla Raketen verschossen.

                                                                                                     

Aus Moskau kam eine Expertenkommission mit dem Auftrag alle Teile der U2 einzusammeln.

Einen Tag stellte sich heraus , dass die U2 wegen der Manöver der SU9 ihren Kurs wechselte und in die Vernichtungszone des Fla Raketenkomplexes einflog....und nur deswegen vernichtet wurde.....Wenn der Pilot de SU 9 nicht gewesen wäre, die U2 wäre entkommen.

Bekämpft wurde die U2 durch die 2 .Fla Raketenabteilung der  57. Fla Raketenbrigade der Luftverteidigung.

 


 

Über die Gründe des Todes des MIG Piloten sagte das Ministerium für Verteidigung Russlands folgendes : 

8:43 starteten die beiden MIG 19 Flugzeuge vom Flughafen Kolzowo. Im Gefechtstand der LV wusste man ca. 10 Minuten nichts von den beiden Flugzeugen.

8:53 Uhr wurden durch den Jägerleitoffizier die MIGs auf 11.000 m geleitet um das Feuer der Fla Raketentruppe zu beobachten.

Das 9. Funktechnische Bataillon verzögerte die Weitergabe der Entfernung des Abschusses der U2 an den Gefechtsstand der LV sowie dessen Höhe von 19.000 m während sich die MIGs auf 11.000 m befanden.

Die beiden MIGs flogen nun auf dem Rückweg zum Flughafen durch die Vernichtungszone der 4. Fla Raketenabteilung der 57. Fla Raketenbrigade. Die Kennungsapparatur ( IFF / Freund Feindkennung, der Übersetzer) der Rundblickstation P12 arbeitete nicht korrekt.

Mit der irrtümlichen Annahme , es wären keine eigenen mehr in der Luft , eröffnete die Fla Raketenabteilung das Feuer mit einer Raketensalve ( 3 Raketen a 3 Sekunden , der Übersetzter ). Eine  MiG wurde abgeschossen. Als Hauptursache wird die schlechte Arbeit des Gefechtsstandes der Luftverteidigung  angesehen. Schlechte Entscheidungsfindung und Informationsweitergabe.

In der 57. Fla Raketenbrigade wusste man nichts von den eigenen Jagdflugzeugen. Deswegen wurde das eigene Flugzeug abgeschossen.

 

Die Jagdflugzeuge der LV waren noch im Lernprozess und die Fla Raketentruppen waren noch in der Formierung und Entwicklung.

Im Mai 1960 wurden Militärangehörige , die an dem Abschuss der U2 beteiligt waren ausgezeichnet. 21 Soldaten wurden mit Orden ausgezeichnet.

Den Rotbanner- Orden erhielt Oberleutnant Sergej Sawronow postum sowie die beiden Kommandeure der Fla Raketeneinheiten Major Scheludko und Major Woronow.

 

Übersetzung : 

Skarus  . Es wurde nach bestem Wissen und Gewissen  sinngemäß übersetzt.   Der Übersetzter / Autor  Peters-ada  ist Muttersprachler .

Ein Artikel in einer russ. Fachzeitschrift beschreibt die nicht korrekte Arbeit der Freund Feind Kennung der Funktechnischen Truppen ( RADAR ) und dem
der beiden Flugzeuge. Nach hinten sollen die Antwortsignale nicht abgestrahlt worden sein. ( Zeitschrift ALMAZ Konzern 2006 )

Interessantes :

Bereits am 12. August 1960 erhielten die Amerikaner vom russ. Überläufer Penkowski alle Einzelheiten zum Abschuss.

 

Das war weltweit 2.  Abschuss eines Flugzeuges mit Fla Raketen. Im Oktober 1959  Jahres schoss die  chinesische Luftverteidigung ein aus Taiwan kommendes  Aufklärungsflugzeug ab. Die Chinesen schossen mit dem S 75 DWINA System. Spätere Abschüsse von U2 Flugzeugen ( 8 ) durch die Chinesen erfolgten mit dem weiter entwickelten und aus dem S75 abgeleiteten System HQ1 ( rote Fahne )      China


 

© 2004  Peter Skarus

                                  Artikel   Original   und   text russ       veröffentlicht bei   Westnik PWO  


                                               Näheres   zum   S75 Dwina     und S75