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Planzeichnergruppe *
Die Planzeichner der FLA- Raketenabteilung rekrutierten sich aus
wehrpflichtigen Soldaten.
Der Gruppenführer war ein Unteroffizier mit einer verpflichteten Dienstzeit von
drei Jahren, von denen er ein halbes
Jahr zur fachlichen Ausbildung an der Unteroffiziersschule verbrachte.
In den allerersten Anfängen wurde noch ein Planchette auf einem Tisch
genutzt, auf dem der
Planzeichner sich zwischen dem Stabschef und dem Operativen Offizier
durchdrängelnd mit
Fettstiften auf einer Piacrylplatte, die auf einer normalen Generalsstabskarte
lag, den gemeldeten
Standort von Flugzeugen zeichnete. Nach dieser Zeit wurde oft noch obwohl
unkorrekt der Name
„Planchette” für die Luftlagekarte genutzt.
Die Luftlagekarte war eine senkrecht montierte durchsichtige Piacryl- Karte,
auf die ein Koordinatennetz,
das Flugmeldenetz 64, Staatsgrenzen, Vernichtungs- und Startzone aufgetragen
war. Sie besaß einen
Rahmen mit eingebauten Leuchtstoffröhren, dass die aufgetragenen Informationen
aufleuchteten.
Der Planzeichner stand vor einem dunklen Hintergrund hinter dieser Karte und
musste die über einen
Kopfhörer gemeldeten Standorte der Ziele mit einem weißen oder gelben Fettstift
in Spiegelschrift
auftragen. Gute Planzeichner schafften dabei ein Tempo von bis zu 12 Zielen pro
Minute. Vor dieser
Karte saßen der Stabschef oder einer der Gefechtsstandsoffiziere, lasen die
Zielstandorte in
Polarkoordinaten ab und riefen sie dem Schießenden zu.
01 - Störträger
21 - Eigener
31 - Kontrollziel
41 - Ballon
51 - Luftraumverletzer
61 - Verletzer der Flugordnung
71 - Übungsziel
81 - Luftgegner
91 - Ziel ohne Kennung
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Die über Kopfhörer übermittelten Informationen hatten einen bestimmten
Rhythmus von einstelligen und
zweistelligen Ziffernfolgen (Beispielansage: „Vier null zwo,
siebenundvierzig sieben drei neun acht,
null fünfzig, einundzwanzig, vierzig”), so dass durch den Planzeichner jeder
Zahl die Bedeutung zugeordnet
werden konnte. Das Muster der Standortcodierung (47 7 3 9 8) kennzeichnete
einen Standort im
Flugmeldenetz, zwei dreistellige Zahlen würden einen Standort in
Polarkoordinaten definieren.
Der übermittelte Standort wurde durch einen Punkt gekennzeichnet und mit
einem kurzen Strich die
Zuordnung zu den vorherigen Werten markiert. Die Höhenangabe (050) wurde
unter dem Strich des Zieles, darüber die Uhrzeit (12:36) der Zielanmeldung gezeichnet. Der Index im
Beispiel 21 (Einzelziel mit Kennung ) und 92 (zwei Ziele ohne Kennung) stand über der Zielnummer (402). Der
Wertevorrat der Zielnummern in der
Abteilung lag bei 01...99, die Vier davor kennzeichnete die vierte
Abteilung.
Die Kodierung der Luftlagekarte (die grünen Zahlen im Bild) wurden in
regelmäßigen Abständen geändert.
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